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Radverkehr Sperrung Fuß- und Radweg Adenauerufer, wo soll der Verkehr hin

Gelöst / Erledigt
Eintrag vom 02.02.2026

- Bisher wurde kein Ort ermittelt! -

Sehr geehrte Damen und Herren, mit großer Verwunderung habe ich kurz vor Weihnachten die Baupläne der Stadt bezüglich dem Tiefensammler Ost gelesen. Tatsächlich soll sowohl nach damaligen als auch aktueller Planung der Fuß- und Radweg am Adenauer Ufer von der Galgenfuhr bis zur Marienbrücke für fast vier Jahre komplett gesperrt werden. Ironischerweise war in dem Zeitungsartikel auch vermerkt, dass der Straßenverkehr auf dem Kunigundendamm nicht beeinflusst wird. Aber hat sich jemand in der Stadtverwaltung jemals Gedanken gemacht, wie viel Bürgerinnen den Fuß und Radweg benutzen, um in die Stadt zum Einkäufen und zur Arbeit zu gelangen? Diese riesige Anzahl an Verkehrsteilnehmern wird auf dem schmalen Radweg/Gehsteig am Kunigundendamm gar keinen Platz finden. Schwere bis tödliche Radfahrunfälle und zähfließender Verkehr durch laufende Bürger ist wahrscheinlich nur eine von vielen Erscheinungen. Ich bitte Sie hier eindringlich, die Planung für die Sperrung des oben genannten Fuß- und Radweges dringend zu überdenken. Eine komplette Sperrung für drei Jahre darf nicht sein! Es müssen für die gesamte Bauzeit vernünftige, ungefährliche Umwege eingerichtet werden.

Kategorie: Radverkehr

Bearbeitung

04.02.2026 10:38
Status: Gelöst / Erledigt
Meldung: Guten Tag,
vielen Dank für Ihre Nachricht.

Wir verstehen sehr gut, dass ein Projekt dieser Größenordnung Unsicherheiten und Fragen aufwirft. Wie Sie vielleicht den Medien bereits vernommen haben, wird es eine kleine Verschiebung der Ausschreibung geben, die zugleich mit einer Änderung der zeitlichen Abläufe in drei Bauabschnitte einhergeht. Die Sperrung am Adenauerufer wird demnach nicht mehr im Jahr 2026 stattfinden, sondern erst ab 2027. Dies wirkt sich zudem für die Stadt und die Betroffenen positiv aus: Die Stadt Bamberg nutzt die gewonnene Zeit, um in der Vollsitzung des Stadtrats am 25. März 2026 offene Fragen zu beantworten, die Informationsangebote auf allen Ebenen zu erweitern und für die Bürger Formate der direkten Begegnung mit den Projektverantwortlichen zu schaffen. Zudem soll die zukünftige Ausgestaltung des Adenauerufers Gegenstand einer breiten Bürgerbeteiligung werden. Auch eine Veranstaltung in der Wunderburg ist in Planung, in Kürze werden wir dazu nähere Infos geben können.

Der Tiefensammler ist in dieser Form zwingend erforderlich, um die gesetzlichen Vorgaben zum Gewässer- und Hochwasserschutz einzuhalten. Die Stadt Bamberg handelt hier nicht aus freien Stücken, sondern erfüllt eine rechtliche Verpflichtung. Sowohl das Wasserwirtschaftsamt als auch die zuständige Umweltschutzbehörde haben der Stadt Fristen gesetzt, um die bestehenden Defizite im Entwässerungssystem zu beseitigen und die gesetzlichen Vorgaben zum Gewässerschutz umzusetzen. Die Projektplanung ist eng mit allen Behörden abgestimmt und entspricht dem Stand der Technik. Gerade weil alle Alternativen über Jahre intensiv geprüft wurden und alle Überlegungen an den Erfordernisse der Zeit gemessen wurden, liegt nunmehr eine Planung vor, die auf allen Ebenen mit den geringst möglichen Eingriffen in Verkehrsbeziehungen sowie Natur- und Naherholungsräumen verbunden ist.

Die Planung wurde auch insbesondere dahingehend optimiert, um die Eingriffe in den Baumbestand auf das absolut notwendige Minimum zu reduzieren. So ist es uns allein im vergangenen Jahr gelungen, die Zahl der zu fällenden Bäume durch eine Feinplanung von vorher 127 auf 45 zu reduzieren. Auch dem städtischen Umweltamt liegt nichts ferner, als dass Bäume gefällt werden. Nach Abwägung aller umweltfachlicher und rechtlicher Belange hat hier aber der Gewässerschutz Priorität. Die Fällungen werden unter Beachtung eines baumfachlichen Gutachtens vorgenommen und es werden entsprechende Ersatzpflanzungen vorgenommen.

Die Freizeitflächen am Adenauerufer selbst werden auch während der Bauzeit nutzbar bleiben. Das gilt auch für die Spielplätze, den Kiosk KUNNI und die angrenzenden baumbestandenen Wiesen. Der Geh- und Radweg muss aber gesperrt werden, was jedoch auch bei jeglicher Alternativplanung der Fall gewesen wäre. Grund: die erforderlichen Schachtbauwerke können nur auf den vorgesehenen Flächen des Adenauerufers errichtet werden.

Für den Fuß- und Radverkehr wird derzeit - auch in Zusammenarbeit mit den Fahrradverbänden - ein Umleitungskonzept erarbeitet. Die Neue Bughofer Straße wird dabei sicher eine große Rolle spielen, wobei auch angedacht ist, bereits auf Höhe der Heinrichsbrücke wieder auf das Adeauerufer Richtung Galgenfuhr einfädeln zu lassen.

Gerne stehe ich Ihnen für Rückfragen zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Team der Bürgerbeteiligung

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