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11.03.2019

Bauherrenpreis 2018 mit Schulwettbewerb: Preisvergabe und Ausstellungsstart am 12. März

Auszeichnung für saniertes Wohnhaus am Kaulberg und Schülerinnen des Eichendorff-Gymnasium – ARGE Historische Städte präsentiert die Beiträge

Das Sanierungsobjekt Unterer Kaulberg 20 erhält den „Bauherrenpreis 2018“ der Arbeitsgemeinschaft Historische Städte samt 1.500 Euro Preisgeld. Die Entscheidung dazu fiel bereits zur vergangenen Herbsttagung der Mitgliedsstädte Lübeck, Stralsund, Meißen, Görlitz, Regensburg und Bamberg. Am kommenden Dienstag (12.03.2019) erfolgt nun um 17:30 Uhr die offizielle Übergabe der Bronzemedaille an den Bauherren Urs Bergmann. Weiterhin werden verschiedene Anerkennungsurkunden überreicht. Ort der öffentlichen Veranstaltung ist um 17:30 Uhr das Eichendorff-Gymnasium, Kloster-Langheim Straße 10. Damit startet gleichzeitig auch eine Ausstellung zu ausgewählten Wettbewerbsbeiträgen, die bis zum 29. März während der Schulöffnungszeiten zwischen 8 und 17 Uhr besichtigt werden kann.

Der Ort der Prämierung und Ausstellung ist bewusst gewählt: Erstmals wurde nämlich anlässlich des Europäischen Kulturerbejahres 2018 parallel zum Bauherrenpreis ein eigener Schulwettbewerb durchgeführt. Erklärtes Ziel dabei: das Interesse junger Menschen an historischen Städten zu wecken. In Bamberg beteiligten sich Schülerinnen des Eichendorff-Gymnasiums. Während sich die Jahrgangsstufe 7 mit einem Nutzungskonzept für die ehemalige Marienkapelle in der Judenstraße 1 beschäftigte, plante der 11. Jahrgang einen Neubau für die Baulücke Kettenbrückstraße 6. Gewonnen hat der „Seniorentreff EICHE“ im früheren Kirchenbau. Die Jury hat das barrierefreie Nutzungskonzept sehr überzeugt: Generationenaustausch mit vielen Aktivitäten, z.B. Hausaufgabenhilfe für Schüler und Internetunterstützung für Senioren. Der 1. Preis ist dotiert mit 500 Euro. 300 und 200 Euro gehen an den 2. bzw. 3. Preisträger mit den Arbeiten „Fair Cafe“ und „Chill Bro Jugendtreff“. Die übrigen fünf Projektgruppen erhalten eine Anerkennungsprämie von je 100 Euro.

Urs Bergmann erhält den Bauherrenpreis 2018 – eine dekorative, im Durchmesser etwa 15 Zentimeter große Bronzeplakette, die für die Öffentlichkeit sichtbar am prämierten Objekt angebracht werden soll – eine sehr schmale Barockfassade, hinter der sich eine ungeahnte Gebäudefülle auftut. Der jetzige Eigentümer hat das Haus als „Sanierungsleiche“ mit vielen störenden und unfachmännischen Einbauten übernommen und vollkommen mit eigenen Mitteln als Wohnhaus saniert. Bemerkenswert ist neben dem Rückbau und der gelungenen Behandlung der Altsubstanz die gestalterische Umsetzung der notwendigen neuen Bauteile. Diese fügen sich mit schlichter Formensprache harmonisch ein. Das Ergebnis ist ein großzügiges Wohnhaus mit wunderbarem Blick auf den Dom. Der alte Laubengang und der Fachwerkraum der früheren handwerklichen Nutzung sind besonders schöne, neu erlebbare Details.

Die Auszeichnung der Preisträger erfolgt durch 2. Bürgermeister Dr. Christian Lange, der auch die Ausstellung zum Wettbewerb eröffnet. Auf etwa 20 Schautafeln werden dazu mittels Plänen, Fotos, Illustrationen sowie Erläuterungen zum Vorhaben die eingereichten Bamberger Sanierungsobjekte sowie die Siegerbeiträge der fünf Mitgliedsstädte vorgestellt.