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14.08.2019

Pilotprojekt "Eltern - Verstehen - Schule" kann pünktlich zum Schuljahresbeginn starten

Das Bildungsbüro der Stadt Bamberg erhält für das Projekt Finanzierungszusage in Höhe von 4.000 Euro durch die Adalbert-Raps-Stiftung

Der Anteil der Schülerinnen und Schüler mit Migrations- und Fluchthintergrund wächst in allen Schulen und stellt diese vor besondere Herausforderungen. Die Stärkung und Integration der Eltern in den Schulalltag ist für die Lernbereitschaft dieser Kinder von besonderer Wichtigkeit. Die Elternarbeit scheitert aber oft an sprachlichen oder kulturellen Hindernissen. Zudem sind neuzugewanderte Eltern mit dem hiesigen Schulsystem nicht vertraut, kennen ihre Rolle darin nicht und finden sich in der Fülle an Informationen nicht zurecht. Die hier notwendige Intensivierung der Elternarbeit ist für die Arbeit an den Schulen und für die Bildungschancen der Kinder wichtig, jedoch gibt es hierfür keine freien Ressourcen.

Starke Schulen brauchen starke Eltern. Starke Kinder brauchen beides.

Das Bildungsbüro der Stadt Bamberg hat zusammen mit dem Amt für Inklusion und dem Migranten- und Integrationsbeirat der Stadt Bamberg ein Konzept für das Schuljahr 2019/20 entwickelt, wie mit Hilfe von geschulten Sprach- und Kulturvermittlern Elternarbeit an drei ausgewählten Pilotschulen in Bamberg unterstützt und gefördert werden kann. Für die entstehenden Kosten für Ausbildung und Einsätze der sogenannten Bildungslotsen hat das Bildungsbüro eine Finanzierungszusage der Adalbert-Raps-Stiftung in Höhe von 4.000 Euro erhalten. Damit kann das Projekt pünktlich zum Schuljahr 2019/20 beginnen. „Ich freue mich über die Förderung, weil sie uns dabei hilft, den Eltern und Kindern eine bessere Bildungsperspektive in unserer Stadt zu schaffen“, sagte dazu Bürgermeister Dr. Christian Lange.

Die Bildungslotsen können dann von den Schulen zu Elternabenden, Lernentwicklungsgesprächen, wichtigen Elterngesprächen als Sprachvermittler und für die Übersetzung wichtiger Elternbriefe hinzugezogen werden. Im nächsten Schritt sollen auch Informationsveranstaltungen zum bayerischen Schulsystem, zum Übertrittsverfahren etc. von den Bildungslotsen selbst in Muttersprache angeboten werden. Ein weiteres Ziel der Bildungslotsen ist die Vernetzung der Eltern untereinander, um gemeinsam voneinander und miteinander zu lernen und den Schulalltag der Kinder besser zu unterstützen.

Die Koordinierung der Ausbildung und Einsätze der Bildungslotsen erfolgt über die Bildungskoordination für Neuzugewanderte im Bildungsbüro der Stadt Bamberg.

Weitere Informationen zum Pilotprojekt können in Kürze auf der Homepage der Stadt Bamberg unter www.stadt.bamberg.de/bildungsbuero im Bereich Bildungskoordination für Neuzugewanderte abgerufen werden.

Information und Kontakt: Martha Kummer, Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte der Stadt Bamberg, E-Mail: bildungsbuero@stadt.bamberg.de, Telefon 0951 87-1438 und Yvonne Rüttger, Projektmitarbeiterin, Amt für Inklusion der Stadt Bamberg, yvonne.ruettger@stadt.bamberg.de, Telefon 0951 87-1446