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02.05.2017

Fernwärmeverlegung am Grünen Markt: Trasse weicht historischem Fundament

Durchgang nur im Rücken des Gabelmanns möglich

Weil im ursprünglich geplanten Baufeld direkt vor der Fielmann-Filiale ein massives Fundament entdeckt wurde (siehe Infokasten), muss die geplante Trassenführung der neuen Fernwärmeleitungen am Grünen Markt geändert werden. Für die Bauarbeiten, die am 8. Mai beginnen, muss der Durchgang zwischen Gabelmann-Brunnen und Mauthgasse gesperrt werden. Für rund sechs Wochen wird damit der Durchgang von der Langen Straße zum Grünen Markt nur noch auf der Rückseite des Gabelmanns möglich sein. Der Zugang zu den Geschäften und die Durchfahrt für Rettungsfahrzeuge zwischen Grünem Markt, Keßlerstraße und Lange Straße sind aber jederzeit gewährleistet.

Alle Maßnahmen, die ab 8. Mai folgen, wurden im Vorfeld mit den anliegenden Geschäftsinhabern, dem Ordnungsamt und den Marktkaufleuten, der Wirtschaftsförderung und vor allem der Feuerwehr abgestimmt. Gleichzeitig wurde sichergestellt, dass die Bauarbeiten nicht mit Veranstaltungen mit hohem Besucheraufkommen kollidieren.

Alle Geschäfte sind für Fußgänger jederzeit erreichbar. Die Marktstände auf dem Grünen Markt vor dem Gabelmann werden so angeordnet, dass Rettungsfahrzeuge jederzeit zu allen Bereichen rund um den Gabelmann gelangen. Die Zufahrt für den Lieferverkehr erfolgt über die Keßlerstraße und wegen der ab 2. Mai erfolgenden Sperrung der Franz-Ludwig-Straße über die Hauptwachstraße.

Weitere Informationen

Die derzeit laufenden Baumaßnahmen zur Verlegung einer neuen Fernwärmeleitung werden archäologisch begleitet (Grabungsleitung Anke Köber). Auf Höhe des Anwesens Grüner Markt 5 wurden dabei in der Trasse massive Sandsteinfundamente aufgedeckt. Bei dem qualitätvollen Mauerwerk handelt es sich um Überreste der sog. „Alten Mauth“. Im 14. Jahrhundert ursprünglich als fürstbischöfliches Kaufhaus errichtet, prägte das stattliche Gebäude, das vom Grünen Markt bis zur Austraße reichte, ehemals wesentlich das Erscheinungsbild des südlichen Grünen Marktes. Im Februar 1945 wurde das Bauwerk allerdings durch eine Sprengbombe stark beschädigt und schließlich 1951/52 abgebrochen. Da die heutige Gebäudefront etwas zurückversetzt verläuft, wurden die Umfassungsmauern des zerstörten Vorgängerbaus im Zuge der Abbrucharbeiten offenbar größtenteils im Boden belassen, so dass sie nun im Rahmen der jüngsten Baumaßnahmen wieder zu Tage traten.