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Antisemitismusbeauftragter der Stadt Bamberg

Zur Person

Patrick H.-J. Nitzsche, wurde 1992 in Eichstätt geboren, wo er 2011 im April sein Abitur absolvierte und sogleich im Mai 2011 sein Studium der Geschichte an der Universität Bamberg aufnahm.

Die akademischen Jahre vom Herbst 2012 bis Frühjahr 2014 verbrachte er in Frankreich und Belgien an den Universitäten in Straßburg und Belgien.

Nach seinem deutsch-französischen Doppelbachelor Geschichte/Histoire und einer Arbeit zur Religionsgeschichte im Elsass nahm er, zurück in Bamberg, sein Masterstudium der Geschichte auf, wo er seine Arbeitsschwerpunkte Interreligiosität & Dialog in Geschichte und Gegenwart zwischen Judentum, Christentum & Islam, Philosophisches Denken, Mentalitäts- & Rechtsgeschichte, Bayerische & Fränkische Landesgeschichte, Erinnerungskultur & Gedenkpolitik in Deutschland seit 1945 sowie die Geschichte vom historischen Antijudaismus bis zum „neuen“ Antisemitismus weiter vertiefen konnte.

Diesen Themen geht er seit Frühjahr 2018 auch als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte an der hiesigen Universität unter Prof. Dr. Klaus van Eickels in seinen Forschungen sowie seiner Lehre für die Studenten weiter nach.

Am 26. Januar 2022 wurde er nach einstimmigem Votum der Auswahlkommission um OB Andreas Starke, Rabbinerin Dr. Antje Yael Deusel, IKG Bamberg-Vorsitzenden Martin Arieh Rudolph und die Vorsitzende des MIB Mitra Sharifi vom Bamberger Stadtrat als erster kommunaler Beauftragter gegen Antisemitismus und für jüdisches Leben bestellt.

Damit ist Bamberg zugleich die erste Stadt in Deutschland, die ein solches Amt auf kommunaler Ebene installierte. Das Ehrenamt ist aktuell befristet auf zwei Jahre bis Ende Januar 2023.

Arbeitsschwerpunkte

  • Unabhängige, überparteiliche Ansprechperson für antisemitische Vorfälle
  • Kontakt zu Polizei, Staatsanwaltschaft & Staatsschutz
  • Zusammenarbeit mit RIAS Bayern, EJKA, ELB etc.
  • Schnittstelle zwischen den beiden jüdischen Gemeinden, Glaubensgemeinschaften der verschiedenen Konfessionen, der Stadtverwaltung sowie der Bamberger Öffentlichkeit
  • Engagement im Zelt der Religionen e.V. & interreligiöser Dialog
  • Planung und Durchführung interkonfessioneller Veranstaltungen für unterschiedliche Altersgruppen
  • Regelmäßige Projekte an weiterführenden Schulen zur Antisemitismusprävention
  • Workshops über die verschiedenen Formen des gegenwärtigen Antisemitismus
  • Schulung zur Umsetzung von Führungen durch Schüler für Schüler (Peergroups & Multiplikatorbildung)
  • Förderung von schulischen W- & P-Seminaren, Seminararbeiten
  • thematische Exkursionen, Ausflüge & Wandertage (z.B. Jüdischer Friedhof, Synagoge)
  • Aufklärungsarbeit über jüdische Feste, Feiertage, Traditionen & Bräuche in lokalen und sozialen Medien
  • Smart-City-App-Projekt „Geschichte fürs Smartphone – Jüdisches Leben in Bamberg“ (Kooperation Uni Bamberg & Demokratie Leben) Launch Dezember 2022
  • Beteiligung an überregionalen Veranstaltungen & Fortbildungen sowie überregionale Vernetzung
  • Gedenkveranstaltungen & Erinnerungsarbeit v.a. unter Berücksichtigung heutigen jüdischen Lebens

In Planung

  • Israelisch-deutsches Kunst-Jugend-Projekt: Chanukka-Leuchter für Bamberger Maxplatz 2023
  • Fortbildungen für Studierende im World Holocaust Remembrance Center Yad Vashem (Israel)
  • Heute in Bamberg lebenden Jüdinnen und Juden ein Gesicht geben