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09.01.2020

Klimaschonende Mobilität und Energieverbrauch

Stadt und Landkreis arbeiten mit Bamberger Klimaschutzbündnis Bamberg zusammen und organisieren den Dialog für die Zukunft

Oberbürgermeister Andreas Starke, Landrat Johann Kalb sowie die beiden Klimaschutzbeauftragten für Stadt und Landkreis Bamberg Günter Reinke und Robert Martin, trafen sich mit Vertretern des neu gegründeten Bamberger Klimaschutzbündnisses. Rund 20 Verbände, Interessensgruppen und Vereine wie Transition, CHANGE oder BUND Naturschutz sowie Kirchen und Gewerkschaften haben sich im „Bamberger Klimaschutzbündnis“ vereint, um so das Pariser Klimaschutzabkommen lokal umzusetzen.

Die Sprecherin Dr. Marion Munz-Krines äußerte ihre Bedenken bezüglich der aktuellen Lage und bot eine enge Zusammenarbeit im Bereich kommunaler Klimaschutz an. Oberbürgermeister Starke und Landrat Kalb stimmten dem zu und regten an, dass man sich regelmäßig austauscht und kooperiert. Rund vier Mal im Jahr wird sich nun ein Steuerungskreis treffen, um die gemeinsame Vorgehensweise und konkrete Schritte zu vereinbaren und umzusetzen. „Wir erkennen die bereits unternommenen Aktivitäten für den Klimaschutz in Stadt und Landkreis an, aber um die selbstgesteckten Ziele zu erreichen genügen die bisherigen Maßnahmen nicht. Es braucht einen konkreten Fahrplan und einen Neustart für den Klimaschutz”, erläutert Sprecher Riccardo Schreck das Anliegen des Bamberger Klimaschutzbündnisses.

Daher wird ein erster Schritt sein, dass sich die Klimaschutzbeauftragten von Stadt und Landkreis im Januar mit Vertretern des Bündnisses auf Arbeitsebene treffen und eine aktuelle Bilanz zur Arbeit der Klimaallianz diskutieren sowie zum Stand der Klima- und Energieagentur eine Überprüfung vorzunehmen. Oberbürgermeister Starke bekannte sich zum Klimavorbehalt: „Wir wollen zukünftig in jedem Bereich prüfen wie sich einzelne Maßnahmen auf das Klima auswirken.“ Und Landrat Kalb ergänzte: „Wir tun schon viel, doch alles ist steigerungsfähig. Und in Sachen Klima ist es fünf vor 12.“

Kalb schlug vor, die seit 2008 existierende Klimaallianz von Stadt und Landkreis um einen Fachbeirat zu erweitern und hier Mitglieder des Bamberger Klimaschutzbündnisses hinzuzuziehen. Eine der größten Herausforderungen der Zukunft für Kommunen sei laut Kalb die Anpassung an den Klimawandel. „Unsere Forderungen gehen aber darüber hinaus“, betont Sprecher Luca Rosenheimer, „wir müssen unserer Verantwortung für die künftigen Generationen gerecht werden und müssen dafür die nötigen Mittel bereitstellen. Nur gemeinsam können wir im Bereich Klimaschutz mehr erreichen.“ Das sahen alle Beteiligten ähnlich und waren sich darin einig, dass klimaschonende Mobilität, eine Stärkung des ÖPNV, die klimagerechte Entwicklung von Wärme- und Energiebedarf sowie die energetische Sanierung städtischer Gebäude dabei Kernaufgaben seien.