Einsatz-Training auf dem Wasser
Zehn Rettungsorganisationen frischen ihr Praxiswissen auf und üben die Zusammenarbeit
Sechs Stunden lang probten 52 Einsatzkräfte jüngst den Ernstfall auf dem Wasser. Rund um Bamberg waren zehn Rettungs-Organisationen mit 14 Booten engagiert bei der Sache und trainierten an verschiedenen Stationen auch das Zusammenspiel untereinander. „Die Übung verlief sehr erfolgreich, professionell und harmonisch“, freute sich Elmar Mackert, Leiter der federführenden Wasserschutzpolizei Bamberg.
Bei der Übung wurden die im Lauf eines Jahres üblicherweise auftretenden Einsatzszenarien abgebildet. Die einzelnen Teile sollten dabei nicht lehrbuchgemäß, sondern praxisorientiert gemeistert werden. Dazu wurden die Bootsführer angepasst an ihren jeweiligen Ausbildungsstand entsprechend betreut. Beteiligt waren die Ständige Wache Bamberg, die Freiwilligen Feuerwehren aus Bischberg und Viereth, die Wasserwacht-Ortsgruppen Bamberg und Forchheim, die DLRG Bamberg-Gaustadt sowie die Wasserschutzpolizei aus Bamberg, Schweinfurt, Nürnberg und Herrsching.
Neben der Auffrischung der praktischen Fertigkeiten war es ein weiteres Ziel, einen möglichst großen Austausch der Einsatzkräfte untereinander in den Booten zu ermöglichen, um hier die deutlich voneinander abweichenden Bootskonzepte der Organisationen kennenzulernen und zu erfahren. Und es sollte auch der bei einem Einsatz dringend erforderliche organisationsübergreifende Zusammenhalt durch die Übung weiter gefestigt werden.
Abschleppen, Bergen, Anlanden
Alle Einsatzkräfte hatten vier Stationen zu absolvieren mit je einer Stunde Trainingsdauer pro Station. Beim ersten Übungsteil an der Schleuse Bamberg ging es um das Schleppen und Bergen von Booten sowie das Anlanden an einem vorgegebenen Ort. Station Nr. 2 befand sich im Hafenbecken in Bamberg. „Person über Bord“ lautete hier das Szenario, bei dem es galt, eine Puppe zu bergen, eine Herz-Lungen-Wiederbelegung zu vollziehen und diese unter laufender Reanimation an Land zu bringen. Im Main-Donau-Kanal zwischen Bamberg und Bischberg übten die Bootsführer das Manöverfahren in der Heckwelle des Streckenbootes. Die vierte Station befand sich am Main talwärts bei der Marina Trosdorf. Hier war ein Boardingmanöver mit einem anderen Kleinfahrzeug zu vollziehen und mit den Booten am Ufer zu landen.
Am Ende des intensiven Trainings zog Organisator Mackert ein positives Fazit: „Die Rückmeldungen der Teilnehmer waren ausnahmslos positiv verbunden mit dem Wunsch, auch im nächsten Jahr wieder gemeinsam zu trainieren.“