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Berufliche Orientierung am Eichendorff-Gymnasium

„Die Berufliche Orientierung ist ein fächerübergreifendes Bildungs- und Erziehungsziel, das curricular fest verankert ist. Ziel ist die Entwicklung einer vertieften Berufsfindungskompetenz, die den Schüler und die Schülerin zu einer selbst verantworteten, kriteriengeleiteten Berufswahl befähigt.
Berufliche Orientierung am Gymnasium umfasst gemäß dem Bildungsauftrag des Gymna-siums neben der Berufsorientierung mit einem Schwerpunkt auf der dualen Ausbildung auch die Studienorientierung.“ (aus: Berufsorientierung am Gymnasium in Bayern)

Das Stufenkonzept der Beruflichen Orientierung am Eichendorff-Gymnasium

„Der Prozess der Beruflichen Orientierung umfasst im Wesentlichen vier Stufen: Die Selbstfindung, die Informationsphase, die Entscheidungsphase und die Realisierungsphase. Diese werden jedoch nicht nur progressiv durchlaufen; vielmehr stehen sie miteinander in ständiger Wechselwirkung. Selbstfindungsphasen geben die Zielrichtung für Informations- und Entscheidungsprozesse vor. Umgekehrt machen Schülerinnen (…) während der Realisierungsphase neue Erfahrungen.“ (aus: Berufsorientierung am Gymnasium in Bayern: die Phasen)

Phase der Selbstfindung ab der 5./6. Klasse: »Erkenne Dich selbst«

Die Schülerin lernt sich selbst besser kennen und entwickelt hierdurch eine Lebensperspektive. Dabei stehen im Fokus: Erkennen eigener Interessen, Kompetenzanalyse, Formulierung persönlicher Ziel- und Interessenausprägungen an konkreten Berufsfeldern


Angebotene Bausteine in der 5./6. Klasse sind unter anderem:

  • Anknüpfungspunkte aller Fächer zur Persönlichkeitsentwicklung und beruflichen Orientierung, z. T. mit Unterrichtsgängen, -Projekten, Fachexpertenvorträgen,…)
  • „Kennenlerntage in der 5. Klasse“
  • breitgefächertes Wahlkursangebot (Experimentieren, Chor, Orchester, Theater, Schulgarten, Schreibwerkstatt,…)
  • Projekte wie „Lernen lernen“, „Netzpiloten“, „Präsentieren“
  • „Bewegter Lernen“ (außerunterrichtliches Sportprogramm für die Unterstufe)

Phase der Information ab der 7. Klasse: »Welt entdecken«

Die Schülerin sammelt und bewertet Informationen insbesondere über Berufsfelder und Berufe, Ausbildungen und Studiengänge, Duales Studium, Soziale Dienste,  Berufswahltests,…

Die bisherigen Angebote werden unter anderem durch folgende Bausteine ab der Klasse 7 ergänzt:

  • Berufsbeobachtungen im Rahmen des Girls` Days
  • erweitertes Wahlkursangebot (z.B. Tanztheater ab der 7. Klasse)
  • Präventionsprojekt „Recht im Internet – Cybermobbing u.a.“ (Livewebinar) in der 7. Klasse
  • Zweigwahlveranstaltungen
  • Freiwilliges Soziales Schuljahr/Freiwilliges Ökologisches Schuljahr,… ab der 8. Jgst.
  • Teilnahme an der SOR-Gruppe, dem Fairtrade-Team,…
  • diverse sportliche Angebote (Skikurs, Sommersportwoche, Wettkämpfe,…)

Phase der Entscheidung ab der 9./10. Klasse: »Mögliche Wege entdecken«

Die Schülerin trifft auf Basis der Erkenntnisse aus der Selbstfindungs- und Informationsphase ihre reflektierte Berufswahlentscheidung hinsichtlich der

  • Wahl eines Studiengangs ⮕ Wahl einer Hochschule
  • Wahl einer dualen Ausbildung ⮕ Wahl eines Ausbildungsbetriebs

Die bisherigen Angebote werden unter anderem durch folgende Bausteine ab der Klasse 9 ergänzt:

  • 1-wöchiges Betriebspraktikum in der 9. Klasse
  • 3-wöchiges Sozialpraktikum in der 10. Klasse
  • Modul zur Berufsorientierung in der 9. Klasse (Bewerbungscoaching, Besuch der Ausbildungsmesse Bamberg, Informationen über Angebote externer Akteure wie HWK und IHK, Informationen zur Berufs- und Studienwahl durch die Bundesagentur für Arbeit, …)

Phase der Entscheidung/Realisierung ab der 11. Jahrgangsstufe: „Den eigenen Weg festlegen“

Die Schülerin unternimmt die notwendigen Schritte zur Verwirklichung ihrer Entscheidung

  • Bewerbungstraining
  • Studienplatzbewerbung

Die bisherigen Angebote werden unter anderem durch folgende Bausteine ab der Klasse 11 ergänzt:

  • Berufs- und Studienorientierung im Rahmen der Projektseminare in der 11. Jahrgangsstufe, u.a. mit folgenden Bausteinen:
    • Bewerbungscoaching
    • Selbsterkundungsmodule
    • Besuch der Informationstage der Universitäten Erlangen und Bamberg
    • Besuch von Ausbildungs- und Studienmessen in Bamberg
    • Teilnahme an der Vortragsreihe „Wege nach dem Abitur: Ausbildung/Studium/Duales Studium“
    • Durchführung des IHK-Kompetenz-Tests
    • Durchführung einer Berufsbildrecherche
    • Arbeiten mit dem Heft zur Berufs- und Studienorientierung

  • Schulinterne Berufsinformationsveranstaltung durch ehemalige Schülerinnen

  • Möglichkeit zu einem weiteren Betriebspraktikum

  • Informationsabend der Bundesagentur für Arbeit mit dem Titel „Abitur – was dann?“

  • Möglichkeit zur Wahrnehmung div. Angebote zur Beratung durch die Bundesagentur für Arbeit

„Der Prozess der 'Beruflichen Orientierung' am Gymnasium ist eingebunden in Netzwerkstrukturen und verzahnt Schule (innerschulisches Netzwerk) sowie Praxis und Beratung (außerschulisches Netzwerk). Zentrale Elemente dieser Verzahnung sind das Betriebspraktikum und dasProjekt-Seminar zur Studien- und Berufsorientierung.“

„Eine Schlüsselrolle kommt dem/der Koordinator/-in für Berufliche Orientierung zu. Sie/Er koordiniert den Prozess innerhalb der Schule, vernetzt diese mit externen Partnern und setzt dabei Impulse für die Ausgestaltung der Beruflichen Orientierung.“ (aus: Berufsorientierung am Gymnasium in Bayern)

Weiterführende Informationen zum Thema „Studien- und Berufsorientierung am bayerischen Gymnasium“ können den Internetseiten des ISB Bayerns unter dem Link Berufsorientierung am Gymnasium in Bayern entnommen werden.