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Kulturpreis

Das Kulturamt der Stadt Bamberg betreut und organisiert die Verleihung des Kulturpreises der Stadt Bamberg (Kulturpreis-Satzung vom 29.10.2018 und Änderung vom 29.03.2019), der im jährlichen Wechsel entweder als E.T.A. Hoffmann-Preis oder als Kultur-Förderpreis vergeben wird. Der Kulturpreis ist mit 6.000 € dotiert.

Außerdem wird im Rahmen des Projektes „KS:BAM – Kultur.Service für Schulen und Kitas“ die Verleihung des jährlich vergebenen C.C.Buchner-Preises und des Magellan-Preises für kulturpädagogische Kooperationsprojekte aus Stadt- und Landkreis betreut und organisiert (Link zu KS:BAM-Seite/ Magellan und Buchner-Preis) sowie die Verleihung des Volker-Hinniger-Preises (gemäß Stiftungsvertrag vom Juli 1990 und Vertragsänderung vom 11. Juni 2004). Dieser Preis wurde im Jahr 1990 von Gretel Hinniger zum Gedenken an ihren 1988 verunglückten Sohn, den Künstler Volker Hinniger, gestiftet und dient der Förderung junger Künstler im Bereich bildende Kunst.

Kultur-Förderpreis der Stadt Bamberg 2021

Verleihung des Kultur-Förderpreises 2021 an „KUFA – Kultur für alle“

Im vollbesetzten Hegelsaal der Konzert- und Kongresshalle fand am 28. Oktober 2021 die offizielle Verleihung des Kultur-Förderpreises der Stadt Bamberg statt. Der mit 6.000 Euro dotierte Kulturpreis, ging in diesem Jahr an die „KUFA – Kultur für alle“.

Oberbürgermeister Andreas Starke sprach der Lebenshilfe Bamberg und den Leitern der KUFA Michael Hemm und Harald Rink seinen besonderen Dank für das Engagement aus. Nur durch deren unermüdlichen Einsatz war und sei „ein solches Projekt von der Idee bis zur Verwirklichung möglich und vor allem auch die tägliche Kulturarbeit, bei der sich Menschen mit all ihren Besonderheiten frei und ungezwungen begegnen, austauschen und künstlerisch einbringen können“. In seiner beinahe hymnischen Laudatio beschrieb Jan Burdinski im Anschluss einfühlsam die inklusive Kulturarbeit der KUFA und schilderte hoch emotional wie bereichernd das gemeinsame künstlerische Wirken für alle Beteiligten ist. Burdinski sprach in diesem Zusammenhang von „Eudaimonie“, ein Begriff aus der antiken Philosphie der ein Gefühl von allumfassender Glückseligkeit beschreibt. Vor allem das "Atelier Lebenskunst" zeige die Unbekümmertheit der Kunstschaffenden, die im Vergleich zu Nichtbehinderten oft viel besser das Glück des Moments auskosten und so auch zur Bereicherung für die Kunstpädagogen werden, so Burdinski.

Das noch junge inklusive Kunst- und Kulturzentrum in der Ohmstraße in Bamberg wurde 2019 von der Lebenshilfe gegründet. Das ehemalige Betriebsgebäude wurde zu einem Haus der künstlerischen Vielfalt umgebaut und bietet nun als „Kulturfabrik“ nicht nur Raum für Aufführungen, sondern dient den Künstlergruppen der Inklusiven Kulturwerkstatt auch als professionelle Probenstätte und Atelier. So haben in der KUFA kreative Menschen mit und ohne Behinderung die Möglichkeit künstlerisch tätig zu sein und ihr kreatives Potenzial in den Bereichen Bildende Kunst, Theater, Tanz und Musik gemeinsam zu entfalten. Der Stadtrat hatte der Entscheidung der Jury, bestehend aus den Sachverständigen Nina Lorenz, Sabine Eitel, Martin Köhl, Prof. Dr. Hubert Sowa, Dr. Rolf-Bernhard Essig, Andreas Klenk und unter dem Vorsitz von Kulturreferentin Ulrike Siebenhaar, einstimmig zugestimmt, dieses bundesweit einmalige Projekt 2021 mit dem Kultur-Förderpreis auszuzeichnen.

Nach der offiziellen Preisverleihung und dem Eintrag ins Goldene Buch der Stadt Bamberg beleuchtete ein kurzer Trailer die vielfältigen Aktivitäten der Inklusiven Kulturwerkstatt, bevor der Vorstandsvorsitzende der Lebenshilfe, Klaus Gallenz, und Harald Rink, künstlerischer Leiter der KUFA, sich im Namen der Preisträgerin bedankten. Frank Licht, Künstler mit Behinderung, erzählte von seinen besonderen Erfahrungen und Erlebnissen bei seiner künstlerischen Arbeit und seinen Begegnungen in der KUFA und trug ein selbstverfasstes Gedicht vor.

Wie erfolgreich die Kulturarbeit in der KUFA ist, zeigte auch die „KUFA-Band“ Sleeping Ann, die die Feier musikalisch umrahmte. Die begeisterten Gäste erklatschten sich eine Zugabe, das selbst komponierte „Busfahrer-Lied“.

E.T.A.-Hoffmann-Preis Preisträger

  • 2020: Viera Janárčeková, Musikerin und Komponistin
  • 2018: Dr. Tanja Kinkel, Schriftstellerin
  • 2016: Heidrun Schimmel, Textilkünstlerin / Bernd Wagenhäuser, Bildender Künstler
  • 2014: Prof. Dr. Bernhard Schemmel, 1. Vorsitzender E.T.A.-Hoffmann-Gesellschaft
  • 2012: Musikverein Bamberg
  • 2010: Prof. Dr. Bernd Goldmann, ehem. Direktor des Internationalen Künstlerhauses Villa Concordia und Initiator der Bamberger Großplastiken-Ausstellungen
  • 2008: Horst Lohse, Komponist
  • 2006: Albrecht Mayer, Oboist
  • 2004: Dr. Gerhard C. Krischker, Schriftsteller
  • 2002: Dr. Gerhard Weinzierl, Musikwissenschaftler und -pädagoge
  • 2000: Paul Maar, Kinder- und Jugendbuchautor
  • 1998: Werner Kohn, Fotograph
  • 1996: Tankred Dorst und Ursula Ehler-Dorst, Schriftsteller
  • 1994: Professor Edgar Krapp, Organist
  • 1992: Dr. Hans Neubauer, Vorsitzender des Kunstvereins, Kritiker, Schriftsteller
  • 1989: Dr. Hans Wollschläger, Schriftsteller und Übersetzer

Kultur-Förderpreis Preisträger

  • 2021: Kulturfabrik "KUFA - Kultur für alle" der Lebenshilfe Bamberg
  • 2019: Theater im Gärtnerviertel e.V. (TiG)
  • 2017: Bamberger Kurzfilmtage
  • 2015: kontakt – Das Kulturfestival
  • 2013: Sommer Oper Bamberg
  • 2011: Dr. Martin Beyer, Schriftsteller und Dozent
  • 2009: Jazzclub Bamberg
  • 2007: Gerrit Zachrich, Kinobetreiber und Filmkultur-Vermittler
  • 2005: Ingrid Kasper, Dekanatskantorin
  • 2003: Rudi Sopper, Buchhändler
  • 2001: Galerie für Zeitkunst, Annelie Grimm-Beickert
  • 1999: Neues Palais e.V., Förderverein für Kleinkunst
  • 1997: Galerie „Kunst im Gang“, Frau Dietlinde Schunk-Assenmacher &
    Chapeau Claque e.V., Verein für kreative Medien und Kulturpädagogik
  • 1995: Martin Neubauer, Schauspieler und Regisseur &
    Wolfgang Müller, bildender Künstler
  • 1993: Leonhard Amselgruber, Organist, Sieger im Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“
  • 1991: Jugendorchester Bamberg