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09.10.2019

Herzliches Willkommen für neue Staatsbürger

104 neue Bambergerinnen und Bamberger eingebürgert

Die feierliche Atmosphäre im Spiegelsaal der Harmonie am Schillerplatz war zu spüren: Es war der Abend, an dem 104 Menschen offiziell als neue deutsche Staatsbürgerinnen und Staatsbürger begrüßt wurden, und, wie es Dritter Bürgermeister Wolfgang Metzner in seiner Rede sagte – „als Bambergerinnen und Bamberger“. Er bezeichnete die Entscheidung zur Einbürgerung als „großen Vertrauensbeweis gegenüber unserer Stadt, unserem Land und unseren Werten“.

Die neuen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger hätten nun die Möglichkeit, Demokratie unmittelbar mitzugestalten, sagte Metzner. Die Erfahrung zeige, dass Regelungen, die von vielen mitgetragen werden, besser akzeptiert würden. Der Bürgermeister rief schließlich die Menschen aus den verschiedensten Nationen einzeln auf und übergab ihnen ein kleines Willkommensgeschenk.

Begonnen wurde der Abend mit einer Filmdokumentation zum Theaterprojekt „Asyloper“, in dem sich Kinder und Jugendliche unter anderem mit den Themen Rassismus und Mobbing beschäftigen. Einstudiert wurde das Stück von Olga Seehafer und Felix Forsbach, die unter anderem aus dem Improvisationstheater bekannt sind. Einen Ausschnitt zeigten einige Kinder zum Ende der Veranstaltung in einem kleinen Auftritt. Da war unter anderem die Liedzeile zu hören „Mensch ist Mensch, egal, welche Hautfarbe, überdenke deine Aussage!“ Töne, die zwischenzeitlich nachdenklich stimmten, der positiven Stimmung des Abends aber keinen Abbruch taten. So sagte Elisabeth Trommer aus Budapest, stellvertretend für all die Neu-Eingebürgerten, ein paar Worte ins Publikum. Bamberg sei eine wunderbare Stadt, in der man sich sicher und wohl fühlen könne.

Im Vortrag des Migrationsforschers Prof. Dr. Friedrich Heckmann ging es um das „Dazugehören“ und die Frage, was damit gemeint ist. Nach einem Streifzug durch verschiedene Antwortoptionen sprach Heckmann in Bezug auf die Bundesrepublik Deutschland schließlich von einer „Geschichte der ständigen Integration. Das Wir war und ist ständig in Bewegung.“ Die Menschen, die sich neu hätten einbürgern lassen, seien Teil einer „neuen Nationenbildung“ und damit „Mitglieder einer Nation“.

Zwischen den verschiedenen Redebeiträgen sorgte das Cello-Trio der Städtischen Musikschule für musikalischen Raum zum Nachdenken, aber auch zum mitschwingen.