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10.08.2021

Erntezeit in den Michaelsberger Gärten

Saft, Secco, Brände und Liköre aus Obst vom Michaelsberg

In den Gärten am Michaelsberg wird auch heuer wieder das Obst für den „Bamberger Stiftsgarten“ geerntet und zu Apfel-Birnensaft, Apfelsecco und leckeren Likören und Bränden verarbeitet. Die Bürgerspitalstiftung Bamberg, die Eigentümerin der Klosteranlage St. Michael und der dazugehörigen Streuobstwiesen, ist gemeinnützig tätig. Die Stiftung benötigt jedes Jahr die gesamte Obsternte aus den historischen Streuobstgärten, um die beliebten Produkte herstellen zu können.

Die Obstbäume lässt die Bürgerspitalstiftung Bamberg seit Jahren durch Mitarbeiter der Lebenshilfe Bamberg e.V. sorgfältig pflegen, schneiden und nun auch wieder abernten. Damit das Obst für die Brände und Liköre den richtigen Reifegrad hat, müssen die Früchte z.B. Kornelkirschen und Mirabellen auch mal länger am Baum hängen bleiben.

Leider kommt es immer wieder vor, dass Unbefugte diese Bäume, auch in großem Umfang, abernten, die Früchte stehlen und sogar die Bäume massiv beschädigen. Aufgrund der wiederholten Diebstähle und des vermehrten Vandalismus innerhalb der Gartenanlagen, wurde wieder ein Sicherheitsdienst mit der Überwachung der Klosteranlage beauftragt. Obstdiebstahl und Sachbeschädigung sind keine Kavaliersdelikte. Dieses Jahr wird nochmals verstärkt in den Erntewochen überwacht und jeder Fall wird seitens der Bürgerspitalstiftung Bamberg zur Anzeige gebracht.

Die historischen Streuobstwiesen erstrecken sich, beginnend vom Benediktinerweg von der Aufseßstraße kommend über die barocken Terrassengärten und den Reuthersberg sowie rund um die ehemalige Propstei St. Getreu und den Ottobrunnen. Die Gärten der Klosteranlage sind geschützte Landschaftsbestandteile nach dem Bundesnaturschutzgesetz und bedürfen eines besonderen Schutzes. Das Verlassen der Wege ist deswegen dort nicht erlaubt.

Wir bitten daher die Besucherinnen und Besucher der Klosteranlage mitzuhelfen, die dortigen Pflanzen und Bäume zu schützen und auf den Wegen zu bleiben.