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Die Schule ohne Rassismus-Gruppe putzt Stolpersteine

Die „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“-Gruppe des Eichendorff-Gymnasiums trifft sich Corona-bedingt im ersten Halbjahr des Schuljahres 2020/21 nur in kleinerer Besetzung (zunächst nur Q 12-Schülerinnen). Einige dieser Schülerinnen zogen mit Schwamm, Wasser, Tuch und Metallputzmittel ausgestattet los, um die vier Stolpersteine zu putzen, für die das Eichendorff-Gymnasium verantwortlich ist.

Die ersten zwei Stolpersteine befinden sich in der Luitpoldstraße 40. Sie erinnern an Grete Bing, die in Folge des Novemberpogroms 1938 ihrem Leben selbst ein Ende setzte, und Maria Bickart, die 1942 nach Theresienstadt deportiert und dort ermordet wurde.

Die weiteren zwei Stolpersteine sind in der Schützenstraße 20 zu finden. Dort gedachte die Gruppe Claus Schenk Graf von Stauffenberg und Anna Freifrau von Lerchenfeld. Claus Schenk Graf von Stauffenberg unterstützte zunächst aktiv den Nationalsozialismus, erkannte jedoch letztlich den verbrecherischen Charakter der nationalsozialistischen Diktatur und war in Folge Hauptakteur beim Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944. Einen Tag darauf wurde er in Berlin erschossen.

Anna Freifrau von Lerchenfeld wurde verschleppt und 1945 ermordet.

Die Gruppe putzte immer zunächst die Steine während eine Schülerin Worte über das Leben der jeweiligen Person verlas, legte eine Nelke nieder, entzündete ein Licht und beging eine Schweigeminute.

Momentan bereitet die Gruppe eine Stellwand mit Informationen über Grete Bing, Maria Bickart, Claus Schenk Graf von Stauffenberg und Anna Freifrau von Lerchenfeld vor.