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Straßen und Plätze

"An der Universität"

Ganz still und ohne Feierlichkeiten konnte inzwischen eine weitere stadtgestalterische Aufwertung abgeschlossen werden:

In enger Zusammenarbeit mit der Stadtwerke Bamberg Energie- und Wasserversorgungs GmbH und dem Stadtplanungsamt hat der Entsorgungs- und Baubetrieb der Stadt Bamberg die Straße „An der Universität“ neugestaltet. Ein höhengleicher, barrierefreier Ausbau ist entstanden, der die Austraße gestalterisch fortsetzt.

Austraße und Heumarkt sind damit noch enger zusammengerückt, der innerstädtische Universitätsstandort weiter aufgewertet worden.

Aufwertung der Kleberstraße

Die Kleberstraße ist eine Straße, die jenseits des Stadtgrabens entstanden ist. Sie war daher aus Sicht des innerstädtischen Handelsgeschehens und des innerstädtischen Lebens stets „Rückseite“ der Stadt.

Diese benachteiligte Situation hat sich erst im Rahmen der Stadtsanierung gewandelt, weil durch den Bau der Tiefgarage Georgendamm hier ein völlig neuer, attraktiver Ausgangspunkt von Fußgängerströmen geschaffen worden ist. Dadurch hat sich die Kleberstraße zu einer attraktiven Geschäftslage entwickelt.

Ziel der Stadtgestaltung in diesem Bereich ist es, die Kleberstraße aufzuwerten. Dies kann nur schrittweise geschehen, weil auch auf die Abwicklung der zahlreichen Hochbaumaßnahmen Rücksicht genommen werden muss.

Von besonderer Bedeutung wird die neue Eingangssituation in die Einkaufs-Innenstadt werden. Hier treffen nunmehr der Fußweg von der Tiefgarage am Hochufer, der Treppenaufgang vom Weegmannufer sowie die Kleberstraße selbst zusammen. Der Platz des Zusammentreffens und die Kleberstraße selbst soll noch aufgewertet werden.

Barrierefrei in den Dom

Was Denkmalpfleger und Touristen erfreut, bereitet mobilitätseingeschränkten Menschen immer wieder Probleme: Die eigenständige und freie Bewegung über die historischen Pflasterflächen von Bamberg.

Umso erfreulicher, wenn auch bei diesem schwierigen Thema immer wieder Erfolge erzielt werden und gemeinsam tragfähige Lösungen gefunden werden. So waren sich die zahlreichen beteiligten Expertinnen und Experten von vornherein einig, dass es einen wichtigen Beitrag zum Bistumsjubiläum darstellen wird, wenn es endlich gelänge, die barrierefreie Erreichbarkeit des Domes zu verbessern. Denn gerade im Bereich des Domplatzes sind die Maßnahmen zur Barrierefreiheit bislang nur punktueller Natur. Zwar gibt es in der Alten Hofhaltung eine vorbildlich barrierefreie Toilette, doch ist diese nicht wirklich barrierefrei erreichbar. Es gibt auch einen barrierefreien Eingang in den Dom, doch war dieser bislang ebenfalls nur sehr schwierig erreichbar, weil sämtliche Zugangsflächen im Vorfeld des Eingangs das typische, bucklige Tütschengreuther Pflaster in Bamberg aufwiesen.

In einer großen Gemeinschaftsinitiative von Erzdiözese, Dompfarrei, Dompfarrkirchenstiftung, Staatlichem Bauamt, Staatlicher Verwaltung der Schlösser, Gärten und Seen, Dombauhütte, Landesamt für Denkmalpflege, Entsorgungs- und Baubetrieb der Stadt Bamberg, Behindertenbeauftragter der Stadt Bamberg, Behindertenbeirat, Arbeitsgemeinschaft Bamberger Selbsthilfegruppen chronisch kranker und behinderter Menschen e.V., dem Fachbereich zur Koordinierung von Beiräten und Beauftragten der Stadt Bamberg, der Fachberatungsstelle für Barrierefreies Bauen der Bayerischen Architektenkammer, der Heimatpflege, der Straßenverkehrsbehörde, der Erschließungsbeitragsabteilung des Baureferats, der Unteren Denkmalschutzbehörde und der Stadtgestaltung im Stadtplanungsamt Bamberg ist es gelungen, kurzfristig deutliche Verbesserungen auf der Westseite des Domes zu erzielen:

Die Dombauhütte hat ihren Arbeitsverschlag auf der Westseite des Domes zurückgebaut und reduziert. Die Stadtgestaltung im Stadtplanungsamt hat eine Reihe von denkbaren Gestaltungsvarianten erarbeitet und diese zwischen den zahlreichen Beteiligten so lange abgestimmt, bis eine gemeinsame Lösung zur Umsetzung gebracht werden konnte. Das Staatliche Bauamt hat gemeinsam für die in staatlicher Baulast liegenden Flächen auf den Grundstücken des Metropolitahnkapitels und für die städtischen Flächen die Ausschreibung der Einbringung eines neuen barrierefreien Pflasterbelages durchgeführt. Das Ordnungsamt der Stadt Bamberg hat die erforderlichen verkehrsrechtlichen Anordnungen vorgenommen. Der Entsorgungs- und Baubetrieb der Stadt Bamberg hat die Pflasterarbeiten auf städtischem Grund und die entsprechenden verkehrlichen Kennzeichnungen ausgeführt.

Zusätzlich zu den baulichen Maßnahmen im Bereich des Bodenbelages wurde außerdem die Wegweisung vom Haupteingang des Domes zum barrierefreien Eingang des Domes nach Entwürfen der Stadtgestaltung erneuert. Die frühere Wegweisung war zwar hochwertig in Bronze ausgeführt, wegen des zu geringen optischen Kontrastes jedoch praktisch nicht erkennbar.

Wie sich gezeigt hat, verderben viele Köche nicht unbedingt den Brei: Durch die letztendlich zielorientierte Zusammenarbeit und die Ausdauer und Geduld der Beteiligten ist es gelungen, innerhalb weniger Monate des Jahres 2007 die barrierefreie Erreichbarkeit des Domes deutlich zu verbessern und dabei höchsten Anforderungen des Denkmalschutzes gerecht zu werden. Weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Barrierefreiheit auf dem Domplatz werden angesichts der herausragenden städtebaulich-denkmalpflegerischen Bedeutung deutlich längere Zeitabschnitte für Planung und Finanzierung erforderlich machen.

Fußgängerzone "Austraße"

Zahlreiche Anforderungen wurden an die Neugestaltung der Austrasse gestellt:

  • Viel Platz für Warenauslagen der anliegenden Geschäfte,
  • Viel Platz für Freiluftgastronomie,
  • am besten ohne Stolperstufen,
  • Beibehaltung eines dreiteilig gegliederten Straßenraumes aus Gründen der Denkmalpflege,
  • Ebene Belagsoberfläche für Behinderte und Radverkehr,
  • Kostengünstige Detaillierung.

All diese Forderungen wurden durch die Abteilung Stadtgestaltung im Stadtplanungsamt unter einen Hut gebracht. Durch intensive Gespräche aller Beteiligten, die auch und gerade während der Bauzeit vor Ort fortgesetzt wurden, ist es gelungen, sämtliche Ziele zur hohen Zufriedenheit der Beteiligten zu erreichen.

Das Weltkulturerbe ist damit im Herzen der Stadt um eine weitere Flaniermeile reicher. Die öffentliche Maßnahme im Straßenraum hat auch bereits wieder private Investitionen der Anlieger beflügelt, so daß hier ein wertvoller Beitrag zur Stärkung und Attraktivitätssicherung der Innenstadt geleistet wurde.

Kettenbrücke und Umfeld

In den Jahren 2009 und 2010 wird die Kettenbrücke neu errichtet. In diesem Zusammenhang kommt es auch zu größeren baulichen Eingriffen in den Bereichen der Brückenköpfe, der Widerlager und der Leitungszuführungen. Hieraus ergibt sich der Anlass, den öffentlichen Raum in den Bereichen Kettenbrückstraße, Hauptwachstraße, Vorderer Graben und Heinrichsdamm im Zuge der Neuherstellung der Kettenbrücke neu zu gestalten und aufzuwerten.

Gestalterische Vorgaben

Bei der Eröffnung der Fußgängerzone vor über dreißig Jahren wurde die Planung von Professor Winkler umgesetzt. Diese Planung prägt bis heute die gesamte Fußgängerzone vom Alten Rathaus bis zur Hauptwache. Gestalterische Grundidee dieser Planung ist die Verlegung des Pflasters weder parallel zu den Hauswänden noch quer zu den Häusern, sondern in einer grundsätzlich diagonalen Ornamentik. Diese Verlegart folgt zum einen früheren Vorbildern im Bereich des Grünen Marktes und hat zum anderen den besonderen Charme, dass eine mittlere Rinnenführung entsteht, die nicht als harte Kante gepflastert ist, sondern „fließend" dem Raum folgt. Dies wird über weite Strecken hinweg der mittelalterlich geprägten Stadtstruktur Bambergs gerecht. Außerdem gelingt durch diese Form der Oberflächengestaltung eine sehr gute Verzahnung mit den einmündenden Querstraßen. Die heute noch bestehende Gestaltung variiert dabei spielerisch zwischen der Verwendung von Großsteinpflaster und großen Plattenstreifen in unterschiedlichen Breiten. Die bestehende Fußgängerzonengestaltung zeichnet sich dabei durch eine große Vielfalt im Detail aus und eine großzügige und selbstverständliche Gesamtwirkung.

Der größte Nachteil der bestehenden Oberflächengestaltung in der Fußgängerzone ist die Verwendung von sehr unebenen Natursteinen im Einzelnen und in der Folge eine sehr geringe Barrierefreiheit. Dieses Problem wurde bereits vor vielen Jahren erkannt und führte dazu, dass nachträglich ein Streifen mit gesägtem Pflaster in die vorhandene Fußgängerzone aufwändig eingebaut worden ist.

Diese gestalterische Vorgabe ist im Sinne der Barrierefreiheit an der Nahtstelle zwischen bestehender Fußgängerzone und Beginn des neu zu planenden Bauabschnitts vorzufinden.

Verkehrsrecht

Verkehrsrechtlich wird davon ausgegangen, dass der gesamte Bereich zwischen Oberer Königstraße und Beginn der Fußgängerzone künftig als Verkehrsberuhigter Bereich (Zeichen 325/326 StVO) ausgewiesen wird. Dies kommt der Funktion dieses Straßenabschnittes entgegen, auf dem nicht nur Fußgängerlängsverkehr dominiert, sondern querende Fußgänger etc. die Regel sind und die Aufenthaltsfunktion gestärkt werden soll.

Des Weiteren lassen sich die Leuchten, Außengastronomie etc. in einem Verkehrsberuhigten Bereich problemlos integrieren. Die Hauptwachstraße in Richtung Maximiliansplatz bleibt Fußgängerzone.

Ausstattung

Die „Winkler-Planung" für die Fußgängerzone ist durch die spezifische Bamberger Fußgängerzonenleuchte geprägt. Diese war von Anfang an umstritten und war sicherlich nicht bloß zeitgebunden, sondern grundsätzlich kein Glücksgriff. Die Leuchten gehen sehr schnell kaputt, Ersatzteile sind ohnehin nicht mehr zu beschaffen.

An der bestehenden Fußgängerzonen-Beleuchtung soll nicht länger festgehalten werden. Vielmehr geht der Lichtmasterplan davon aus, dass „Leuchtstelen", wie sie bereits am Maxplatz stehen, auch in der vollen Längsachse der Fußgängerzone Verwendung finden sollen. Auch die Planung der Kettenbrücke geht von dieser Beleuchtungsart aus. Folglich soll dieser Leuchtentyp auch in der Hauptwachstraße und der Kettenbrückstraße Verwendung finden.

Insgesamt wird der aufzuwertende und umzugestaltende Bereich mit Bänken und Abfalleimern, die bereits am Maximiliansplatz und am Heumarkt Verwendung gefunden haben, möbliert werden.

Zeitachse

Der Umbau im Bereich Vorderer Graben sowie Hauptwachstraße zwischen Kleberstraße und Vorderem Graben wird im Jahr 2009 durchgeführt. Im Anschluss an die Fertigstellung der Kettenbrücke sollen die Teilbereiche Heinrichsdamm, Kettenbrückstraße sowie Hauptwachstraße zwischen Kleberstraße und Kettenbrücke fertig gestellt werden.

Neugestaltung der Tränkgasse

Im Rahmen der Stadtsanierung im Sanierungsgebiet „An der Tränkgasse“ kam es zu umfassenden Gebäudesanierungen, Nutzungsänderungen und auch erheblichen baulichen Veränderungen. Dies alles führte dazu, dass im Zuge der Gesamtmaßnahmen eine teilweise völlig neue, teilweise neuverlaufende rückwärtige Erschließungsstraße als Seitenast der bestehenden Tränkgasse gebaut werden musste.

Das gewählte Pflaster harmoniert einerseits in seinen Proportionen mit der frühindustriellen Bebauung in diesem Bereich und zeichnet sich andererseits zugleich durch hohe Fußgängerfreundlichkeit. Die Pflasterverlegung nimmt einerseits einen traditionell gegliederten Straßenraum mit Seitenbereichen und Mittelbereich auf, ist aber zugleich barrierefrei ausgeführt, wie es der verkehrlichen Bedeutung und auch der formalrechtlichen Beschilderung („verkehrsberuhigter Bereich“) dieser Straße entspricht.

Platzgestaltung Elisabethenkirche

Im Zuge des zweiten Bauabschnitts zur Aufwertung des Sands in Bamberg wurde 2008 der Platz rund um die Elisabethenkiche neu gestaltet. Im Mittelpunkt stand die Idee die platzartige Großzügigkeit erlebbar zu machen.

Hierzu wurden alle Bordsteine entfernt und der Belag großzügig durchgepflastert. Akzente werden durch die Kirche, die Kreuzwegstation und den Brunnen ohnehin bereits gesetzt. Zurückhaltung war daher als Grundlinie angesagt.

Um die Barrierefreiheit weiter zu verbessern, wurden Streifen besonders ebener Steinoberfläche eingebracht. An einen ehemaligen Brunnenstandort erinnert eine vom Künstler Albertus Ultsch gestaltete Bronze-Messing-Platte. Die ergrabenen Fundamente des Sandtorturms sind in Granit nachgezeichnet. Nachts werden der Brunnen und die wichtigen Elemente der Kirchenfassade beleuchtet, wie auch die Kirche von innen heraus.

Platzgestaltung Heumarkt

Geschichte des Heumarkts

Wie alle im Bereich des Überschwemmungsgebiets der Insel liegenden Teile der Stadt, war der Heumarkt früher ursprünglich im wesentlichen ein See.

Die erste Stadtmauer Bambergs verlief in diesem Bereich von Süden her durch den Bereich des Burgershofes kommend, im Bereich des heutigen Heumarktes nach Osten abknickend weiter in die heutige Fleischstraße hinein. Die Außenwand des Jesuitenkollegs zur Fleischstraße markiert noch heute den Verlauf der Mauer ebenso wie der alte Turm im Burgershof.

Auf dem Zweidlerplan zeigt der Heumarkt bereits seine heutige Ausdehnung. Allerdings ist als Relikt des vor der ersten Stadtmauer liegenden Grabens noch ein Bachlauf vorhanden, der ebenfalls auf dem Heumarkt abknickt.

Wie die Bezeichnung widerspiegelt, bestand die Bedeutung des Platzes in der Funktion des Handelsortes für Heu. Also eine wichtige, zentrale Handelsfunktion.

Lage in der heutigen Innenstadt

Seitdem der Heuhandel seine Bedeutung für die Mobilität der Menschen verloren hat, befindet sich der Heumarkt innerhalb der Bamberger Innenstadt in einer typischen City-Randlage. Dadurch hat sich die Bausubstanz des Pflasters wie der umgebenden Bebauung sehr gut erhalten, was heute eine enorme Chance für den Platz bedeutet.

Wenn es - angestoßen durch die Aufstellung eines Kunstwerkes von Weltrang - gelingt, den Heumarkt aufzuwerten, kommt dies unmittelbar der gesamten Bamberger Innenstadt zugute.

Auch die Umgestaltung der Austraße und der nördlichen Promenade sind erfolgreiche Beispiele zur dauerhaften Aufwertung von City-Randlagen.

Städtebauliche Rahmenbedingungen

Der innerstädtische Standort der Universität Bamberg hat erfreulicherweise in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen. Damit einher ging sowohl die Sanierung zahlreicher wertvoller Gebäude als auch eine spürbare Belebung von Teilen der Innenstadt.

Die Stärkung der Universität in diesem Bereich findet in der Errichtung der "Teilbibliothek IV" im Burgershof ihre Fortsetzung. Diese Baumaßnahme begann 2001.

Am Ende wird nicht alleine eine Bibliothek erstanden sein, sondern es wird eine völlig neue attraktive Fußgängerachse mitten durch das Universitätsgelände vom Kranen bis zum Heumarkt führen.

Hierdurch erhält der Heumarkt parallel zur Austraße eine zweite, ganz direkte und ansprechend gestaltete Anbindung an wichtige Fußgängerströme. Das bietet für den Heumarkt in den nächsten Jahren erhebliche Spielräume zur Attraktivitätsverbesserung.

Hinzu kommt der Abbruch des Autohauses an der Westseite des Platzes. Durch die neuerrichtete Wohnbebauung an dieser Stelle wird der Heumarkt durch zusätzliche Bewohner im Herzen der Stadt weiter belebt.

Grundzüge der Platzgestaltung

Als Arbeitsgrundlage für die Neugestaltungsplanung wurden zunächst alle historischen und technisch-infrastrukturellen Rahmenbedingungen des Heumarkts erfasst, zusammengetragen und aufbereitet. Auf dieser Basis und vor dem Hintergrund der dargestellten Potentiale und Chancen des Platzes hat eine Arbeitsgruppe aus den Bereichen Universität, Staatliche Bauverwaltung, Denkmalpflege, Kunst und Stadtverwaltung das Gestaltungskonzept des ersten Bauabschnitts für den Heumarkt entwickelt.

Ziel war es dabei zum einen, den würdigen Rahmen für die Botero-Skulptur "Liegende Frau mit Frucht" zu schaffen. Zum anderen wurden die Belange des Verkehrs, der Bewohner, der Universität, der Behinderten, der Stadtgestaltung gewürdigt und auch die finanziellen Möglichkeiten eingebunden.

Platzoberfläche

Die heutige Platzoberfläche besteht aus Pflaster aus Basalt-, Granit- und Kalksteinen. Durch Richtungswechsel und Rinnen wird eine lebendige Platzoberfläche geschaffen, die weiter keiner Gestaltung bedarf. Das Pflaster wurde daher lediglich in traditionell handwerklicher Weise ausgebessert und ergänzt bzw. wird in den nächsten Jahren noch weiter ausgebessert werden.

Im Einmündungsbereich der Stangsstraße ist ein leichter Rückbau des Asphalts zugunsten der gepflasterten Fläche vorgesehen. Dieser wird aber erst ausgeführt, wenn die umfassenden Baumaßnahme im Bereich der Universität zum Abschluss gelangt sind.

Im Kreuzungsbereich Fleischstraße, Frauenstraße und Heumarkt wurde mittels eines durchgezogenen Bordsteines die Abgrenzung zwischen Fleischstraße und Verkehrsberuhigtem Bereich markiert.

Zur gezielten Verbesserung der Begehbarkeit sind in enger Abstimmung mit dem Behindertenbeauftragten der Stadt Bamberg sowohl im Süden als auch im Westen des Platzes Bereiche vorgesehen, in denen Streifen mit ebenen Steinen eingebracht wurden bzw. in den nächsten Jahren noch eingebracht werden. Dadurch wird der Platz auch für Behinderte in jeder Richtung erschlossen.

Standort der Skulptur

Die "Liegende Frau mit Frucht" wurde im Schwerpunkt des Platzes aufgestellt. Dieser befindet sich in der westlichen Mitte des Platzes. Damit bildet die Skulptur zugleich den Schlusspunkt der neuen Achse vom Kranen zum Heumarkt.

Die Skulptur ruht auf einem 70cm hohen Natursteinsockel. Kopf und Arme weisen dabei nach Osten, während die Füße nach Westen zeigen.

Durch die Aufstellung dieser Skulptur erfuhr der Heumarkt eine erhebliche Aufwertung.

Verkehrsführung

Durch den Neubau der Teilbibliothek IV der Universität im Bereich des Burgershofes fielen in diesem Bereich bereits ab Sommer 2001 etwa 50 Stellplätze der Universität dauerhaft weg, so dass sich das Verkehrsaufkommen im Süden des Platzes reduziert hat. Durch die Verlagerung des Autohauses und die neue Tiefgaragenzufahrt vom Holzmarkt reduziert sich der Verkehr auch im Westen des Platzes. Durch die Neuordnung des ruhenden Verkehrs reduziert sich zudem der Parksuchverkehr.

Dies alles zusammen ermöglichte es, den gesamten Platz als Verkehrsberuhigten Bereich auszuweisen. Dies bedeutet eine Steigerung der Aufenthaltsqualität und damit eine wesentliche Aufwertung des Platzes.

Ein Befahren mit großen Lieferfahrzeugen, insbesondere von der Fleischstraße her, blieb möglich. Dies war notwendig, weil große Fahrzeuge die Gebäudezeile auf dem Heumarkt nicht auf der Nordseite umfahren können.

Ruhender Verkehr

Um den Platz für die Innenstadt wieder mit Leben zu erfüllen, um die notwendigen behindertengerechten Belagsstreifen auszubilden und um den Blick auf die Skulptur zu ermöglichen, wurde der ruhende Verkehr völlig neu geordnet.

Das Weltkulturerbe ist zu seiner Erhaltung auf Anwohner angewiesen. Daher kann es einen völlig autofreien Heumarkt nicht geben. Insgesamt wurden fünfzehn reine Anwohnerparkplätze ausgewiesen. Zugleich wurde wegen des erheblichen Nachfrageüberhangs beim Anwohnerparken die Mischnutzung zugunsten der Anwohner am Heumarkt aufgegeben und am Holzmarkt zugunsten reiner Anwohnerparkplätze reduziert. Zusätzlich wurden am Markusplatz weitere Anwohnerstellplätze ausgewiesen.

Die Fahrradständer wurden in diesem Zusammenhang ebenfalls neu angeordnet, ebenso der Behindertenstellplatz und der vorhandene Arztstellplatz. Stellflächen für motorisierte Zweiräder wurden gezielt geschaffen.

Die Neuordnung des ruhenden Verkehrs bewirkt eine enorme Aufwertung des Platzes.

Als Nebeneffekt bedeutet der Abbau von Kurzzeitparkplätzen zugleich eine Auslastungsverbesserung der Tiefgaragen Georgendamm und Mußstraße und damit auch eine wirtschaftliche Stärkung der Stadtwerke Bamberg GmbH. In diesem Zusammenhang muss gesehen werden, dass die Stadt sich im Rahmen der Städtebauförderung für die Tiefgarage Mußstraße verpflichtet hat, im nordwestlichen Bereich der Innenstadt umfassend ebenerdige Stellplätze abzubauen.

Weitere Aufwertungen

Durch die Ausweisung als Verkehrsberuhigter Bereich konnte der Heumarkt praktisch vollständig von störenden Verkehrszeichen befreit werden. Sogar die Litfaßsäule wurde abgebaut.

Im Neubau an der Westseite soll ein Café mit Freischankfläche auf dem Heumarkt eingerichtet werden. Der Platz wird von dieser Seite zusätzlich belebt. Zusätzlich hilft die Existenz einer Freischankfläche den Charakter der reinen Aufenthaltsfunktion des westlichen Platzbereichs zu betonen.

Platzgestaltung Maximiliansplatz

Der Maximiliansplatz wird in seiner heutigen Gestaltung nicht mehr den Anforderungen gerecht, die aufgrund seiner Lage und seiner Funktionen an ihn zu stellen sind. Aus diesem Grunde bestehen seit längerem Erwägungen, den Maximiliansplatz stadtgestalterisch aufzuwerten. Hierzu hat bereits vor längerer Zeit eine Arbeitsgruppe Grundsätzliches zusammengetragen. Die „Machbarkeitsstudie“ können Sie hier herunterladen.

Im Frühjahr 2003 wurde eine umfassende Bürger- und Behördenbeteiligung zur zukünftigen Gestaltung des Maximilianplatzes durchgeführt. Anschließend hat der Stadtrat festgelegt, welche Umgestaltungen des Platzes im Rahmen der Tiefgaragensanierung zur Ausführung gelangen sollen. Dabei wurde auch den begrenzten finanziellen Möglichkeiten der Stadt Rechnung getragen.

Im Jahr 2004 wurde die gesamte Tiefgarage unter dem Maximiliansplatz saniert. Im Zuge dieser Maßnahme wurde der erste Bauabschnitt der neuen Platzgestaltung verwirklicht. Außerdem wurde zugleich die öffentliche Toilettenanlage umfassend saniert.

Im Rahmen des zweiten Bauabschnitts wurden 2006 die Randbereiche des Platzes neu gepflastert und die Beleuchtung neu gestaltet.

Platzgestaltung Ottoplatz

Im Vorgriff auf die Stadtsanierung „Sand“ hat eine größere Kanalbaumaßnahme im Taleinschnitt zwischen Dom - und Michaelsberg Anlass gegeben, für den Bereich der Elisabethenstraße und des Ottoplatzes bereits erste Verbesserungen im Stra ßenraum vorzunehmen.

Im Bereich des Ottoplatzes ist es gelungen wieder eine platzartig gestaltete Fläche zu gewinnen. Die durchgehend einheitliche Pflasterung versucht einer Aufsplitterung des öffentlichen Raumes entgegenzuwirken und eine gewisse Großzügigkeit zu schaffen. Die Barrierefreiheit des öffentlichen Raumes konnte hierdurch erhöht werden.

Auf dem neugestalteten Ottoplatz wird der Fußgängerverkehr zwischen Aufseßstraße und Elisabethenstraße einfacher und sicherer. Der Raum für den Kraftfahrzeugverkehr zwischen Domplatz und Sandstraße wird optisch enger gefasst, was sich auch geschwindigkeitshemmend auswirken soll. Auch das Hindurchführen der Pflasterrinne durch das eiserne Tor soll einem besseren Miteinander von Kraftfahrzeug- und Fußgängerverkehr dienen.

Die Gestaltungsmaßnahmen am Ottoplatz haben erfreulicher Weise zu Renovierungsmaßnahmen an den Anwesen Elisabethenstraße 2 a und 4 Anlass gegeben.

Platzgestaltung Pfahlplätzchen

Heute ist sie fertiggestellt worden: Die neue Fahrradabstellanlage am Pfahlplätzchen. In enger Zusammenarbeit von Ordnungsamt, Entsorgungs- und Baubetrieb und Stadtplanungsamt ist es damit gelungen, die Verbesserungsmaßnahmen für das Pfahlplätzchen, die mit der Erneuerung der Sitzbänke vor zwei Jahren begannen, zum Abschluss zu bringen.

Die neue Fahrradabstellanlage ist größer als die alte, worauf sich die Hoffnung gründet, dass in Zukunft weniger die Bänke als vielmehr die Fahrradständer zur Fahrradabstellung genutzt werden werden.

Allerdings hat sich beim Abbau des alten Fahrradabstellanlage gezeigt, dass viele Fahrräder über Wochen und Monate nicht bewegt werden, so dass eine schleichende Ansammlung von „Fahrradleichen“ nicht ausgeschlossen werden kann. Hier regelmäßig für Ordnung zu sorgen, wird Sache des Ordnungsamtes und der Müllabfuhr sein.

Platzgestaltung Schillerplatz

Der Schillerplatz hat im Laufe der Geschichte immer wieder Umgestaltungen erfahren. Jahrhundertelang war er im wesentlichen ein Anger, dessen Brunnen den umliegenden Haushalten und Geschäften Wasser lieferte.

Der heute noch vorhandene, allerdings zur Zeit nicht wasserführende Brunnen wurde 1825 errichtet. Damals stand er weiter nördlich als heute.

Nach den aufwändigen Umgestaltungen des Theaters in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde 1884 auch der Schillerplatz einer repräsentativeren Gestaltung zugeführt. Es wurde ein zentraler Grünbereich geschaffen, der von einem diagonal liegenden Wegekreuz erschlossen wurde. Der Brunnen wurde an das Wegekreuz versetzt. Zugleich erhielt der Platz seinen heutigen Namen.

1930 wurden größere Erneuerungen am Brunnen vorgenommen. Zu nationalsozialistischer Zeit bestanden umfassende Pläne einer großen Umgestaltung dieses Bereichs zu einem großen Aufmarschplatz, die glücklicherweise nicht realisiert wurden.

Durch die zunehmende Motorisierung verlagerte sich die Hauptfunktion des Schillerplatzes in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zunehmend zur Parkplatznutzung. Allerdings wurde unter die inzwischen groß gewordenen Bäume ein Spielplatz eingefügt.

Die 2003 abgeschlossen umfassende Generalsanierung des E.T.A.-Hoffmann-Theaters ist Anlass für eine neuerliche Aufwertung des Schillerplatzes. Der attraktive Platzraum soll wieder erlebbar werden und an Aufenthaltsqualität zurückgewinnen.

Um die frühere Großzügigkeit zurückzugewinnen, wird die Spielplatznutzung in den Harmoniegarten verlagert. Der zentrale Bereich unter den alten Bäumen wird gekiest, was eine vielfältige Nutzung ermöglicht. Zugleich wird der Brunnen wieder zugänglich, der in einem weiteren Schritt wieder in Betrieb gesetzt werden soll. Die Rückkehr zur Gestaltung des 19. Jahrhunderts schied aus, weil unter den nunmehr großen Bäumen andere Bedingungen für Rasenwuchs und Wegeanlage bestehen. Außerdem hat sich der Haupteingang des Theaters nach Norden verlagert. Auch muss heutzutage die Erschließung für Busse von Theaterbesuchen sichergestellt werden.

Der gesamte Bereich vor den Harmoniesälen, übergehend in den neuen E.T.A.-Hoffmann-Platz wird von seiner Asphaltdecke befreit und durchgehend, höhengleich, barrierefrei, einheitlich und großzügig gepflastert. In diesem Bereich entsteht auch die Freischankfläche der „Theaterrose“, die den Platz zusätzlich mit Leben erfüllen wird. Fahrzeuge dürfen hier nur noch in Notfällen fahren. Dafür wird im Nordbereich des Platzes eine Vorfahrt in enger Nähe zum neuen Theaterfoyer angeboten.

Auf der Südseite des Platzes entsteht eine Vorfahrt für Busse von Theaterbesuchern, die über den Platz dem Theater zustreben und hier nach Ende der Vorstellung auch wieder den Bus besteigen. Der Parkierungsnutzung und die Fahrbahnen bleiben auf der Süd- und Westseite erhalten. Damit wird den Bedarf nach Erschließung, Anwohnerparken und Kundenparken Rechnung getragen.

Das Ziel sieht vor, auch den westlichen Bereich genauso zu pflastern, wie die östliche Seite vor den Harmoniesälen. Aus finanziellen Gründen beschränkt sich die 2003 durchgeführte Neugestaltung jedoch auf die wichtigsten Aufwertungen.

Platzgestaltung Stephansplatz

Das gesamte Umfeld der Stephanskirche in Bamberg zeichnet sich in besonders herausragender Weise dadurch aus, dass es städtebaulich sehr geschlossen erhalten ist. Weder das 19. Jahrhundert, noch der Krieg, noch Nachkriegsauffassungen im Städtebau haben diese städtebauliche Geschlossenheit angetastet. Unterschiedliche Höhenniveaus, Verbindungswege, Blickachsen, private Freiflächen, öffentliche Freiflächen, Treppensituationen usw. fügen sich in überaus harmonischer Weise zu einem sehr hochwertigen städtebaulichen Gesamtensemble.

Hieraus ergibt sich, dass im Bereich des Stephansplatzes kein grundlegender stadtgestaöterischer Handlungsbedarf besteht. Dennoch wurden 2008/2009 auch am Stephansplatz punktuelle Verbesserungen umgesetzt.

Platzgestaltung Wilhelmsplatz

Der Wilhelmsplatz gehört zu den wichtigen Eingangssituationen in die Innenstadt. Er wurde in den letzten Jahrzehnten sehr einseitig verkehrstechnisch funktional gestaltet und genutzt und ist darüber hinaus in einem tiefbautechnisch schlechten Zustand.

Im Rahmen des Programms „Zehn Plätze für Bamberg" ist die Neugestaltung des Wilhelmsplatzes für die Jahre 2009/2010 in engem Zusammenspiel mit der Kanalbaumaßnahme in diesem Bereich vom Stadtrat beschlossen worden.

Stadtplatz Promenade

Beschluss

Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am 20.03.2002 die Neugestaltung der Nördlichen Promenade endgültig beschlossen.

Geschichte

Der ehemalige Stadtgraben im Bereich der heutigen Promenadestraße wurde ab 1776 mit dem Abraummaterial aufgefüllt, welches bei der Neuordnung des Domplatzes anfiel. Im Anschluss an die Auffüllung wurde der ehemalige Stadtgraben als Promenade angelegt. Sie wurde mehrreihig mit Linden bepflanzt, die offenbar zunächst regelmäßig geschnitten wurden.

Mit der Besiedlung des Bereiches südlich der Promenade ab 1867 begann der Wandel der Promenade von einer sehr beliebten Flaniermeile des Adels zu einem städtischen Platzraum. Der nördlichen Promenade fiel daher seit Jahrzehnten die Funktion eines Parkplatzes zu.

Aufwertungsbedarf

Durch die jahrzehntelange Nutzung als Parkplatz hat die Platzoberfläche erheblich gelitten, sie hat sich zu einem Flickenteppich verschiedener Ausbesserungen entwickelt und bildet trotzdem erhebliche Pfützen aus.

Nachpflanzungen von Bäumen verunklärten die räumliche Situation, weil sie nicht mehr dem Alleen-Prinzip folgten.

In den Jahren 2000 bis 2002 wurden weite Teile der nördlichen Promenade in eine umfassende Kanalbaumaßnahme einbezogen. Dies bedeutete die weitgehende Zerstörung der Oberfläche, das Fällen einer ganzen Anzahl von Bäumen sowie eine Fülle neuer Kanaldeckel.

Platzgestaltung

Die Baumaßnahmen schufen die Voraussetzung dafür, dass seit langem angedachte Verbesserungen für die nördliche Promenade nunmehr in Angriff genommen werden können. Ziel der Neugestaltung ist es, die Attraktivität der Bamberger Innenstadt langfristig zu sichern. Die Meinung der Beteiligten, welche Maßnahme zur Erreichung dieses Zieles die richtigen sind, gehen grundsätzlich auseinander.

Die eine Position vertritt die Auffassung, dass durch eine umfassende Steigerung der Aufenthaltsqualität die Verweildauer der Kunden in der Innenstadt erhöht, damit der Konsum angeregt und insgesamt der Umsatz der Geschäfte in der Innenstadt gesteigert wird. Dieses Konzept der hohen Verweildauer wird in ähnlicher Weise von allen großen Einkaufszentren verfolgt. Die Umsetzung auf der nördlichen Promenade bedeutet, hier im Wesentlichen Spielplätze, Aufenthaltszonen und Gastronomie anzusiedeln.

Die andere Position vertritt die Auffassung, dass nicht die Verweildauer sondern die Kundenzahl entscheidend ist. Dies erfordert, möglichst vielen Menschen eine möglichst gute Erreichbarkeit der Bamberger Innenstadt zu bieten und ein möglichst großes Einzugsgebiet anzusprechen. Je größer das Einzugsgebiet, desto höher der Anteil der Kunden, die Bamberg nur mit Hilfe eines Personenkraftwagens erreichen können. Für diese Personenkraftwagen muss möglichst viel möglichst zentraler Parkraum zur Verfügung gestellt werden, wobei eine möglichst hohe Umschlagrate der Stellplätze angestrebt wird, damit ein und derselbe Stellplatz im Tagesverlauf von möglichst vielen Kunden benutzt werden kann.

Aufgabe des Stadtplanungsamtes war es, ein Gestaltungs- und Verkehrskonzept zu entwickeln, das beiden, recht gegensätzlichen Auffassungen gerecht wird.

Daher verfolgt die Gestaltungsplanung das Grundziel, die baulichen Maßnahmen so auszubilden, dass spätere Verschiebungen zwischen den Nutzungsschwerpunkten "Parken" und "Aufenthaltsqualität" ohne teure Umbauten möglich sind.

Gestalterische Leitidee ist es, das Motiv einer Promenade aufzugreifen. Eine länglich entwickelte Freifläche mit zwei großen Baumreihen, die für vielerlei städtische Aktivitäten und Aktionen (Märkte, etc.) geeignet ist und zum Promenieren einlädt.

Die Planung sieht vor, die nördliche Promenade zwischen Heinrichstraße und Hauptwachstraße in ihrer vollen Breite und vollen Länge von Hauswand zu Hauswand als durchgehende Platzfläche auszubilden, sodass hier bei Bedarf großflächig ein attraktiver innerstädtischer Platz eingerichtet werden kann, auf dem ohne großen Aufwand Sonderaktionen stattfinden können. Eine gestalterische Trennung soll durch Pflasterrinnen geschehen. Eine räumliche Gliederung des langgestreckten Raumes findet durch zweizeilige Läuferreihen aus Granitstein statt, die jeweils in den Achsen der Baumpaare verlaufen. In den zentralen Platzflächen werden teilweise alte Basaltsteine wiederverwendet. Die übrigen Flächen werden mit einem behindertenfreundlichen Kunststein belegt, der farblich mit dem Basalt harmoniert.

Teile der nördlichen Promenade dienen bis auf weiteres weiter als Parkierungsfläche für Anwohnerstellplätze und Kurzzeitstellplätze.

Im Bereich zwischen Brückenstraße und Heinrichstraße wird eine Spielfläche verwirklicht werden, die in ihrer Gesamterscheinung dem städtischen Charakter der Promenade gerecht wird. Sie besteht einerseits aus einer künstlerisch gestalteten Landschaft aus Kalksteinen und Wasserläufen. Andererseits sind eine Reihe von robusten Spielgeräten installiert, die in ihrer Grundform (Zylinder) und ihrem Material (Edelstahl) eine einheitliche Formsprache sprechen und die Grundelemente einer jeden Promenade (Bäume, Laternen) in ihrer räumlichen Wirkung aufnehmen.

Stadtteilplatz Graf-Stauffenberg-Platz

Durch die Umbruchsituation des Ersten Weltkrieges kam die Stadtentwicklung im Bereich zwischen Pfeufferstraße und Schlüsselstraße für Jahrzehnte zum Stehen. Diese hochwertige innerstädtische Fläche wurde erst in den 1990er Jahren aufgeplant und mit der Bebauung in geschlossener Blockrandbebauung mit Geschosswohnungen begonnen. Dieser Stadtteil erhielt schrittweise einen zentralen Platz mit entsprechenden Infrastruktureinrichtungen, die sowohl der Versorgung dieses Stadtteils als auch der nördlich angrenzenden Gebiete der Insel dienen.

Nachdem die Hochbauten, die den Platz nördlich begrenzen, fertiggestellt worden sind, konnte 2004/2005 der eigentliche Graf-Stauffenberg-Platz als großzügiger öffentlicher Aufenthaltsraum fertiggestellt werden.

Straßengestaltung Elisabethenstraße

Im Vorgriff auf die Stadtsanierung „Sand“ hat eine größere Kanalbaumaßnahme im Taleinschnitt zwischen Dom - und Michaelsberg Anlass gegeben, für den Bereich der Elisabethenstraße und des Ottoplatzes bereits erste Verbesserungen vorzunehmen.Im Bereich der Elisabethenstraße/Ecke Leinritt wurde der Gehweg an der Gebäudeecke Leinritt Nr. 9 erweitert und ein Stück in den Leinritt herumgezogen. Das Pflaster in der Elisabethenstraße wurde verlängert. Beides dient der Erhöhung der Fußgängersicherheit und Verminderung der Geschwindigkeit von Kraftfahrzeugen.

Auch die Standortbedingungen des Baumes am Leinritt wurden verbessert, indem der Wurzelbereich nicht mehr asphaltiert, sondern mit offenfugigem Pflaster gefasst wurde. Darüber hinaus wurde auch ein verbesserter Schutz gegenüber mechanischen Beanspruchungen in Form eines Steinpfostens gesetzt.

Kleine Details, die zeigen, dass die Verbesserungen häufig weniger eine Frage des Geldes als eine Frage der Ideen, der Koordinierung und der richtigen Gelegenheit sind.

Im Kreuzungsbereich Elisabethenstraße/Ecke Sandstraße konnte die Bordsteinführung geändert werden. Dadurch ist die Einfahrt in die Sandstraße verengt worden. Dies erleichtert die Querung der Fußgänger, insbesondere auf dem Schulweg, zugleich unterstützt die Verengung das Erfassen und Beachten der Zufahrtsbeschränkung zum Sandgebiet. Dem selben Zweck dienen die Pflasterzeilen, die quer zur Sandstraße verlegt wurden.

Viele Touristengruppen wählen zwischen der Konzerthalle und dem Domplatz inzwischen den direkten Weg über Leinritt, Elisabethenstraße und Residenzstraße. Dies war Anlass, den Gehweg der Residenzstraße bis hinab zur Sandstraße zu verlängern. Die Elisabethenstraße wurde hierdurch erstmals auch auf der Südost-Seite mit einem Gehweg ausgestattet. Dabei wurde zugleich der historische Charakter eines nur durch Rinne abgeteilten Seitenbereiches gewahrt. Der erhebliche Höhensprung am Ottoplatz wurde mit einer individuellen Detaillösung überbrückt.

Straßengestaltung Lange Straße

Die Lange Straße ist einerseits Bestandteil des innerstädtischen Hauptverkehrsringes und andererseits zugleich eine wichtige innerstädtische Einkaufs- und Dienstleistungsstraße und zudem ein wertvoller historischer Straßenraum. Entsprechend vielfältig sind daher die Anforderungen an den öffentlichen Raum. Besonders schwierig ist es, Verkehr, Belieferung, Aufenthaltsqualität und Stadtgestaltung möglichst weitgehend zu vereinen. Seit dem Jahr 2010 arbeitet ein Arbeitskreis aus lokalen Akteuren und Fachleuten an Ideen für Aufwertungsmaßnahmen.

Treidelpfad und Uferwege

In der ganzen Stadtentwicklungsgeschichte von Bamberg spielt der Fluss als Verkehrsweg eine große Rolle. Demzufolge kam auch dem Treideln jahrhundertlang eine hohe Bedeutung zu.

Von Bug abwärts verlief der Treidelpfad am linken Flussufer. Auf Höhe der Villa Concordia wechselte der Weg das Ufer und folgte dem linken Ufer der Schleuse 100 und weiter am linken Ufer des Ludwig-Donau-Main-Kanals.

Vor Schloss Geyerswörth wechselte er auf das rechte Ufer und vom Kranen wieder zurück nach links. Ab der Kasernstraße flussabwärts verlief der Treidelpfad oder Leinritt wieder am linken Flussufer.

Fast der gesamte historische Wegverlauf hat sich nach Ende der Treidelära zu attraktiven Rad- und Fußwegen am Wasser entwickelt. Eine Ausnahme bildete allerdings der Abschnitt von der Schleuse 100 bis zum Stadtbad (heute: Tourismus & Kongress Service Bamberg): In diesem Bereich bestand viele Jahre nur ein kleiner Trampelpfad, der zudem nicht durchgehend öffentlich zugänglich war.

Mit dem Projekt des „Treidelpfades“ wurde genau dieser Abschnitt sorgsam wieder freigelegt und in zeitgemäßer Belagsoberfläche der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht. Abschnitte der gepflasterten Böschung des Ludwig-Kanals wurden vom Bewuchs befreit und wieder sichtbar gemacht. Neue Bänke und Abfalleimer wurden aufgestellt. Die angrenzenden Privatanwesen wurden behutsam mit Mauern oder Zäunen abgegrenzt. So wurde einer der schönsten Uferabschnitte Bambergs den Bürgerinnen und Bürgern zurückgegeben.

Diese Maßnahme im Sanierungsgebiet “Geyerswörth“ wurde im Rahmen der Bund-Länder-Städtebauförderung aus Mitteln des Programms „Städtebaulicher Denkmalschutz“ gefördert.

Das Projekt „Uferwege“ findet sich weiter flussabwärts zwischen Markusbrücke und Europabrücke am rechten Flussufer. In diesem Flussabschnitt war und ist der Treidelpfad am linken Ufer. Daher trägt der neue Weg nicht die Bezeichnung „Treidelpfad“, sondern „Uferweg“. Städtebauliche Zielsetzung in diesem Bereich ist es, das Stadtumbaugebiet der “Erba“ möglichst attraktiv und eng mit der Innenstadt zu verknüpfen und dabei zugleich den Straßenverkehr komplett zu umgehen.

So wurden an der Markusbrücke zwei Treppenabgänge geschaffen, die auch mit Schieberampen ausgestattet sind. Der neue Weg verläuft dann in unmittelbarer Ufernähe bis zur Konzerthalle.

Der Wegabschnitt entlang der Konzerthalle und des Kongresshotels konnte bereits vor Jahren im Sanierungsgebiet “An der Mußstraße“ erfolgreich verwirklicht werden.

Vom Quartierspark an der Mußstraße wiederum bis auf Höhe des Anwesens Am Weidenufer 63 wurde ein vollkommen neuer Uferweg kleinteilig in die vorhandene Vegetation eingebettet.

Der letzte Abschnitt vom Anwesen Am Weidenufer 63 bis zur Europabrücke bestand schon vorher, wurde nunmehr aber vollkommen neu gestaltet. Die Flusslandschaft wurde besonders stark in die Gestaltung einbezogen. Eine Ausstiegsstelle für Kajakfahrer wurde ebenso integriert wie eine Kneippanlage. In diesem Abschnitt wurde auch das Tschernobyl-Mahnmal von Jin Mo Kang aufgestellt.

Weiter flussabwärts führt der Weg über den neuen Altarmsteg in das Gelände der Erba hinein und schafft somit die Anbindung dieses neuen Stadtteils und Stadtparks an die Innenstadt.

Auch bei diesen Wegen wurden neue Bänke und Abfalleimer aufgestellt. Die angrenzenden Privatanwesen wurden behutsam mit Mauern und Zäunen abgegrenzt.

Diese Maßnahme im Stadtumbau-Gebiet „Nördliche Insel“ wurde im Rahmen der Bund-Länder-Städtebauförderung aus Mitteln des Programms “Stadtumbau-West“ gefördert.

Treidelpfad und Uferwege zusammen dienen dem übergeordneten städtebaulichen Gesamtziel, den „Hain“ am Südende der Bamberger Regnitzinsel und den „Erba-Park“ am Nordende der Bamberger Regnitzinsel für sanfte Verkehrsmittel attraktiv miteinander zu verknüpfen. Dieses Ziel hatte die Stadt Bamberg bereits im Zuge ihrer Bewerbung um die Landesgartenschau 2012 Externer Link formuliert. Daher lag die Umsetzung dieser Maßnahmen in den Händen der Landesgartenschau GmbH.

Auf Höhe der Villa Concordia fehlt nun noch die Verknüpfung der Treidelpfade zwischen den beiden Flussufern. Daher plant der Bürgerverein Bamberg-Mitte Externer Link an dieser Stelle die Errichtung einer Fährverbindung. Aus Sicht der Stadtgestaltung ist dies eine weitere Bereicherung des Zusammenspiels von Fluss und Ufern in Bamberg.

Verkehrsberuhigter Bereich "Nördliche Geyerswörthstraße"

Ziele der Planung

Unter Einbindung der Träger öffentlicher Belange sowie der betroffenen Bürgerinnen und Bürger wurden in den Vorbereitenden Untersuchungen für das Sanierungsgebiet "Untere Mühlen" unter anderem folgende Ziele für die Neuordnung gesetzt:

  • Sanierung und Neugestaltung der Unteren Mühlbrücke und der an das Untersuchungsgebiet angrenzenden Bereiche
  • Neugestaltung der Platzsituation vor der Bischofsmühle
  • Sanierung der Ufermauer und der Treppe zur Regnitz nordwestlich des Geyerswörthschlosses
  • Aufwertung des Untersuchungsgebietes durch touristische und gastronomische Einrichtungen
  • Rückbau der Verkehrsflächen vor Bischofsmühle und Geyerswörthstraße 2

Diese bereits 1993 vom Stadtrat beschlossenen Ziele sollen nunmehr mit der vorliegenden Planung, die der Bausenat der Stadt Bamberg im Jahr 2000 verabschiedet hat, umgesetzt werden.

Erläuterung der Planung

Bischofsmühle

Das heute noch vorhandene Hochbeet wird entfernt und der Fußweg entlang der Straße um die Freischankfläche der Weinstube herumgeführt.

Die Ausbildung eines Gehweges entlang der Straße stellt eine dringliche Maßnahme dar, weil die derzeitige Situation für querende Passanten ein erhöhtes Sicherheitsrisiko birgt. Die Ausbildung eines Gehwegs war auch aus der Bürgerschaft wiederholt angeregt worden.

Ferner bewirkt der Gehweg eine klarere Trennung zwischen Freischankfläche und Passantenlauffläche.

Der heutige Verlauf der Kurve von der Geyerswörthstraße zur Bischofsmühlbrücke ist zudem für Schubgelenkbusse nicht optimal dimensioniert. Der Verlauf des Bordsteines wird folglich entsprechend einer ausreichenden Dimensionierung der Schleppkurve für den Busverkehr leicht modifiziert.

Als Abgrenzung der Freischankfläche zum Gehweg hin dienen drei Mauerscheiben aus Sandstein, vor deren hauswärts gerichteter Seite jeweils ein Beet angelegt wird, von dem aus die Mauer begrünt wird.

Vor das Gebäude wird entsprechend dem beschlossenen Rahmenplan in Anlehnung an den früheren Zustand der Platzsituation eine große Roßkastanie gepflanzt.

Der Gehweg wird mit Kleinsteinpflaster aus Granit in Reihenverlegung fortgeführt. Der vorhandene Brunnen bleibt unverändert erhalten.

Geyerswörthstraße

Die Straßenführung wird so ausgebildet, daß der Hauptverkehrsstrom eindeutig erkennbar ist. Demgegenüber wird die Zufahrt zur Tiefgarage durch einen abgesenkt durchlaufenden Randstein als untergeordneter Bereich abgegrenzt.

Die Belagsoberfläche bis zur Einfahrt Tiefgarage bleibt als Asphaltdecke erhalten.

Der Fahrbahnbereich zwischen Tiefgarageneinfahrt und Geyerswörthsteg wird vollständig gespflastert. Dabei wird das teilweise bereits vorhandene Granit-Kleinpflaster in Bogenverlegung erneuert und fortgeführt.

Die Rinnen werden zweizeilig aus Granit-Großstein ausgebildet. Die Bordsteine, die jeweils an den Zugängen und Zufahrten abgesenkt sind, bleiben erhalten.

Als Gehwegbelag bleiben die vor dem Schloß Geyerswörth vorhandenen roten Klinkerplatten erhalten. Analog werden auf der gegenüberliegenden Seite die Betonplatten entfernt und durch rote Klinkerplatten ersetzt.

Der Bereich unmittelbar zwischen Schloßtor und Geyerswörthsteg soll wegen der besonderen Aussicht als Verweilmöglichkeit für Passanten und Touristen attraktiver gestaltet werden.

Verkehrskonzept

Um die Fußwegverbindung von der Tiefgarage über den Geyerswörthsteg in die Altstadt aufzuwerten und um die Aufenthaltsqualität für Touristengruppen, die sich vor den Räumen des Tourismus- und Kongreßservice zu Stadtführungen sammeln, zu erhöhen, geht der Rahmenplan davon aus, den Bereich der Geyerswörthstraße vor dem Schloß überwiegend als Fußgängerzone auszuweisen.

Dies erfordert allerdings den bordsteinfreien Umbau der Straße, was sehr teuer und auch mit den Anforderungen der Denkmalpflege nur schwer vereinbar ist.

Außerdem hat sich gegenüber dem Rahmenplan die Situation des Anwohnerparkens in der Zwischenzeit so verschärft, dass in diesem Bereich zwingend Anwohnerparkplätze vorgehalten werden müssen, will man die Menschen als Bewohner in der Stadt halten, was immer ein wichtiges Sanierungsziel ist.

Aus diesem Grunde sind nunmehr zehn Anwohnerstellplätze in die Planung integriert. Zusätzlich bleibt der vorhandene Schwerbehindertenstellplatz erhalten.

Um die Erhaltung der Stellplätze mit den Anforderungen des Fußgängerverkehrs zu verknüpfen, wird der Bereich ab der Tiefgaragenzufahrt bis zum Geyerswörthsteg als "verkehrsberuhigter Bereich" ausgewiesen.

Alle vorhandenen Grundstückszufahrten bleiben unverändert erhalten.

Sowohl vor dem Tourismus- und Kongreß-Service im Schloss Geyerswörth, als auch vor dem Geyerswörthsteg und vor der Brudermühle werden zusätzliche, qualitätvolle Fahrradabstellanlagen geschaffen.

Zeitplan

Vor Ausführung der Neugestaltung muss der Abwasserkanal in der Geyerswörthstraße erneuert werden.