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15.07.2019

Zum Schutz von Baum, Mensch und Tier

Habitat-Eichen an der Festwiese im Hain sollen trotz Schädigungen erhalten werden / Teilabsperrung zur Verkehrssicherung

Der Baumbestand an der Hain-Festwiese in Richtung Münchner Ring ist aus gartendenkmal-pflegerischer Sicht der wichtige räumliche Abschluss des Luisenhains zur Straße hin. Andererseits sind die Gehölze auch aus naturschutzfachlicher Sicht sehr wertvoll und sollen deshalb solange wie möglich in ihrem Fortbestand erhalten werden. Da insbesondere die acht Habitat-Eichen (Lebensraum gemäß §44 BNatSchG streng geschützter Arten) aufgrund des Rückgangs der statisch wichtigen Hauptwurzeln immer stärker umsturzgefährdet sind und zudem immer mehr Totholz aufweisen, ist aus verkehrssicherungsrechtlichen Gründen jetzt ein zwingender Handlungsbedarf gegeben.

Mit einer Maßnahmenkombination aus Baumpflege und Gehölzrückschnitt sowie mit der Absperrung des Gehölzbestandes will das Gartenamt der erhöhten Verkehrssicherungspflicht am Rande der im Sommer gut besuchten Festwiese Rechnung tragen. „Die Gefahrenabwehr wäre sonst nicht mehr gegeben und die haftungs- und strafrechtliche Verantwortung kann von den zuständigen Baumpflegern des Gartenamtes nicht mehr übernommen werden“, schildert Amtsleiter Robert Neuberth das Dilemma.

Die vorgesehene naturnahe Absperrung besteht aus Robinienstämmen mit einem hanffarbenen Seil. Eine Beschilderung informiert darüber, warum dieser Bereich nicht betreten werden darf. Der Aufwuchs hinter der Barriere wird zudem nur noch einmal im Jahr gemäht, sodass sich in dem umzäunten Bereich eine vielschichtige, naturnahe Wiese entwickeln kann. Da schon seit Jahren in diesem Bereich - um Personen von den Eichen fern zu halten - kein kurzgeschnittener Rasen, sondern eine Wiesenfläche besteht, ändert sich an der Nutzbarkeit der in Richtung Musikpavillon angrenzenden und traditionell viel genutzten Rasenflächen nichts.