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06.10.2020

Kurzweiliges aus dem Lateinunterricht

Die Klasse 10ac übte sich im Fach Latein an einem rhetorischen Trick: der Praeteritio.
Bei dieser rhetorischen Figur gibt man vor, ein Thema (einen Gedanken, einen Gegenstand) übergehen zu wollen, es aber eben durch diese Ankündigung doch erwähnt und so besonders hervorhebt. Die Präteritio wurde nicht nur in der Antike vom berühmten Anwalt und Redner Cicero verwendet, um Verbrecher zu charakterisieren, sondern ist mitunter auch bei heutigen in- und ausländischen Politiker sehr beliebt.

Hier nun zwei Beispiele aus der 10ac:

„Heute ist absolut nicht der passende Tag darauf aufmerksam zu machen, dass ab dem 1. Oktober ein neuer Stundenplan gilt; ich könnte nämlich viel dazu sagen, geschweige denn mich ärgern, aufregen und alles kritisieren, aber ich enthalte mich dieser Aussagen, weil es unangemessen wäre, bis ins Detail jedes einzelnen Schultages zu gehen; außerdem reicht dieses kleine Kästchen nicht einmal, um auf Näheres hinzuweisen, ihr wisst es ja besser als ich, dass diese eine Unterrichtsstunde nicht einmal genügend Zeit dafür hergäbe, die Anordnung der jeweiligen Fächer anzusprechen; also lasse ich diesen Punkt und all die vielen damit verbundenen Aspekte einfach aus.“ (Daniela Chavanin)

Der Garten
Ich will nichts über den hässlichen Teil unseres Gartens sagen, auch nicht, dass man es eigentlich gar nicht Garten nennen kann, da dort nur Unkraut wächst; dass unser Garten nutzlos und unbeachtet von Umwelt verpestenden Autos überrollt wird und über die Hälfte des Gartens mit Kopfsteinpflaster gepflastert ist, lasse ich auch weg; außerdem will ich nicht anführen, dass er nie gegossen wird, und dadurch vertrocknet ist; denn, um um ihn beneidet zu werden, reicht es zu sagen: „Ich hab einen großen Garten!“ (anonym)