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31.07.2019

Zwei Kulturquartiere im Fokus

Kulturhaus Posthalle und Kesselhaus werden weiterverfolgt

Die Mitglieder des Bamberger Kultursenats sprachen sich in der jüngsten Sitzung des Gremiums dafür aus, zwei Projekte zur Schaffung von Kulturraum weiterzuverfolgen: Für die Posthalle auf dem zukünftigen Lagarde-Campus soll ein Nutzungs- und Betriebsmodell unter Federführung des Kulturamtes entwickelt werden. Zudem sollen für das bereits bespielte Kesselhaus am Leinritt eine bauliche Machbarkeitsstudie erarbeitet und Haushaltsmittel beantragt werden.

Bambergs Kulturreferent Dr. Christian Lange betonte: „Wir wollen nicht Kesselhaus gegen Lagarde ausspielen.“ Es sei das große Ziel, beide Projekte weiterzuverfolgen, um neuen beziehungsweise mehr Raum für Kultur zu schaffen.

In den vergangenen Jahren und Jahrzehnten gab es bereits Ansätze zur Schaffung von Kulturzentren in Bamberg, die letztlich nicht umgesetzt werden konnten. Gleichzeitig besteht nach wie vor die Herausforderung, geeignete Flächen und Immobilien auszumachen, die für eine kulturelle Nutzung Potential bieten. Nun gibt es ganz aktuell zwei Orte, die die Möglichkeit bieten, die Lücke in Sachen kulturelle Raumnot nachhaltig und mit großem Erfolg zu schließen. Zum einen das Areal „Kulturquartier Lagarde“, zum anderen das vom „Kunstraum Jetzt e.V.“ seit einigen Jahren partiell bespielte Kesselhaus. Beide Orte eignen sich laut Oliver Will vom städtischen Kulturamt sehr gut für die Entwicklung von Kulturhäusern.

Der Kultursenat beauftragte in seiner jüngsten Sitzung die Verwaltung, bis zum Jahr 2020 ein Nutzungs- und Betriebsmodell für die Posthalle als Kulturraum zu erstellen. Gleichzeitig soll eine Machbarkeitsstudie für ein „Kulturhaus Kesselhaus“ auf den Weg gebracht werden. Ausschlag gebend für die weiteren Untersuchungen ist, ob in den Haushaltsberatungen im Herbst finanzielle Ressourcen bereitgestellt werden.