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14.04.2020

Urnenbeisetzungen mit Familienangehörigen werden ermöglicht

Stadt passt Regelungen auf den Friedhöfen an

Die Stadt Bamberg ändert die derzeit eingeschränkten Regelungen für Beisetzungen auf den städtischen Friedhöfen. Im Zuge der Corona-Krise konnten Urnen seit Mitte März nur noch ohne Angehörige oder mit dem Beistand eines oder einer Geistlichen beigesetzt werden. „Dies ändern wir nun und gestatten, dass ab sofort auch Urnen unter Teilnahme von engsten Angehörigen beigesetzt werden können“, sagte dazu der für Friedhöfe zuständige Bürgermeister Dr. Christian Lange am Dienstag (14. April). Urnenbeisetzungen werden durch diese Neuregelung gleich wie Sargbeisetzungen behandelt – allerdings immer unter dem Vorbehalt, dass die Corona-Lage immer wieder neu hinterfragt und beurteilt werden muss.

Anlass für diese Neuregelung ist eine Initiative der katholischen wie evangelischen Stadtdekane, Christoph Uttenreuther und Hans-Martin Lechner, die angeregt hatten, nicht mehr zwischen Sarg- und Urnenbeisetzungen zu unterscheiden und sich diesbezüglich an die Stadt gewandt hatten. „Die derzeitige Lage auf den Friedhöfen lässt es zu, dass wir diesen Wunsch erfüllen – solange keine grundlegende Veränderung eintritt“, sagte Lange hierzu.

Für Angehörige von Verstorbenen, die in einer Urne beigesetzt werden wollten, gab es bisher drei Optionen: Die Urne konnte im Stillen oder unter dem Beistand eines oder einer Geistlichen beigesetzt oder die Beisetzungen bis zum Ende der Ausgangsbeschränkungen hinausgeschoben werden. „Nun eröffnen wir den Angehörigen eine vierte Wahlmöglichkeit“, führte hierzu der Leiter des Bamberger Friedhofsamts, Thomas Steger, aus. „Wir hoffen, dass Angehörige in dieser schwierigen Zeit damit die Möglichkeit erhalten, vom Verstorbenen in einem würdigen Rahmen Abschied zu nehmen.“