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08.06.2018

Meilenstein für Lagarde-Campus

OB Starke: „Wir wollen dort so schnell wie möglich neuen Wohnraum realisieren“

Eine neutrale Jury hat im Rahmen eines Investorenauswahlverfahrens einen wichtigen Schritt zur Entwicklung der Lagarde-Kaserne gemacht. Die „Pro.b.Projektentwicklung und Projektsteuerung“ aus Berlin, die „Joseph-Stiftung“ aus Bamberg und die „Deutsche Wohnwerte GmbH & Co. KG“ aus Heidelberg sind die ausgewählten Investoren, mit denen die Stadt Bamberg jetzt zeitnah über die künftige Wohnungsbauentwicklung in der ehemaligen Lagarde-Kaserne verhandeln wird. Oberbürgermeister Andreas Starke stellte klar. „Wir wollen dort so schnell wie möglich neuen Wohnraum realisieren.“

„Erstes Ziel der Stadt Bamberg ist eine zügige Wohnungsbauentwicklung in der ehemaligen Lagarde-Kaserne. Entstehen soll ein urbanes Quartier mit hoher Anziehungskraft und Dynamik“, betonte Oberbürgermeister Andreas Starke. „Wir sind zuversichtlich, dass wir dies mit den drei Teilnehmern des nun folgenden Auswahlverfahrens umsetzen können.“

Nach dem unabhängigen Auswahlverfahren starten nun die konkreten Verhandlungsrunden mit den drei ausgewählten Investoren. In dem Investorenauswahlverfahren wurden die durch die Investoren eingereichten Planungen und Konzepte unter Federführung des Amtes für Strategische Entwicklung und Konversionsmanagement einer kritischen Prüfung und Wertung unterzogen. Grundlage hierfür ist das Qualitätshandbuch Lagarde-Campus. Darin sind zu den Themenbereichen Städtebau & Architektur, Freiraum & Urbanität, Energie & Mobilität sowie Sozialgerechtigkeit die Leitlinien und Festlegungen für Investoren, Planer und Verwaltung definiert. „Damit ist sichergestellt, dass es nur Konzepte von hoher städtebaulicher Qualität umgesetzt werden“, so Starke.

In dem offenen und europaweiten Investorenauswahlverfahren mit Präqualifikation wurden nach den Kriterien Eignung und Befähigung 12 Investorengruppen anonym als Teilnehmer beteiligt. Mitte Mai hatte eine 14-köpfige Jury unter dem Vorsitz von Professor Kunibert Wachten (Dortmund) mit Vertretern des Stadtrats sowie Experten aus Verwaltung und Städtebau eine Preisgruppe von drei Investoren gebildet, mit denen das Verfahren im nächsten Schritt weitergeführt wird. Wichtig war, so der OB, „dass der Stadtgestaltungsbeirat in dem Preisgericht einflussreich vertreten war“.

Mit den drei Gewinnern führt die Stadt nun Gespräche über den Erwerb der Fläche – unter Wahrung der im Auswahlverfahren dargestellten planerischen Qualität. Dabei sind die Ergebnisse noch offen. Am Ende kann ein Investor die gesamte Fläche erwerben oder mehrere Investoren teilen sich die Aufgabe. Das Verfahren wird als Konzeptvergabe durchgeführt. Ein endgültiges Ergebnis wird im Herbst 2018 vorliegen, wenn die endgültigen Konditionen geklärt worden sind.

Vor dem Beginn von Baumaßnahmen müssen die ehemals militärisch genutzten Flächen entsiegelt und bereinigt, die Funktionsgebäude zurückgebaut, Leitungen neu verlegt und Erschließungsstraßen gebaut werden. Die Maßnahmen sind eingeleitet, weil sie absolut notwendig sind, um das Vorhaben zu verwirklichen.

Eine Ausstellung aller Beiträge der Verfahrensteilnehmer auf dem Lagarde-Campus für alle Interessierten wird derzeit vorbereitet. Starke: „Wir wollen die Öffentlichkeit weiterhin beteiligen und legen großen Wert auf ein transparentes Verfahren.“ Der Termin für die Ausstellungseröffnung wird noch bekanntgegeben.