Seiteninhalt
21.02.2020

Kulturquartier könnte früher realisiert werden

Parkpalette statt Tiefgarage auf der Lagarde?

Die Stadt Bamberg prüft aktuell, ob das Kulturquartier Lagarde bis zu drei Jahre früher realisiert werden kann als ursprünglich geplant. Hintergrund sind die intensiven Diskussionen unter Kulturschaffenden und Kulturinteressierten, möglichst schnell mehr Raum für Kultur zu realisieren. Außerdem gibt es wirtschaftliche Überlegungen. Nach der bisherigen Beschlusslage soll eine Entscheidung über die Errichtung einer Tiefgarage vorbereitet werden. „Durch den Verzicht auf den unterirdischen Bau, könnten Post- und Reithalle zudem deutlich früher für kulturelle Zwecke saniert und genutzt werden. Auch Zwischennutzungen wären dann eher möglich,“ betont der Oberbürgermeister Andreas Starke.

Die Stadtwerke haben nun aktiv alternative Planungen für die Tiefgarage Lagarde angestoßen. Um die notwendigen und rechtlich gebotenen Stellplätze nachzuweisen, wird die Realisierung oberirdischer Parkgelegenheiten, nach dem Modell der Parkpaletten, auf der Lagarde geprüft. „Ohne Parkanlagen geht es nicht, um das geplante Kulturquartier Lagarde zu realisieren“, sagt Kulturbürgermeister Dr. Christian Lange.

Zudem soll das Kulturquartier in das Mobilitätskonzept der Lagarde integriert werden, das eine enge Anbindung an den ÖPNV, Carsharing-Angebote sowie Mobilitätsstationen für Fahrräder, Lastenfahrräder, E-Bikes, E-Scooter und E-Roller vorsieht. „Alle Varianten sollen nun unter ökologischen, ökonomischen und nachhaltigen Gesichtspunkten geprüft werden. Der mögliche Verzicht auf eine Tiefgarage steht der Errichtung eines Kulturquartiers Lagarde nicht im Wege“, stellte Stadtwerkechef Dr. Michael Fiedeldey klar.

Die Stadtwerke wollen alle Varianten zeitnah konkretisieren und entscheidungsreif vorbereiten. Die unterschiedlichen Konzepte werden dann den städtischen Gremien präsentiert und vorgelegt. Es ist außerdem vorgesehen, zuerst im Aufsichtsrat der Stadtwerke am 23. April 2020 die verschiedenen Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Ferner wird eine öffentliche Bürgerdialogveranstaltung stattfinden, um auch den Bürgerverein und die Bürgerschaft zu informieren und bei den Planungen zu beteiligen.