Projektbegiet "Gärtnerstadt/Klosterpark"
Das Projektgebiet „Gärtnerstadt/Klosterpark“ stellt eine Besonderheit im städtischen Kontext dar, da sich die dafür charakteristischen Bamberger Gärten in den Blockinnenflächen der Wohnquartiere befinden und als großflächige Grünflächen in der sog. Gärtnerstadt im nordöstlichen Stadtgebiet zu finden sind.
Die teils aufgelassenen, teils heute noch bewirtschafteten Gärtnereiflächen gehören seit 1993 zum UNESCO-Welterbe und erfüllen aufgrund ihrer Größe und Nutzungsstruktur klimatische Ausgleichsfunktionen und sind daher relevant für das Stadtklima. Diese Flächen gilt es zu erhalten, zu vernetzen und nach Möglichkeit für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Entlang der Bahnlinie sind teils gewerblich genutzte Siedlungsflächen mit hohem Versiegelungsgrad von über 80 % mit geringer Grünausstattung vorhanden. Hier gilt es perspektivisch eine Reduzierung des Versiegelungsgrades zu erreichen.
Eine Begrünung und damit Beschattung der Straßenräume dient der Kühlung der Magistralen (Memmelsdorfer Straße, Zollnerstraße, Ludwigstraße und Siechenstraße) und beugt der Überhitzung vor. Durch die Pflanzung von Bäumen sollen durchgängige Schattenbereiche entlang der Hauptstraßen und auf den vorhandenen Plätzen entstehen. Diese Maßnahmen tragen zur Kühlung und zur Reduzierung von Hotspots bei und leisten somit einen wesentlichen Beitrag zur menschlichen Gesundheit v. a. in den Sommermonaten. Eine Erhöhung des Grünvolumens und der Artenvielfalt sowie die Aufenthaltsqualität der Freiräume stehen besonders im Fokus.
Die gleichen Ziele werden mit der Etablierung von Pocketparks auf versiegelten Parkplatzflächen erreicht, die zudem über Entsiegelungsmaßnahmen das Prinzip der Schwammstadt beinhalten können. Auch temporäre Maßnahmen, wie beispielsweise saisonale Pflanzkübel oder beschattete Sitzbänke können v. a. an heißen Sommertagen zur spürbaren Abkühlung vorhandener Platzflächen dienen und gleichzeitig die Straßen- bzw. Platzflächen aufwerten.