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24.02.2020

Drohende Abschiebung soll verhindert werden

OB Starke setzt sich für tschetschenische Familie ein

Oberbürgermeister Andreas Starke hat sich an die Regierung von Oberfranken und die Härtefallkommission im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration gewandt und sich für den Verbleib einer tschetschenischen Familie in Bamberg eingesetzt. Der Lehrer des tschetschenischen Geschwisterpaares hatte zuvor den Oberbürgermeister auf die fatale Situation der in Bamberg lebenden Familie, die wohl unwiederbringlich abgeschoben werden soll, aufmerksam gemacht. Oberbürgermeister Andreas Starke betonte: „Ich bin der Ansicht, dass dringende persönliche und humanitäre Gründe gegen eine Abschiebung dieser Familie sprechen und bitte deshalb um Prüfung aller bestehenden Möglichkeiten zur Abwendung der Maßnahme. Die drohende Abschiebung der Familie muss verhindert werden.“

Die Familie ist aktuell in der Gemeinschaftsunterkunft in der Geisfelder Straße 98 untergebracht und hat sich über die Jahre hier in Deutschland sehr gut integriert. Die beiden jüngeren der insgesamt vier Kinder sind in Deutschland geboren, die beiden älteren besuchen derzeit das Dientzenhofer Gymnasium und haben sich sowohl in die jeweilige Klassengemeinschaft, als auch durch sportliches Engagement in der Freizeit gesellschaftlich bestens eingefügt. Dadurch sind viele Kontakte und auch Freundschaften entstanden.

Eine Abschiebung nach Tschetschenien wäre auch aus medizinischen Gründen fatal für die sechsköpfige Familie. Wie der Stadt Bamberg mitgeteilt wurde, sind massive gesundheitliche Beeinträchtigungen von mindestens zwei Kindern diagnostiziert und würden sich voraussichtlich durch die mindere medizinische Versorgung in Tschetschenien noch weiter verschlechtern.