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Corona-Frage des Tages

Darf man in den Bereichen der Innenstadt Bambergs, in denen nun die Maskenpflicht gilt, die Maske trotzdem abnehmen, um etwas zu essen, zu trinken oder auch zu rauchen?

Ja, das darf man. Jedoch nur, wenn man dies zügig tut, dazu stehen bleibt und den Mindestabstand von 1,5 Metern zu seinen Mitmenschen einhält.

Leuchtet die bayerische „Corona-Ampel“ eigentlich noch?

Nein, sie hat Pause. Die Achte Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung gilt seit dem 2. November bis einschließlich 30. November 2020. Sie setzt die „Corona-Ampel“ außer Kraft. Die neuen Maßnahmen gehen in vielen Bereichen weiter als die Regelungen der „Corona-Ampel“. Allerdings gelten zusätzlich zur achten Verordnung die bereits erlassenen Allgemeinverfügungen der Stadt Bamberg bezüglich der Maskenpflicht auf stark frequentierten Plätzen, zum Verbot des Außer-Haus-Verkaufs alkoholischer Getränke in den angegebenen Bereichen und Zeiten sowie zur Pflege.

Warum müssen in Barber-Shops keine Masken getragen werden, während Schönheitssalons ganz schließen mussten?

Schließen mussten alle Dienstleistungsbetriebe wie Kosmetikstudios, kosmetische Fußpflegebetriebe und Nagelstudios, bei denen eine körperliche Nähe zum Kunden unabdingbar ist. Dienstleistungen des Friseurhandwerks, die mitunter auch körpernah erbracht werden, sind aber laut bayerischem Gesundheitsministerium ausdrücklich erlaubt. Sie dürfen unter Einhaltung der üblichen Abstands- und Maskenregelungen weiterhin geöffnet bleiben. Nicht ausgeschlossen sind Bartrasuren als notwendige Hygienemaßnahme des Friseurhandwerks, auch wenn die Kunden dazu die Maske abnehmen müssen. Hierbei entfällt die Maskenpflicht, da sie die Art der Dienstleistung nicht zulässt.

Keine Maske tragen in einem Areal, in dem die Maskenpflicht gilt – was passiert?

Das kann richtig teuer werden. Laut dem Bußgeldkatalog „Corona-Pandemie“ werden 250 Euro fällig.

Die Stadt Bamberg hat eine neue Allgemeinverfügung erlassen. Was ändert sich?

Der Bereich, in dem eine Maske getragen werden muss und in dem der Konsum von Alkohol von 22 bis 6 Uhr untersagt ist, wurde um die Luitpoldstraße (ab Ludwigstraße bis Einmündung Obere Königstraße) und die Obere Königstraße (ab Einmündung Luitpoldstraße bis Kettenbrückstraße) erweitert. Der von der Maskenpflicht betroffene Bereich ist unter www.stadt.bamberg.de/corona - Stichwort Dokumente - einzusehen.

Die Allgemeinverfügung gilt neben den Vorgaben der achten Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung. Ebenso ist weiterhin der Verkauf und die Abgabe von alkoholischen Getränken im Sandgebiet, auf der Unteren und Oberen Brücke sowie im Bereich Obstmarkt und Gabelmann ab 20 Uhr von Freitag auf Samstag und von Samstag auf Sonntag sowie vor einem gesetzlichen Feiertag verboten. Verordnung wie Verfügung gelten bis einschließlich Sonntag, 30. November, der Verbot des Alkohol-to-go-Verkaufs bis 23. Dezember.

Was mache ich, wenn ich leichte Erkältungssymptome habe?

Wer Erkältungssymptome hat, sollte soziale Kontakte vermeiden und sich zuhause auskurieren. Um zu klären, ob es sich um Covid-19 oder „nur“ um eine Erkältung handelt, sollte auf jeden Fall seine Hausärztin bzw. seinen Hausarzt konsultieren. Ärztin oder Arzt entscheiden anhand der Schwere der Erkrankung, ob ein Corona-Test erforderlich ist. Wenn Sie nicht getestet werden, gilt: Bleiben Sie trotzdem zuhause, bis Sie wieder gesund sind. Patientinnen und Patienten mit leichten Atemwegserkrankungen können sich dem Bundesgesundheitsministerium zufolge seit dem 19. Oktober telefonisch krankschreiben lassen. Weiterhin an die AHA-Formel halten, Corona-Warn-App nutzen, soziale Kontakte reduzieren und so eine Überlastung des Gesundheitssystems verhindern, das ist die Empfehlung des Bundesgesundheitsministeriums für den Moment.

Erkältung oder Corona-Infektion – wer wird getestet?

Bei leichten Erkältungssymptomen sollten nur diejenigen getestet werden, die 

  • einer Risikogruppe angehören
  • in der Pflege, in einer Arztpraxis, in einem Krankenhaus tätig sind
  • einer hohen Virenlast ausgesetzt waren
  • Kontakt mit mehreren Personen hatten, die positiv auf Covid-19 getestet wurden
  • während der Zeit der Erkältung viele Menschen getroffen haben, die man hätte anstecken können
  • engen Kontakt zu vielen Menschen oder Risikopatienten haben.

Bei schweren Erkältungssymptomen oder gestörtem Geruchs- oder Geschmackssinn sollte in jedem Fall getestet werden.

Woran erkenne ich eine echte FFP2-Maske?

Echte FFP2-Masken müssen ein CE-Kennzeichen haben. Sie müssen zudemeine vierstellige Nummer vorweisen, die Aufschluss über die zugelassenePrüfstelle gibt – 0158 steht für die Dekra Testing and Certification GmbH,0121 für das Institut für Arbeitsschutz der Deutschen GesetzlichenUnfallversicherung. Weiterhin ist die Klasse FFP2 angegeben, nach einerLeerstelle folgt „NR“ für eine Schicht, „R“ für wiederverwendbar und „D“ fürDolomitstaubtest bestanden. Darüber hinaus müssen Nummer und Jahr derVeröffentlichung der Europäischen Norm abgedruckt sein, nicht fehlen solltenauch Herstellername oder Marke. Die Gefahr ist groß, dass man eineungeprüfte, mangelhafte oder gefälschte Maske erwischt. Dekra schätzt, dass60 bis 80 Prozent der aktuell auf dem Markt befindlichen Masken nichtregelkonform zugelassen sind. Wer sich unsicher ist, ob er eine echte FFP2-Maske erworben hat, wende sich an den Verkäufer der Maske, zum Beispiel andie Apotheke oder den Internet-Shop. Dieser ist zum Nachweis verpflichtet, obdie FFP2-Maske den Normen entspricht.

Was ist seit dem 13. November 2020 neu in Sachen Sport?

Untersagt sind laut Bayerischem Innenministerium der Betrieb und die Nutzung von Sporthallen, Sportplätzen, Fitnessstudios, Tanzschulen und anderen Sportstätten. Zulässig ist jedoch weiterhin der Betrieb und die Nutzung von Sportstätten unter freiem Himmel („Outdoor-Sportstätten“) für die Ausübung von Individualsportarten allein, zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Hausstands.

Ich habe Anfang Dezember geplant, zusammen mit Verwandten und Bekannten eine Scheune leerzuräumen. Dazu ist auch eine Mulde bestellt. Ist die Unternehmung machbar?

Die derzeit gültigen Regelungen erlauben das Leerräumen der Scheune leider nicht. Zu beachten sind die Kontaktbeschränkungen. Wie übrigens auch bei einem Umzug ist der gemeinsame Aufenthalt nur mit Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstandes gestattet, wobei maximal zehn Personen zusammenkommen dürfen. Die achte Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung, die unter anderem Kontakte beschränkt, gilt aber nur bis Montag, 30. November. Ende November ist mit einer nachfolgenden Verordnung zu rechnen. Ob es bei der Kontaktbeschränkung angesichts des Infektionsgeschehens zu Lockerungen kommt, ist allerdings mehr als fraglich.

Darf ich am ZOB meine Maske abnehmen, um kurz zu rauchen?

Nein. Im Bereich des Öffentlichen Personennahverkehrs, also an Bushaltestellen, dem Zentralen Omnibusbahnhof und dem Bahnhof gilt die Maskenpflicht. Grund hierfür ist, dass sich Menschen auf diesen Flächen beim Ein-, Aus- und Umsteigen häufig näherkommen. Daher ist es dort nicht gestattet, die Maske für kurze Zeit abzunehmen.

Fällt der Fasching 2020/21 komplett aus?

Das Streichkonzert macht vor dem Fasching nicht halt. In Nordrhein-Westfalen beispielsweise sind bereits große Umzüge sang- und klanglos abgesagt worden, das Totenglöckchen bimmelte auch schon für den BRK-Rosenmontagsball in Bamberg. Ob der Abgesang für närrische Aktivitäten so weitergeht, bleibt abzuwarten. Könnte ja sein, dass kreative Narren in ungewohnter Form aktiv werden.

Ein Chormitglied ist verstorben. Darf der Chor zum Abschied am Grab singen?

Ja, das ist möglich. Im Freien darf musiziert und gesungen werden. Es sind allerdings die Abstandsregelungen zu beachten. So muss der Abstand zwischen den einzelnen Sängerinnen und Sängern mindestens eineinhalb Meter betragen. Außerdem muss das musizierende Ensemble den Abstand von mindestens eineinhalb Metern zur übrigen Trauergemeinde wahren. Eine Begrenzung, wie viele Personen an einer Bestattung teilnehmen dürfen, gibt es nicht. Beisetzungen werden hier wie Gottesdienste behandelt. Das Friedhofsamt der Stadt Bamberg empfiehlt die Obergrenze von 50 Personen.

Im Inneren regelt das Abstandsgebot die Teilnehmerzahl. Zwischen den Stühlen müssen in alle Richtungen eineinhalb Meter Abstand eingehalten werden. Für die große Aussegnungshalle bedeutet das, dass maximal 46 Plätze bereitstehen, in der kleinen Aussegnungshalle acht Plätze. Innen darf auch musiziert werden. Gesang und Blasmusik sind aber nur per Tonträger möglich, live gingen zum Beispiel Klavier-, Orgel- und Harfenklänge sowie das Geigenspiel.  

Darf meine Großmutter aus der Ukraine mich besuchen kommen?

Ja, das ist möglich. Sie braucht dazu erstens ein Visum. Zweitens gilt die Quarantänepflicht. Das heißt: Die Großmutter muss sich unmittelbar nach der Einreise auf direktem Weg zur Wohnung der Enkelin begeben und sich für einen Zeitraum von zehn Tagen nach ihrer Einreise ständig dort aufhalten. Zum Dritten muss sie sich unter www.einreiseanmeldung.de digital anmelden. Die pdf-Datei, die sie als Bestätigung erhält, zeigt sie etwa dem Zugbegleiter vor. Es ist außerdem davon auszugehen, dass sie bei ihrer Einreise getestet wird oder das Gesundheitsamt nach der Einreise eine Testung verlangt.  

Warum müssen Rad- und Rollerfahrer in der Bamberger Innenstadt keine Maske mehr tragen?

Das Sicherheitsrisiko ist einfach zu groß. Die Maske engt das Gesichtsfeld ein, außerdem haben Brillenträger ständig mit der beschlagenen Brille zu kämpfen. Darüber hinaus wird der nötige Sicherheitsabstand im Straßenverkehr selten unterschritten. Die neue Regelung gilt in der Bamberger Innenstadt seit Freitag, 20. November.

Was können Angehörige unternehmen, um die Situation in Pflegeeinrichtungen nicht weiter zuzuspitzen?

Angehörige sollten sich wirklich gut überlegen, ob sie von einem Besuch zum jetzigen Zeitpunkt nicht Abstand nehmen können. Die Situation in einigen Einrichtungen ist derart angespannt, dass nicht viel fehlt, um eine echte Notlage zu provozieren. Folge wäre der komplette Lockdown mit weitreichenden Auswirkungen für die Bewohnerinnen und Bewohner sowie allen Pflegenden. Deshalb gilt jetzt: Lieber auf einen Besuch verzichten in der Hoffnung, dass der Kontakt wieder aufgenommen werden kann, wenn Weihnachten gefeiert wird.

Gibt es bald eine Corona-Impfpflicht?

Nein. Eine Impfpflicht war nie geplant oder vorgesehen. Das hat auch der Bundesgesundheitsminister in seiner Rede zum dritten Bevölkerungsschutzgesetz klargestellt. Die Ministerpräsidenten haben die Ablehnung einer Impfpflicht in ihrem Beschluss vom 16.11.2020 ebenfalls bekräftigt.