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13.02.2020

Weitere Verbesserung für seltene Tierarten

Landschaftspflegerische Arbeiten am Sonderlandeplatz

Ende September dieses Jahrs wurden am Sonderlandeplatz bereits die ersten Landschaftspflege-Arbeiten im Rahmen der Vorbereitung des Instrumentenflugs durchgeführt. In den nächsten Wochen werden diese Arbeiten fortgesetzt.

Die Schaffung von neuen Flächen mit Sandmagerrasen und Zwergstrauchheide im Zuge der IFR-Einführung ist bereits umgesetzt. Für die weitere Verbesserung der Lebensbedingungen seltener Tierarten werden im Rahmen des Landschaftspflegerischen Begleitplans nun Steinhaufen für Eidechsen sowie Brutkästen für Fledermäuse eingerichtet. Um die Fortpflanzung von Kreuzkröte und Kiebitz zu fördern, werden wasserführende Feuchtstellen geschaffen. Um dafür ausreichend Raum zu schaffen, werden Flächen, die sich heute als mehr oder weniger dichte Gehölzbestände präsentieren, von den selbstangesiedelten Birken, Brombeeren oder Pappeln befreit.

Außerdem müssen die Bäume im südwestlichen Wäldchen (Richtung Tennishalle / Brose-Gelände) aus flugrechtlichen Gründen eingekürzt werden. Die seitlichen Übergangsflächen beginnen für den Instrumentenflug in 75 m Entfernung zur Startbahnmittellinie. Das heißt, dass hier Bäume und Sträucher je nach Abstand von der Landebahn eine bestimmte Höhe nicht übersteigen dürfen. Je weiter die Bäume von der Startbahn entfernt stehen, desto weniger müssen sie gekürzt werden. Die Neigung des Übergangs ist 1:5, also gilt in 80 m Entfernung max. 1 m, bei 85 m max. 2 m, bei 90 m 3 m als maximale Höhe des Bewuchses.

Schließlich finden in diesem Bereich auch Arbeiten für die Kampfmittelsondierung statt. Parallel zur Startbahn soll hier in Zukunft das neue offene Bett des Seebaches entstehen, der bislang teilweise verrohrt unter der Erde verläuft. Für die Landschaftsmaßnahme ist es notwendig, die Flächen auf Kampfmittel zu untersuchen, was in diesem Winter erfolgen wird. Für diese Untersuchungen werden am Rand des Wäldchens Büsche stark eingekürzt, um den Boden für die Geräte zugänglich zu machen.

Als ökologische Bauüberwachung für die Arbeiten ist die Biologin Dr. Beate Bugla beauftragt.