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09.04.2020

Stadt bittet um Mithilfe und Verständnis

Abfallentsorgung in Zeiten der Corona-Pandemie

Die aktuelle Corona-Krise und ihre Auswirkungen – kaum ein Lebensbereich, der nicht betroffen ist. Dabei ist es ein gemeinsames Bemühen, Einschränkungen verträglich zu halten und die bewährten Systeme bestmöglich am Laufen zu halten. Das gilt auch für die städtische Abfallentsorgung. Dazu bittet der Entsorgungs- und Baubetrieb der Stadt Bamberg (EBB) um Mithilfe und Verständnis. Gleichzeitig warnt er vor Fehlverhalten, das aus Unwissenheit oder Unvernunft zunehmend Probleme bereitet und leicht zu vermeiden ist.

COVID-19 legt weite Teile von Wirtschaft, Handel und Dienstleistung lahm. Kurzarbeit und Ausgangsbeschränkungen führen dazu, dass sich mehr Menschen länger als sonst zuhause aufhalten. Zeit, die etwa zum „Entrümpeln“ im Haushalt oder Gartenarbeit genutzt wird. Aktivitäten, die notwendig sein können, aber auch hier ist Vernunft angesagt. Und wie in allen anderen Fragen des Alltags gilt: Gibt es triftige Gründe, ist es notwendig, lassen sich Vorhaben aufschieben? Wie der EBB mitteilt, ist im Zusammenhang mit Fragen der Abfallentsorgung folgendes zu beachten.

Die kommunale Müllabfuhr ist derzeit bevorzugt im Bereich der tournusmäßigen Leerung der Restmüll-, Biotonne oder Abfuhr der gelben Säcke im Einsatz. Vorkehrungen zum Schutz der Mitarbeiter vor Infektionen bedeuten auch, dass Personalkapazitäten eingeschränkt sind. Daher sind im Zusammenhang mit der Sperrmüllentsorgung aktuell auch Anmelde- und Wartezeiten bis zur Abholung von sechs bis acht Wochen die Folge. Grundsätzlich gilt, dass nur Sperrgut aus Privathaushalten und in haushaltsüblichen Mengen abgefahren wird. Unter Sperrgut sind Abfälle zu verstehen, die wegen ihrer Sperrigkeit nicht in die bei der normalen Müllabfuhr üblichen Behälter passen und die nicht bei der Hausmüllabfuhr beseitigt werden können. Entrümpelungen ganzer Wohnungen oder Häuser müssen in Eigenregie und zu Lasten des Abfallbesitzers durchgeführt werden. Daher auch der Appell der Stadt, Sperrmüll zurückzuhalten – auch wenn die Gelegenheit infolge der häuslichen Situation günstig erscheint.

Leider ist im Stadtgebiet an verschiedenen Stellen zunehmend auch persönliches Fehlverhalten im Umgang mit Müll und Wertstoffen festzustellen. Die aufgestellten Abfallbehälter im öffentlichen Raum und auch in der Innenstadt werden in wachsendem Maße zur Entsorgung von Haushaltsabfällen „missbraucht“. Ein weiterer Schwerpunkt sind Flächen außerhalb der „sozialen Kontrolle“ wie etwa der P+R-Platz an der Alten Würzburger Straße mit wiederholt festgestellten illegalen Müllablagerungen. Haushaltsabfälle unterliegen dabei dem Anschluss- und Benutzungszwang an die kommunale Abfallentsorgung. Zuwiderhandlungen wie in den vorgenannten Fällen regelt die Abfallwirtschaftssatzung der Stadt Bamberg. Damit können Ordnungswidrigkeiten mit einer Geldbuße bis 2.500 Euro geahndet werden. Höhere Bußgelder sind im Einzelfall möglich, etwa bei wirtschaftlichen Vorteilen. Daneben kann auch eine Ahndung nach anderen Bestimmungen oder Gesetzen in Betracht kommen. So etwa im Zusammenhang mit der Ablagerung von umweltgefährdenden Stoffen. Dann wird aus Leichtfertigkeit ein Straftatbestand.