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28.10.2011

Bildungs- und Teilhabepaket gestartet:
Anträge auf Leistungen können gestellt werden!

Sie könenn Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket der Bundesregierung beantragen. Das neue Gesetz soll die Teilnahme von bedürftigen Kindern und Jugendlichen an Angeboten wie Nachhilfe, Musikschule, Sport, Mittagessen in Kindertagesstätten und Schulen oder Klassenausflügen ermöglichen.

Anspruchsberechtigt sind Kinder von Eltern, die Arbeitslosengeld II, Sozialgeld, Kinderzuschlag, Wohngeld, Hilfe zum Lebensunterhalt bzw. bei Erwerbsminderung oder Grundsicherung im Alter beziehen. Für Bezieher von Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld ist das Jobcenter Stadt Bamberg zuständig (Tel. 9128-500). Für alle übrigen Personen das Amt für soziale Angelegenheiten der Stadt Bamberg (Tel. 87-1520).

Ausnahme: Für die Übernahme des gemeinschaftlichen Mittagessens in Kindertageseinrichtungen ist das Jugendamt zuständig (Tel. 87-1539).

Das Bildungs- und Teilhabepaket umfasst folgende Leistungen:

  • Das gemeinschaftliche Mittagessen in den Kindertageseinrichtungen und in der Schule wird abzüglich einer Eigenbeteiligung von 1 Euro je Essen übernommen.
  • Für Ausflüge von Schulen und Kindertageseinrichtungen werden die tatsächlichen Kosten gezahlt. Das gleiche gilt auch für mehrtägige Fahrten. Finanziert werden in der Regel die Kosten für Bus bzw. Zug, Unterbringung, Eintrittspreise und Ähnliches. Der Antrag muss vor Beginn der Fahrt gestellt werden.
  • Schülerinnen und Schüler erhalten zum 1. August einen Zuschuss in Höhe von 70 Euro und zum 1. Februar in Höhe von 30 Euro für den Schulbedarf. Anschaffungen wie Schulranzen, Sportzeug und Schreib-, Rechen- und Zeichenmaterialien sollen hierdurch erleichtert werden. Diese Leistung ist bisher in einer Summe (100 Euro) gezahlt worden.
  • Für Schülerinnen und Schüler ab der 11. Jahrgangsstufe aus Familien, die Wohngeld oder Kinderzuschlag erhalten, wird der jährliche Eigenanteil in Höhe von 395 Euro für die Fahrtkosten übernommen. Die bisher geltenden Regelungen für die Befreiung von Fahrtkosten bleiben weiterhin gültig.
  • Bei Kindern, deren Versetzung in die nächste Klassenstufe gefährdet ist, können die Kosten für Nachhilfeunterricht übernommen werden. Vorraussetzung ist, dass die Schule den Bedarf bestätigt und keine vergleichbaren schulischen Angebote bestehen. Der Antrag muss vor Beginn der Lernförderung gestellt werden.
  • Für die Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben wird für Kinder und Jugendliche monatlich ein Betrag von maximal 10 Euro übernommen. Das Geld kann zum Beispiel eingesetzt werden für Mitgliedsbeiträge in Vereinen aus den Bereichen Sport, Spiel und Kultur (z.B. Fußballverein), für Unterricht in künstlerischen Fächern (z.B. Musikunterricht), Aktivitäten der kulturellen Bildung (z.B. Teilnahme an Museumsführung) oder Teilnahme an Freizeiten (z.B. Pfadfinder-Ausflug).

Weitere Informationen finden Sie hier:

Amt für soziale Angelegenheiten