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03.05.2019

Hangsicherung und Instandsetzung der Hangbrücke unterhalb der Altenburg

Stabilisierung des Straßenkörpers zur Sicherung der Zufahrt – Umfangreiche Arbeiten bis Ende August erforderlich

Ab kommenden Montag (06.05.2019) wird die Zufahrt zur Altenburg über die Altenburger Straße baustellenbedingt nicht mehr möglich sein. Der Grund sind umfangreiche Arbeiten zur Hangsicherung und Instandsetzung der Hangbrücke. Die Gesamtbauzeit beträgt voraussichtlich vier Monate, so dass das Bauende für Ende August 2019 geplant ist. Für Besucher und Gäste der Altenburg und des Burgrestaurants ist die Zufahrt nur bis zum unteren Parkplatz möglich. Vom Parkplatz führt ein gut ausgebauter Fußweg zur Altenburg.

Bereits seit Errichtung der Altenburg kommt es rund um die Burganlage aufgrund der geologischen Situation zu Hangrutschungen und Bewegungen. Dies ist sowohl an den historischen Bauwerken der Altenburg, wie auch an den Verwerfungen und Abrutschungen der Straßen zur Altenburg erkennbar. Wie der Entsorgungs- und Baubetrieb der Stadt Bamberg (EBB) mitteilt, erfordern die durchgeführten geologischen Erkundungen nach Sanierungsarbeiten 2001 und 2006 eine nachhaltige Stabilisierung des Straßenkörpers zwischen Hangbrücke und dem bereits sanierten Abschnitt.

Seit 2018 erfolgen regelmäßige Vermessungen des Stadtplanungsamtes unter fachlicher Einbindung der Landesgewerbeanstalt Nürnberg (LGA), um frühzeitig Hangbewegungen sowie Veränderungen am Straßenkörper festzustellen und so auch weiterhin die Verkehrssicherheit der Zufahrt zur Altenburg zu gewährleisten. Erstmals wurden dabei Anfang September 2018 sichtliche Veränderungen des Straßenkörpers registriert. Im Bereich des Rutschbereiches zeigten sich zahlreiche neue Risse sowie deutliche Absenkungen. Diese Schäden sind eine Folge einer tiefgründigen Austrocknung, die zu erheblichen Setzungen geführt hat. Der Wasserverlust in Folge des extrem trockenen Sommers 2018 hat im ehemals sehr feuchten bis nassen Rutschungskörper einen Volumenschwund bewirkt, in dessen Folge Setzungen und Risse entstanden sind.

Bei wieder zunehmenden Niederschlagsmengen besteht damit die Gefahr, dass Wasser sehr schnell in den Rutschungskörper eindringen kann und das Rutschungsrisiko erhöht. Um ein Eindringen von Wasser in den wasserempfindlichen Unterbau der Straße zu verhindern, wurde wiederholt eine Sanierung der Risse durch den EBB durchgeführt. Das Sanierungskonzept der LGA sieht nun vor, den rutschgefährdenden Hangbereich oberhalb der Hangbrücke durch den Einbau einer ca. 35 Meter langen Gabionenwand zu sichern. Gleichzeitig erfolgt ein „Lückenschluss“ zwischen der bereits vorhandenen Gabionenwand und der Brücke. Weiterhin sind an der Hangbrücke Maßnahmen an den Widerlagerflügeln, dem Brückengeländer, der Entwässerungsrinne und der Oberflächenabdichtung der Brückentafel notwendig.