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25.07.2019

Das Ziel: besser Radfahren in der Friedrichstraße

Asphalt- und Markierungsarbeiten für Radfahrstreifen in Richtung Schönleinsplatz beginnen

Nach Beschluss des Umweltsenates im Mai starten am 29. Juli 2019 die Vorarbeiten zum „Verkehrsversuch Friedrichstraße“ zwischen Wilhelmsplatz und Schönleinsplatz. Derzeit müssen die Radler hier im motorisierten Verkehr mitfahren, zukünftig steht ihnen ein zwei Meter breiter Radfahrstreifen zur Verfügung. Die Dauer der erforderlichen Vorbereitungen beträgt etwa zweieinhalb Wochen. Die Maßnahme wird damit rechtzeitig vor Beginn der Sandkerwa abgeschlossen sein.

Wie der Entsorgungs- und Baubetrieb der Stadt (EBB) mitteilt, sind im Verlauf der „Teststrecke“ abschnittsweise Abfräs- und Asphaltierarbeiten vorgesehen. Anschließend wird die vorhandene Markierung für den Radverkehr ab Wilhelmsplatz stadteinwärts fortgeführt. Während der gesamten Bauzeit ist die Friedrichstraße als Einbahnstraße Richtung Innenstadt befahrbar. Stadtauswärts führt die Umleitung über Franz-Ludwig-Straße – Heinrichsdamm – Kreuzung Wilhelmstraße/Marienbrücke.

Auch die Busse der Linie 909 nehmen stadtauswärts eine Umleitung. Die Haltestelle „Synagogenplatz“ wird in die Amalienstraße verlegt. Stadteinwärts treten keine Einschränkungen auf.

Durch die Markierung eines Radfahrstreifens stadteinwärts kann die Situation für Radfahrer verbessert werden. Ein solcher „Radweg“ mit durchgezogener Linie hat aber Konsequenzen: Die Begrenzung des Radfahrstreifens darf nicht überfahren werden. Die vorhandenen eigenen Abbiegespuren für Autos entfallen zwar, Linksabbiegen ist aber unverändert möglich. Der Verkehr wird dann auf einer ca. 3,50 Meter breiten Fahrspur gemeinsam mit dem Geradeausverkehr geführt. Außerdem wird im Zuge des Verkehrsversuchs das veraltete Steuergerät an der Fußgängerampel Friedrichstraße/Herzog-Max-Straße erneuert und das Signalprogramm geändert. Dadurch wird die Fußgänger- und Radfahrersicherheit zusätzlich erhöht.

Die konkreten Auswirkungen der Planung werden im Rahmen des Verkehrsversuchs evaluiert und die Ergebnisse fließen in die anstehende Gesamtplanung ein. Mit der Zwischenlösung sammelt die Stadt Zahlen und Erfahrungen, wie der Verkehr auf die neuen Platzverhältnisse reagiert. Also wie Busse und Einsatzkräfte passieren können trotz weniger Platz und einer zusammengelegten Spur für Linksabbieger und Autoverkehr der geradeaus durch die Lange Straße will. „Das Bewusstsein für die Radfahrer wird durch die neue Spur geschärft und sie können einen echten Fahrzeitgewinn erleben“, ist sich Baureferent Thomas Beese sicher.