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22.09.2020

"Die Auswirkungen des eigenen Handelns bewusst machen"

Klima- und Umweltreferent Bürgermeister Jonas Glüsenkamp besucht im Rahmen der Fairen Woche Bamberger Weltladen

Unter dem Motto "Fair statt mehr" beschäftigt sich die Faire Woche (11. bis 25. September) in diesem Jahr mit der Frage, was es für ein gutes Leben braucht und welchen Beitrag jeder und jede Einzelne leisten kann, damit möglichst viele Menschen ein gutes Leben haben. Bei einem Besuch im Bamberger Weltladen wirbt Bürgermeister Jonas Glüsenkamp für fairen Handel und betont die Macht des Verbrauchers. „Durch unser Konsumverhalten können wir die Lebensbedingungen in den Ländern des globalen Südens maßgeblich beeinflussen“, so der Klima- und Umweltreferent.

Dort würden unter anderem viele Produkte des täglichen Bedarfs, wie Kaffee, Tee, Früchte, aber auch Bekleidung und Sportartikel hergestellt. Häufig geschehe dies unter unwürdigen Bedingungen. Lohndumping, gesundheitsschädliche Arbeitsbedingungen und Kinderarbeit seien keine Seltenheit. „Mit Waren des Fairen Handels können wir diese Strukturen durchbrechen und durch die Sicherung sozialer Rechte einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung leisten“, sagt Bürgermeister Jonas Glüsenkamp im Gespräch mit Angelika Muthmann und Klaus Achatzy. Vom Weltladen geplant ist die Kreation einer „Bamberg-Schokolade“ in Kooperation mit dem Agenda 2030-Büro der Stadt Bamberg, die schon zur Weihnachtszeit als Fair Trade Produkt im Handel sein wird und käuflich im Weltladen zu erwerben ist.

Der Bamberger Weltladen macht derzeit im Rahmen der Fairen Woche mit verschiedenen Aktionen auf den Fairen Handel aufmerksam. So können Kundinnen und Kunden beispielsweise auf Kärtchen schreiben, was sie tun, um anderen Menschen ein gutes Leben zu ermöglichen. Für Bürgermeister Jonas Glüsenkamp ist dabei wichtig, „sich die Auswirkungen des eigenen Handelns auf andere Menschen bewusst zu machen.“ Der Weltladen lädt noch bis zum 25.09.2020 zur Teilnahme an der Aktion ein.

 

Die Faire Woche ist mit mehr als 2.000 Veranstaltungen die größte Aktionswoche des Fairen Handels in Deutschland. Sie lebt von vielen Aktionen, die von lokalen Gruppen und Organisationen initiiert werden. Neben Weltläden sind dies vor allem Schulen, Kirchengemeinden, Fairtrade-Towns, gastronomische Betriebe und Einrichtungen der Verbraucherberatung. Aber auch Privatpersonen sind eingeladen, mit kleinen oder großen Veranstaltungen den Fairen Handel im Freundeskreis, in der Nachbarschaft oder im Büro bekannter zu machen.