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02.02.2021

Warum wir das Shoppen vermissen

Neues Leitmotiv im Kunstfenster im Bürgerlabor

Unter dem Leitmotiv „Was wir vermissen“ steht seit Anfang der Woche das Bürgerlabor Fenster in der Hauptwachstraße. Künstlerin Barbara Bollerhoff hat ausgehend vom „Corona-Zustand“ verschiedene Schlagworte gesammelt, was wir in diesen Zeiten so alles vermissen: Ausstellungen – Besuche bei den Großeltern, im Krankenhaus … - den Sonntag – den Werktag - Urlaub – unsere Stadt – Theater – Konzerte – Feiern – sich einfach treffen - Ausflüge – Shopping – Friseur – Unbeschwertheit - unsere Freiheit, nicht nur im Kopf - u.v.m. Das bis Sonntag (7. Februar) im Bürgerlabor ausgestellt Bild widmet sich dem Thema „Shopping“.

Es zeigt eine Schar von einkaufsfreudigen Menschen, die im krassen Gegensatz zu dem momentan Erlebten stehen. Denn die die Stadt ist leer: Keine einkaufslustigen Menschen laufen umher, bummeln einfach, lassen sich treiben, treten unvermittelt in dieses, in jenes Geschäft ein. Eine fast geisterhafte Stimmung erwartet uns, wenn wir in die Stadt gehen. Schon dieser Zustand zeigt uns, dass es etwas Wichtiges ist, zu „shoppen“… Denn es bedeutet auch: Bummeln gehen, Blumen, Geschenke einkaufen, Kleidungsstücke, es hat einen Wohlfühl-Charakter, sich selbst etwas Gutes tun, oder für andere etwas Schönes kaufen.

Das Bild ist sehr expressiv gearbeitet, die rot-orange Farbtöne überwiegen. Das Pulsieren, das in Bewegung kommen, ja die Tragweite betonen, was einkaufen, was shoppen an Bedeutung für uns hat, soll dadurch unterstrichen werden, und auch, was diese Zeit des Umbruchs mit uns macht. Es soll auch deutlich machen, dass die Stadt die Besucher braucht, die die Stadt beleben. Ohne Menschen, ohne Einkäufer ist es auch nichts. Der Hintergrund des Bildes ist deswegen schwarz. Zum einen, weil die Stadt „tot“ ist … zum anderen soll der Hintergrund das zentrale Thema "Shoppen" hervorheben.