Seiteninhalt
13.12.2018

OB: »Das Beste für den Lagarde-Campus«

Realisierungswettbewerb kürt kreative Konzepte für Quartiersmitte

Mit dem Gesamtprojekt „Kulturquartier Lagarde“ plant die Stadt Bamberg die Schaffung einer attraktiven Quartiersmitte für den Lagarde-Campus, die ein Anziehungspunkt für den gesamten Bamberger Osten sein soll. Um eine hohe gestalterische Qualität dieser Quartiersmitte zu gewährleisten, hat die Stadt Bamberg im April dieses Jahres einen europaweiten Realisierungswettbewerb für Landschaftsarchitekten in Zusammenarbeit mit Architekten ausgelobt. „Ein solcher Wettbewerb garantiert uns beste Konzepte für den Lagarde-Campus“, betont Oberbürgermeister Andreas Starke heute bei der Vorstellung der Ergebnisse. Gesucht wurden Ideen für qualitätsvolle öffentliche Räume in Verbindung mit den für kulturelle Nutzung vorgesehenen Gebäuden, der Reit- und Posthalle. Ziel ist es, eine attraktive freiraumplanerische Gesamtkonzeption für die Gesamtfläche des Kulturquartiers inklusive der notwendigen Quartierstiefgarage zu entwickeln.

Insgesamt 11 Arbeiten wurden in dem Wettbewerb eingereicht. Ein Preisgericht, bestehend aus Sach- und Fachpreisrichterinnen und -richtern, hat unter dem Vorsitz der Münchner Landschaftsarchitektin Prof. Ingrid Schegk nun die anonym eingereichten Entwürfe beurteilt. Nach zwei Bewertungsrundgängen und ausführlicher Diskussion wurden zwei Sieger sowie zwei Anerkennungen gekürt.

Platz 1 belegt die Arbeit von hutterreimann Landschaftsarchitektur GmbH zusammen mit SAUERZAPFE ARCHITEKTEN in Berlin. Nach Auffassung des Preisgerichts überzeugen in der Arbeit die Nutzungsangebote sowohl im Freiraum als auch die der Gebäude und versprechen eine gute Belebung des neuen Quartiers und die gewünschte Flexibilität für den Kulturhof. Der Entwurf sieht zwei Baumhaine vor, die die beiden Plätze, den Kulturplatz und den Reithallenplatz, verbinden und dabei aber jedem einzelnen einen sehr unterschiedlichen Charakter verleiht. Der westliche Hain bildet einen Filter zum Kulturhof, der südliche eine repräsentative, aber zugleich nutzbare öffentliche Grünfläche und den Auftakt in das entstehende Quartier. Der Kulturhof ist unprätentiös und vielfältig bespielbar. Der östliche Abschluss durch ein niedriges Gebäude mit Co-Working Arbeitsplätzen findet nach Ansicht des Preisgerichts an diesem Ort Nutzer und entlastet die Posthalle von Einbauten. Auch die durchgesteckt organisierten Grundrisse in der Reithalle haben die Preisgerichtsmitglieder überzeugt. „Insgesamt weist der Entwurf eine hervorragende städtebauliche Auffassung auf“, bekräftigt Ingrid Schegk.

Den zweiten Platz konnte das Atelier LOIDL Landschaftsarchitekten GmbH zusammen mit Bruno Fioretti Marquez Architekten sowie Kirchner Liem Käuferle Architekten PartGmbB i.G. in Berlin belegen. Die beiden Anerkennungen gingen an Planorama Landschaftsarchitektur - Maik Böhmer zusammen mit MONO Architekten Greupel & Schilp & Schmidt, die ebenfalls aus Berlin stammen sowie an die Bamberger JOMA Landschaftsarchitektur, die gemeinsam mit Studio Gründer Kirfel aus Bedheim einen Entwurf eingereicht haben.

Dem Wettbewerb schließen sich nun Verhandlungsgespräche mit den Preisträgern an. Unter Würdigung der Empfehlung des Preisgerichts wird die Stadt Bamberg einen der Preisträger in einer ersten Stufe mit der Objektplanung der Freianlagen für den „Vorplatz Reithalle“ beauftragen. Dies gilt auch für die weiteren vorgesehenen Bauabschnitte (Kulturhof). Die Stadtwerke Bamberg werden als Bauherr einen der Preisträger mit der Objektplanung für die Quartiersgarage unter dem Kulturhof beauftragen.

Ausstellung mit Ergebnissen des Realisierungswettbewerbs

Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich die Entwürfe aller Teilnehmer vom 22. Januar bis 15. Februar 2019 (jeweils Mo-Fr von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr) in einer Ausstellung im Gebäude 7114 auf der ehem. Lagarde-Kaserne anschauen. Zugang ist über das Zufahrtstor an der Weißenburgstraße. Eine Anmeldung an der Pforte ist notwendig. Offizielle Ausstellungseröffnung ist am 22.01.2019 um 10:30 Uhr.