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Planungsgrundlagen

Räumliche Rahmendaten sind für die Stadtentwicklungs- und städtebauliche Planung eine unerlässliche Grundlage. Sowohl Kenntnisse und Daten über die aktuell vorhandene Situation als auch mögliche Entwicklungen sind dabei von Bedeutung. Durch den weiterhin umfangreicher werdenden Einsatz von EDV- und CAD-Programmen können diese Informationen immer schneller erstellt und weiterverarbeitet werden.

Bei der Erstellung der Planungsgrundlagen leistet die städtische Vermessung im Stadtplanungsamt einen wesentlichen Beitrag.

Zu den Planungsgrundlagen zählen:

Städtische Vermessung (Grenz- und Bauvermessungen)

  • Planung, Abmarkung und Beobachtung im Nivellementpunkt-Netz
  • Passpunktbestimmung nach Lage und Höhe in Zusammenarbeit mit dem Vermessungsamt Bamberg
  • Überwachung des Katasterfestpunktnetzes
  • Kontrolle, Abnahme der Absteckung und der Höhenlage von baulichen Anlagen gem. Art. 72 der BayBO

Den amtlichen Lageplan für ein Baugesuch erhalten Sie nur beim Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung Bamberg:

Liegenschaftskataster

Verwaltung der digitalen Flurkarte (DFK)

  • Übernahme der digitalen Flurkarte vom Vermessungsamt und Fortführung durch Einarbeitung von Differenzdaten
  • Graphische Aufbereitung und Bereitstellung digitaler Daten als Grundlage verschiedener thematischer Karten und Pläne
  • Einarbeitung geplanter Bauwerke sowie topographischer Inhalte in das digitale Flurkartenwerk

Verwaltung des automatischen Liegenschaftsbuches (ALB)

  • Fortschreibung des automatischen Liegenschaftsbuches durch Übernahme von Differenzdaten
  • Hausnummern – Vergabe, Ausstellung von Bescheinigungen, Erstellen von Plänen, Führen des Katasters
  • Straßenbeschilderung – Standortbestimmung vor Ort, Angabe der Art und Beschriftung
  • Stadtpläne

Sonstiges

  • Verwaltung von historischen Plänen und Luftbildern
  • Eigene Erstellung eines Bamberger Stadtplanes
  • Angabe neu zu benennender Straßen und Bereitstellung von Kartenmaterial zur Benennung von Straßen
  • Bescheinigung von Entfernungsangaben zwischen Arbeitsplatz und Wohnung für die BfA

Geoinformationssystem (GIS)

Das Geographische Informationssystem (GIS) der Stadt Bamberg wird im Stadtplanungsamt fortlaufend erweitert und mit neuen Informationen bestückt. Es soll alle raumbezogen Daten umfassen, die in der Stadtverwaltung und ihren Eigenbetrieben erzeugt oder genutzt werden. Neben DFK- (Digitalen FlurKarte) oder ALB-Daten (Automatisiertes LiegenschaftsBuch) die von anderen staatlichen Behörden zur Verfügung gestellt werden, sind dort insb. auch Daten verschiedener Kataster, Standorte und Pläne die in der Stadtverwaltung originär entstehen abgebildet, wie zum Beispiel technische, verkehrliche und soziale Infrastrukturkataster sowie Daten aus dem Umwelt-, Liegenschafts- und Stadtplanungsbereich.

All diese Informationen sollen eine schnelle Zusammenschau möglichst vieler raumbezogener Daten für die Verwaltung gewährleisten. Dabei werden zahlreiche Daten über räumliche Bezugsgrößen miteinander verknüpft und Grundlagenuntersuchungen, Analysen und Prognosen zu Themenfeldern, die für die Stadtentwicklung von besonderer Bedeutung sind, wie Bevölkerung, Einzelhandel, Flächennutzung, Infrastrukturplanung usw. durchgeführt.
Der Großteil der Roh-Daten steht aus datenschutzrechtlichen Gründen nur für den internen Verwaltungsgebrauch zur Verfügung. Die aufbereiteten Daten dienen dann vornehmlich in Form von Plänen und Diagrammen als wichtige Grundlage für die weitere Bearbeitung von Themen der Stadtentwicklung.

Ansprechpartner:

3D-Stadtmodell

Für Planungs- und Analysezwecke wird in der Stadtverwaltung Bamberg seit Jahren ein digitales Stadtmodell eingesetzt. Ein solches 3D-Modell eignet sich hervorragend für die Stadtentwicklungsplanung und bei Beteiligungsverfahren: Bewertungs- und Entscheidungsprozesse für Politik und Bürger/innen werden dadurch transparenter und leichter verständlich gemacht.

Für die Erstellung und Präsentation stehen dem Stadtplanungsamt eine Reihe digitaler Daten bzw. Datenformate zur Verfügung. Neben den Daten des Landesamts für Digitalisierung, Breitband und Vermessung (Level of Detail/LoD), LoD1 und LoD2 die z.T. genutzt werden, wurden speziell für Fläche des Welterbebereichs texturierte Gebäude im Detailierungsgrad LoD3 erstellt. Diese Gebäude sind aufwändig texturiert, die Dachformen entsprechen der Wirklichkeit und störende fremde Objekte auf den Gebäudetexturen (z.B. Fahrzeuge, Bäume) wurden entfernt.

Um Planungsprozesse noch anschaulicher vermitteln zu können, werden die vorhanden 3D-Daten auch für das Rapid Prototyping verwendet. Mittels eines 3D-Druckers werden haptische Modell von Planungsbereichen mit entsprechendem Einsatzmodellen im Stadtplanungsamt gedruckt.

Für ganz spezielle Planstudien wurden auch Situationen für Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR) aufbereitet.

Aber auch die vierte Dimension (Zeit) fand Einzug im digitalen Stadtmodell. Exemplarisch wurden Bereiche des historischen Zweidler Planes (1602) in die digitale 3D Welt überführt.

Ein weiteres Einsatzgebiet für das digitale Stadtmodell wird die Nutzung im Rahmen des Smart City Projektes sein. Hier bilden die dreidimensionalen Daten die Plattform für den digitalen Zwilling in der Welterbestadt.

Amtlicher Stadtplan

Seit der ersten Auflage im Jahr 2004 wird der amtliche Stadtplan regelmäßig mit aktuellen Inhalten versehen.
Aktuell im Jahr 2018 erscheint die vierte Auflage.

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