Seiteninhalt

Beirat

Der Migranten- und Integrationsbeirat vertritt in Bamberg die Interessen von rund 13.460 Bürgerinnen und Bürgern mit Migrationshintergrund *1), dies entspricht 19,1 % der Gesamtbevölkerung. Der Beirat wurde im Jahre 1994 ins Leben gerufen und hat sich im November 2012 für die Dauer von sechs Jahren neu konstituiert. Rund 5.500 der in Bamberg lebenden Einwohner sind Ausländer; diese stammen aus insgesamt 120 Ländern und gehören mehreren Religionen an. Besonders hoch ist der Migrantenanteil in den jungen Altersklassen. Das Thema Integration wird deshalb in den nächsten Jahren noch stärker als bisher im Zusammenhang mit der Kinderbetreuung, der Schulentwicklung, dem Vereinswesen, dem Arbeitsmarkt sowie Freizeit- und Kultureinrichtungen an Bedeutung zunehmen. In Abhängigkeit von der Altersverteilung werden demgegenüber auch der Bereich der kultursensiblen Altenpflege sowie die Pflegebedarfsplanung immer mehr in den Fokus rücken.

*1) Zahlenmaterial: „Zensus 2011. Bevölkerung Kreisfreie Stadt Bamberg“  (Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung, München 2013)

Als ein kommunales Gremium erfüllt der Migranten- und Integrationsbeirat eine beratende Funktion zwischen den Migranten und der Stadtverwaltung. Bei Themen wie z.B. Aufenthaltsrecht, Arbeitserlaubnis, Abschiebung etc., die durch Gesetzgebung von Land oder Bund geregelt werden, hat der Beirat keine Einflussmöglichkeiten, außer durch seinen Beitrag zur politischen Meinungsbildung.

1. Vorsitzende

Addala, Mohamed Hédi

Beiratsmitglieder

Addala, Mohamed Hédi

Geschäftsführender Ausschuss

Der Migranten- und Integrationsbeirat wird nach außen von dem aus dem Kreis der Mitglieder gewählten Vorsitzenden vertreten. Er beruft die Sitzungen des Beirats ein und leitet diese. Der geschäftsführende Ausschuss besteht aus der vorsitzenden Person, seinen Stellvertretern sowie drei weiteren Mitgliedern. Er nimmt die laufenden Geschäfte für den Beirat wahr und bereitet die Sitzungen vor.

Arbeitsausschuss

AA 1 „Soziales“

Sprecherin:

  • Asylrecht, Aufenthaltsprobleme
  • Arbeitserlaubnis, Arbeitsrecht, sprachliche Betreuung beim Behördenbesuch
  • Rente, Sozialhilfe, Sozialwohnung
  • Kindergeld, Kindergarten
  • Rassismus am Arbeitsplatz
  • Wohn-, Familien- und Arbeitsprobleme
  • Wohngeld
  • Situation der Flüchtlinge

AA 2 „Öffentlichkeitsarbeit“

Sprecher:

  • Pressearbeit
  • Informationsarbeit / Infoveranstaltungen
  • Seminare zum Thema Ausländerrecht
  • Einbürgerung
  • doppelte Staatsbürgerschaft
  • Aufenthaltsrecht
  • Antirassismus und Antidiskriminierungsgesetz
  • aktuelle kommunalpolitische Themen
  • Kontakt mit anderen Ausländerbeiräten, Medien, Vereinen, Organisationen etc.

AA 3 „Frauen“

Sprecherin:

Spezifische Probleme ausländischer Frauen, z.B.

  • Diskriminierung als Frau
  • Arbeitnehmerin und Ausländerin
  • Aufenthaltsstatus, Isolierung
  • Bildung, Berufsausbildung von Mädchen und jungen Frauen
  • binationale Ehen und Partnerschaften
  • Gewalt gegen Frauen

AA 4 „Interkulturelle Erziehung und Bildung“

Sprecherinnen:

Schwerpunkt „Kinder und Jugendliche“:

  • Mehrsprachigkeit / zweisprachige Erziehung
  • Stärkung der Eltern: Informationsarbeit, Unterstützung der Selbstorganisation der Eltern / Kontakt zu Elternbeiräten
  • Vorschulische Förderung / Krippen- und Kindergartenplätze
  • Situation der Kinder mit Migrationshintergrund im Schulsystem, Förderangebote in der Schule
  • Beschäftigung mit alternativen Schulmodellen und Projekten
  • Unterstützung von pädagogischen Kräften und Einrichtungen in interkulturellen Angelegenheiten
  • Kommunikation zwischen den Schulen, Eltern, Kindertagesstätten und Schulbehörden
  • Jugendarbeit / Jugendhilfe
  • Ausbildungssituation von Kindern mit Migrationshintergrund

Schwerpunkt „Interkulturelle Erwachsenenbildung“:

  • Sprachkurse / -unterricht
  • Berufliche Weiterbildung
  • Interkulturelle Öffnung der allgemeinen Angebote im Erwachsenenbildungsbereich (VHS etc.)

AA 5 „Sport, Kultur, Religion“

Sprecher:

Addala, Mohamed Hédi
  • Kulturarbeit
  • Kulturangebot für und von Migranten
  • Interreligiöser Dialog / Förderung des religiösen Austausches
  • Interkulturelle Wochen in Bamberg
  • Internationales Fußballturnier mit Familienfest

Zielsetzungen

Der Migranten- und Integrationsbeirat setzt sich in der Kommune ein für:

  • ein gutes gesellschaftliches Klima mit gegenseitigem Respekt und der Akzeptanz verschiedener Kulturen
  • ein gleichberechtigtes Zusammenleben von Nicht-Deutschen und Deutschen
  • Verbesserung der Lebensverhältnisse der Migrantenbevölkerung
  • Maßnahmen gegen Diskriminierung und Rassismus
  • Sensibilisierung der Stadt für die Belange von MigrantInnen
  • bessere Kommunikation zwischen der Verwaltung und den MitbürgerInnen mit Migrationshintergrund
  • eine gelungene, flächenübergreifende Integrationsarbeit in der Stadt Bamberg.

Das Thema Integration wird in den nächsten Jahren noch stärker als bisher im Zusammenhang mit Kinderbetreuung, Schulentwicklung, Vereinswesen, Arbeitsmarkt sowie Freizeit- und Kultureinrichtungen an Bedeutung zunehmen. In Abhängigkeit von der Altersverteilung werden demgegenüber auch der Bereich der kultursensiblen Altenpflege sowie die Pflegebedarfsplanung immer mehr in den Fokus rücken.

Interessieren Sie sich für eine ehrenamtliche Mitarbeit? Dann lernen Sie unsere Arbeitsausschüsse kennen, die sich fünf verschiedenen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens in unserer Stadt widmen. Wir sind stets auf der Suche nach engagierten Bürgerinnen und Bürgern, die ehrenamtlich im interkulturellen Bereich arbeiten möchten.

Gerne informieren wir Sie persönlich über unsere Arbeit. Wenn Sie weitere Fragen haben, stehen Ihnen die Beiratsmitglieder zu den Sprechstundenterminen und unsere Mitarbeiter zu den Bürozeiten zur Verfügung.