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12.04.2019

Früher als sonst, mehr als sonst

In der kommenden Woche beginnt das Garten- und Friedhofsamt mit der Entfernung der Gespinste von Eichenprozessionsspinnern

Der Befall von Eichen im Stadtgebiet durch den Eichenprozessionsspinner (EPS) wurde in den letzten Jahren zu einem ernstzunehmenden Thema. Besonders in Trockenjahren steigt die Population des Insekts stark an, was problematisch ist und nicht unterschätzt werden darf. Die Raupenhaare des Spinners stellen ab dem 3. Larvenstadium eine akute gesundheitliche Gefährdung für den Menschen dar. Die feinen Brennhaare des Tieres lösen bei Berührung oder beim Einatmen verschiedenste allergische Reaktionen aus, von starken Hautausschlägen bis hin zu Schockreaktionen.

Deshalb muss das Garten- und Friedhofsamt die Eichenprozessionsspinner (EPS) und ihre Gespinste (Nester) an stark frequentierten oder sensiblen Bereichen von öffentlichen Gehölzen entfernen, insofern sie eine Gefährdung für die Allgemeinheit darstellen. Normalerweise werden die Eichen Anfang Mai behandelt. Durch die aktuelle Witterung sind die Eichen in den letzten Tagen jedoch förmlich explodiert. „Wir müssen daher die Arbeiten vorziehen und schon in der Woche ab dem 15. April anfangen zu spritzen“, erklärt Michael Gerencser, Leiter des Gartenwesens im Städtischen Garten- und Friedhofsamt.

Steigerung um über 500 Prozent!

Auffällig ist auch ein starker Anstieg der zu behandelnden Eichen. Mussten 2015 noch 313 Eichen gegen die Raupen behandelt werden, so waren es 2018 bereits 854 Eichen. Ein Anstieg um 273%. Und durch den milden Winter 2018/19 stieg der Bestand am Eichenprozessionsspinner nochmals deutlich an. 2019 muss die Stadt Bamberg bereits 1671 Eichen gegen den EPS behandeln. Das ist mehr als das Fünffache als 2015 - Ausdruck des Klimawandels und der gestiegenen Sensibilität gegenüber dem Thema.

Die Sicherheit der Bevölkerung hat absolute Priorität. Doch auch der Schutz der Umwelt ist dem Gartenamt wichtig. Gespritzt wird deshalb wie auch in den Vorjahren mit einem für Mensch und Tier ungefährlichen Biozid. Die Behandlung aller Bäume wird etwa eine gute Woche in Anspruch nehmen, also bis voraussichtlich 24. April abgeschlossen sein. Die genauen Standorte der Eichen können der beiliegenden Aufstellung entnommen werden.

Hinweis: Um die Eichen zügig und ungehindert behandeln zu können, kann es in den betreffenden Straßen zu kurzzeitigen Behinderungen und Parkplatzsperrungen kommen.

Wann genau welche Bäume gespritzt werden, kann den telefonisch unter 0171 3363916 erfragt werden.