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22.10.2018

Rückbauarbeiten beginnen

Auf der ehemaligen Lagarde-Kaserne starten ab Ende Oktober die Rückbau- und Abbrucharbeiten

Die Stadt Bamberg ist seit April 2017 Eigentümerin eines Großteils der ehem. US-Lagarde-Kaserne zwischen Weißenburgstraße, Zollnerstraße, Pödeldorfer Straße und Berliner Ring. Um auf dem Gelände Platz für Wohnen und Dienstleistungen zu schaffen, müssen die befestigten ehemals militärischen Flächen und ein Teil der Gebäude abgebrochen werden. Die Arbeiten sollen, gerade auch durch den Einsatz geräuscharmer Baumaschinen und Bauverfahren, so schonend wie möglich erfolgen. Für vereinzelte Beeinträchtigungen der unmittelbaren Anwohnerschaft, bittet die Stadt Bamberg bereits heute um Verständnis.

Fast 12 Hektar auf der ehemaligen Lagarde-Kaserne sind mit Asphalt, Beton oder Pflaster befestigt. In einem ersten Schritt, der sog. Rückbauphase I, soll nun ab Ende Oktober 2018 der Rückbau im ca. 3,5 Hektar großen Südwestteil des Areals beginnen. Dort soll schnellstmöglich mit dem Wohnungsbau begonnen werden. Dazu müssen zunächst stehende, ehemalige Garagengebäuden abgebrochen und die betonierten Fahrzeugabstellflächen, ebenso wie die im Untergrund noch vorhandenen, alten Medien wie Fernwärme-, Wasser-, Entwässerungs- und Stromleitungen, ausgebaut werden. Zu Beginn erfolgt die Abtrennung der Fernwärmeleitung im Bereich der ehem. US-Zufahrt (Gate 1) in der Weißenburgstraße. Hier kommt es aufgrund der einseitigen Fahrbahnsperrung und der Sperrung des östlichen Fußgängerweges für wenige Tage zu Behinderungen.

Bei den Rückbauarbeiten werden auch kriegs- und nutzungsbedingte Boden- und Gebäudealtlasten/Schadstoffe sowie eventuell vorhandene Munitionsreste/Kampfmittel mit entfernt, um eine gefahrlose Nutzung der geplanten Wohn- und Arbeitsviertel mitsamt den Freiflächen zu gewährleisten. Die erforderlichen Maßnahmen werden vom Umweltamt der Stadt Bamberg sowie von den zuständigen Aufsichts- und Genehmigungsbehörden fachlich begleitet. Denkmalgeschützte Bereiche sind von dem Rückbau nicht betroffen.

Mögliche Beeinträchtigungen durch die Baumaßnahme

Die Stadt Bamberg hat ein Ingenieurbüro mit den logistischen Planungen des gesamten Prozesses beauftragt. Ziel ist es, den Bauablauf möglichst effizient und zeitlich straff zu steuern. Die Planung stellt sicher, dass auszubauende Materialien nicht abtransportiert, sondern vor Ort zwischengelagert und später bei den zivilen Neubau- und Erschließungsmaßnahmen zumindest zum Teil, wiederverwendet werden können. Dies spart „bares Geld“, da damit unnötige Transporte von Bau- und Abbruchmaterial von und zum Konversionsgelände vermieden werden. Trotz der Konzentration der Maßnahmen im „Inneren“ der Lagarde und aller Bemühungen um einen möglichst schonenden Bauablauf, können zeitweise Lärmeinwirkungen auf die direkt angrenzenden Bereiche nicht hundertprozentig ausgeschlossen werden. Betroffen hiervon sind insbesondere die Weißenburgstraße, die Pödeldorfer Straße zwischen Weißenburg- und Wörthstraße, die Wörthstraße und der Holzfeldweg. Um die Auswirkungen des Rückbaus im Vorfeld zu erfassen und Möglichkeiten zur Reduzierung des zu erwartenden Baulärms aufzuzeigen, wurde eine schalltechnische Untersuchung erstellt. Die Betriebszeit lautstarker Baumaschinen wird bei den Rückbauarbeiten auf 8 Stunden pro Werktag in den Zeiten von 8:00-12:00 Uhr und 13:00-17:00 Uhr begrenzt. Eine Abweichung hierfür ist nur in begründeten Ausnahmefällen oder zur Gefahrenabwehr zulässig. Auch werden geräuscharme Baumaschinen und Bauverfahren zum Einsatz kommen, die Baustelleneinrichtung erfolgt mit speziellen Bauzäunen, die den Baulärm eindämmen.

Die Anwohner der Weißenburgstraße, Pödeldorfer und Wörthstraße und die Anlieger im weiteren Umfeld werden noch zusätzlich gesondert informiert. Dabei werden auch die Kontaktdaten eines Ansprechpartners mitgeteilt, an den sich Betroffene wenden können.

Die Rückbauphase I soll im April 2019 abgeschlossen sein, sofern witterungs- oder altlastenbedingt keine unerwarteten Verzögerungen auftreten. Auf dem beräumten Areal kann dann mit der Wohnbebauung begonnen werden. In der Rückbauphase II (voraussichtlich ab April 2019) beginnt der Rückbau im Westen und Norden der Lagarde. Der gesamte Rückbau- und Recyclingvorgang soll nach dem derzeitigen Planungsstand im 2. Quartal 2020 abgeschlossen werden.