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11.09.2019

Mammutprojekt Bahnausbau

Führung mit dem Fahrrad zeigt Herausforderungen und Chancen auf

Der Bahnausbau ist das größte Infrastrukturprojekt in der jüngeren Geschichte der Welterbestadt. Die Führung mit dem Fahrrad im Rahmen von „Bamberg on tour“ am Sonntag, 15. September, wird über das Projekt informieren.

Die DB Netz AG plant zwei zusätzliche Gleise östlich der bestehenden Gleisanlagen. Verbunden damit sind drei Meter hohe Lärmschutzwände, Betriebsverlagerungen, Beeinträchtigungen der städtebaulichen Qualitäten sowie Eingriffe in Bausubstanz, Wasserschutzzonen, gärtnerische Nutzflächen und mehr. Der Ausbau bedeutet aber auch mehr Lebensqualität durch bestmöglichen Schallschutz, Erneuerung maroder Bahnquerungen und Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur sowie städtebauliche Entwicklungspotenziale.

Für Bamberg geht es darum, die DB-Planungen so zu begleiten, dass gut verträgliche Lösungen für Stadtgesellschaft, Wirtschaft und Tourismus gefunden werden. Aktuell steht die Festlegung der Streckengeometrie im Fokus der Planer.

Das Mammutprojekt birgt Herausforderung und Chance, was sich an den Unterführungen ablesen lässt: Sie sind über 100 Jahre alt und in entsprechendem baulichem Zustand. Fußgänger und Radfahrer tun sich wegen der schmalen Wege schwer, sicher zu passieren.

Die Radler, die an dieser „Bamberg on tour“ teilnehmen, sind entlang der Bahnstrecke unterwegs. Dabei werden Kreuzungsbauwerke, S-Bahn-Halt Süd, Lärmschutz, Bauablauf und Baustellenorganisation vorgestellt. Informiert wird auch, wie mit den durch den Bau bedingten Verkehrsbeeinträchtigungen umgegangen wird. Die Strecke ist etwa neun Kilometer lang, Steigungen sind nicht zu bewältigen. Interessierte Fahrradfahrer treffen sich um 14 Uhr am Bahnhof bzw. am nördlichen Zugang zu den Gleisanlagen. Die Tour dauert etwa drei Stunden. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die letzte „Bamberg on tour“ in diesem Jahr findet am Sonntag, 29. September, statt. Die Radtour zeigt auf, dass es mit Bambergs Kita-Offensive vorangeht und hat deshalb eine ganze Reihe von geplanten und bereits bestehenden Betreuungseinrichtungen für Kinder zum Ziel. Treffpunkt ist um 14 Uhr am Maxplatz.