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07.05.2021

50 Projekte aus 50 Jahren Städtebauförderung

Bamberg erinnert zum „Tag der Städtebauförderung“ an wichtige Projekte, die mit Hilfe von Städtebauförderungsmitteln realisiert werden konnten

Was haben das Alte E-Werk, das ETA Hoffmann Theater, die ehemalige Klosteranlage St. Michael, die BasKIDhall und der Uferweg zum ERBA-Park gemeinsam? Ohne staatliche Städtebauförderung wären die dort umgesetzten Sanierungs- oder Neubaumaßnahmen nicht umsetzbar gewesen. Bamberg verdankt der Städtebauförderung also sehr viel – und würdigt das am 8. Mai, dem diesjährigen „Tag der Städtebauförderung“, mit einem digitalen Projekt.

2021 wird ein ganz besonderes Jubiläum gefeiert. Die Städtebauförderung wird 50 Jahre alt. Um Städte und Quartiere lebenswert und zukunftsfähig zu gestalten, arbeiten Bund, Länder und Kommunen seit 1971 in der Städtebauförderung erfolgreich zusammen. Die Stadt Bamberg war von Anfang an dabei und konnte seither zahlreiche Projekte erfolgreich umsetzen. Insgesamt flossen rund 120 Millionen Euro in Bamberger Städtebauförderprojekte.

Üblicherweise werden am „Tag der Städtebauförderung“ am zweiten Samstag im Mai bundesweit durch die jeweiligen Kommunen aktuelle Projekte vorgestellt, die mit Hilfe von Städtebauförderungsmitteln - also mit finanzieller Unterstützung von Bund, Land und Kommune - realisiert werden. Pandemiebedingt können wie bereits im vergangenen Jahr keine Führungen vor Ort angeboten werden. Es sind also kreative digitale Formate gefragt, bei denen die Stadt tatkräftig von ihren Projektpartnern unterstützt wird.

Das Stadtplanungsamt nimmt den diesjährigen Tag der Städtebauförderung unter dem Motto „50 Jahre Städtebauförderung“ zum Anlass, auf ihrer Homepage eine interaktive Karte zu veröffentlichen, auf der sich die Bürgerinnen und Bürger über abgeschlossene sowie laufende Städtebaufördermaßnamen informieren können. Passend zum 50-jährigen Jubiläum werden 50 Städtebaufördermaßnamen präsentiert.

In der interaktiven Karte werden die einzelnen Maßnahmen in einem kurzen Steckbrief vorgestellt. Auch werden verschiedene Links zu weiterführenden Informationen angeboten. Die Karte ist ab dem 8. Mai auf der Seite des Stadtplanungsamtes unter www.stadt.bamberg.de/städtebaufördermaßnahmen abrufbar.

All diese Informationen werden auch in Zukunft auf der Seite verbleiben und jeweils mit neuen Projekten und Informationen dazu aktualisiert werden.

Info

Die „Städtebauförderung“

…ist als Begriff aus den Medien vielen bekannt. Doch wie profitieren wir als Bürger und Bürgerinnen von diesem Instrument durch Bund, Länder und Kommunen?

Der Bund unterstützt die Herstellung nachhaltiger städtebaulicher Strukturen mit Programmen zur Städtebauförderung. Dazu gewährt der Bund den Ländern Finanzhilfen gemäß Artikel 104 b Grundgesetz, die durch Mittel der Länder und Kommunen ergänzt werden.

Ziele der Städtebauförderung sind:

  • Stärkung von Innenstädten und Ortszentren in ihrer städtebaulichen Funktion, auch unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes
  • Herstellung nachhaltiger städtebaulicher Strukturen in von erheblichen städtebaulichen Funktionsverlusten betroffenen Gebieten, wie z.B. Wohnungsleerstand oder Brachflächen in Innenstädten, insbesondere von Industrie-, Konversions- und Bahnflächen
  • Städtebauliche Maßnahmen zur Behebung sozialer Missstände

Bund und Länder tragen hierbei ca. 60 Prozent der förderfähigen Kosten der Maßnahmen. Trotz dieser großzügigen Unterstützung muss die Kommune aber noch mindestens 40 Prozent aus eigenen Mitteln aufbringen. In Zeiten knapper Kassen können so Dank der Kofinanzierung durch die Bundesrepublik Deutschland und den Freistaat Bayern wichtige städtische Projekte realisiert werden.

Insgesamt flossen bislang über 120 Millionen Euro in Bamberger Städtebauförderungsprojekte, davon über 70 Millionen Euro von Bund und Land. Durch die Unterstützung von Stiftungen und Spendern konnte der verbleibende städtische Anteil zusätzlich reduziert werden. Heute hat Bamberg zehn förmlich festgelegte Sanierungsgebiete, in denen sich der Bund, der Freistaat Bayern und die Stadt Bamberg mit privaten und öffentlichen Organisationen, aber auch vielen ehrenamtlich tätigen Bürgerinnen und Bürgern partnerschaftlich engagieren.

www.staedtebaufoerderung.info