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Radwegenetz

Seit 1994 liegt ein gesamtstädtisches klassifiziertes Radverkehrsnetz als Grundlage der weiteren Radverkehrsplanungen vor. Im noch gültigen Verkehrsentwicklungsplan 2002 wurde dieses Radverkehrsnetz (zuletzt aktualisiert in 2010) fortgeschrieben. Das Rückgrat des städtischen Radverkehrsnetzes bilden 11 Cityrouten, die sternförmig vom Stadtrand in die Innenstadt führen. Ergänzt werden sie durch Stadtteilverbindungen sowie Nebenrouten für die Erschließung innerhalb der Stadtteile.

Auf der Grundlage des Radverkehrskonzeptes will die Stadt Bamberg den Radverkehr systematisch fördern:

  • Planungsgrundlage zur systematischen Förderung des Radverkehrs
  • Standards für Radverkehrsinfrastruktur als Arbeitsgrundlage zur Mängelbewertung
  • Priorisierung des Mitteleinsatzes in Bauprogrammen, u.a. Fahrradprogramm
  • Priorisierung für Wegeunterhaltung, z.B. Belagsarbeiten, Grünschnitt
  • Berücksichtigung in größeren Projekten
  • Grundlage für Förderanträge, u.a. Kommunaler Klimaschutz, GVFG, etc.

Der Radverkehrsanteil ist in Bamberg von 2005 bis 2015 von 22 Prozent bereits auf 30 Prozent angestiegen. Um den Radverkehrsanteil weiter zu erhöhen und den Radverkehr sicher und komfortabel zu führen, muss das Radverkehrsnetz weiter ausgebaut werden. Attraktive Verbindungen für den Radverkehr gibt es dabei nicht nur auf baulichen Radwegen, auch weitere Netzelemente, wie z. B. Radfahrstreifen, Schutzstreifen, Fahrradstraßen, geöffnete Einbahnstraßen und Verkehrsberuhigte Bereiche bieten gute Voraussetzungen für das Radfahren.

Im Rahmen der Fortschreibung zum Verkehrsentwicklungsplan 2035 wurde das vorhandene Radwegenetz(Karte 9 - Führungsformen des Radverkehrs, Stand 2016) detailliert untersucht. Das Ergebnis der Bewertungfließt in die derzeit in Abstimmung befindliche Erarbeitung der Maßnahmenpakete ein.

Jährliches Fahrradprogramm

Die Infrastruktur für den Radverkehr wird kontinuierlich ausgebaut. Anstehende und aktuelle Maßnahmen werden in ein jährliches Fahrradprogramm gefasst. Welche Maßnahmen bereits ergriffen wurden und was an neuen Radwegen, Markierungen oder Abstellanlagen geplant ist, zeigt die Karte Radverkehrsprojekte 2018 - 2020.

Das aktuelle Fahrradprogramm 2020 umfasst folgende Maßnahmen:

  • Erweiterung der Radabstellanlagen im Stadtgebiet (1.000 neue Radabstellplätze)
  • Bike & Ride Würzburger Straße
  • Schutzstreifen Margaretedamm
  • Cityroute 9 - Knoten Nürnberger-/Holzgarten-/Moosstraße: Markierung von aufgeweiteten Radaufstellstreifen in der Nebenrichtung
  • Cityroute 6 - Radwegsanierung Memmelsdorfer Straße im Abschnitt Heidelsteig-/ Feldkirchenstraße
  • Cityroute 7 - Zollner-/ Weißenburgstraße: Lückenschluss mit ARAS in der Nebenrichtung
  • Trimbergstraße - Öffnen der Einbahnstraße mit Umbau der Lichtsignalanlage
  • Evaluierung Verkehrsversuch Markusplatz
  • Evaluierung Verkehrsversuch Friedrichstraße

Fahrradstraßen

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Mit der Einrichtung von Fahrradstraßen werden Qualität, Verkehrssicherheit und Attraktivität von Radverkehrsverbindungen erhöht, zum Beispiel auf der viel befahrenen Radverkehrsroute zwischen Innenstadt und Erba-Park oder auf Routen durch das Gärtnerviertel in Bamberg-Mitte.

Bereits im Jahr 1998 wurde die Kleberstraße als erste Fahrradstraße Bambergs eingeweiht, seitdem folgten in den Jahren 1999 (Fahrradstraßen durch Bamberg-Mitte), 2005 (Unterer Leinritt) und 2019 (Eckbertstraße) weitere Ausweisungen zu Fahrradstraßen. Das Fahrradquartier „Mayersche Gärtnerei“ wurde im Jahr 2018 eingeweiht, 2019 folgte das Fahrradquartier „Bamberg-Mitte“.

Wo es bereits heute viel Radverkehr gibt oder er künftig erwartet wird, können Fahrradstraßen eingerichtet werden. Nähere Informationen zu Fahrradstraßen im Flyer Fahrradstraßen für Bamberg und Fahrradstraßen in Bamberg.

Wegweisung

Die Radwegweisung ist ein zentraler Baustein der Radverkehrsförderung. Sie hilft dabei, die bestehenden Radverkehrsnetze für die Öffentlichkeit sichtbarer zu machen und bietet Orientierung. Die weiß-grünen Schilder sind leicht verständlich und ermöglichen komfortables Radfahren – sowohl beim Radeln im Alltag als auch in der Freizeit.

Im Jahr 2013 wurde die touristische Radwegweisung an die landesweiten Vorgaben zur wegweisenden Beschilderung angepasst.

Im Einsatz sind Pfeil-, Tabellen- und Zwischenwegweiser. Damit diese leicht verständlich sind, gibt es einheitliche Vorgaben für alle Schilder: gleiche Schriftfarbe, Regelgrößen für die verschiedenen Schildertypen und Platzierung von Piktogrammen. Für touristische Routen sind Einschubplaketten vorgesehen. Auch die Größenverhältnisse von Schildern und Schrift sind bundesweit nach den Vorgaben der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV) in einem Leitfaden festgelegt.

Mit Anpassung der Wegweisung wurden auch städtische Ziele mitaufgenommen. Das Wegenetz besteht aus aktuell 16 touristischen Radrouten und ausgewählten Cityrouten
Die Kernelemente der Radwegweisung sind Ziel- und Zwischenwegweiser. Zielwegweiser zeigen wichtige Informationen zu Hauptzielen, unterschieden nach Nah- und Fernzielen. Die neutralen Zwischenwegweiser zeigen den Streckenverlauf zwischen den Zielwegweisern.

Unterhalt

Für die alltägliche Nutzung des Fahrrads – auch bei Nacht, schlechtem Wetter und zu jeder Jahreszeit – ist komfortables und zügiges Radfahren zu gewährleisten. Daher sollte auf den Unterhalt und die Reinigung von Radwegen ein besonderes Augenmerk gelegt werden.

Bei der Reinigung handelt es sich vorrangig um die Beseitigung von verkehrsbehindernden Verschmutzungen wie Laub und Scherben. Zur Reinigung gehört auch die Befreiung von Straßen und Wegen von Schnee und Glätte im Winter.

Für den Unterhalt der Radverkehrsinfrastruktur ist der jeweilige Straßenbaulastträger zuständig, der diese regelmäßig kontrolliert. Mangelhafte Oberflächen wie Schlaglöcher oder Wurzelaufbrüche sind auf Radwegen für Radfahrende ein Ärgernis und können je nach Art und Umfang ein ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko darstellen. Umfangreiche Sanierungsmaßnahmen werden in das jährliche Fahrradprogramm aufgenommen.

Über die Meldeplattform Bürgerdialog können Mängel auf Radwegen gemeldet werden.

Winterdienst

Damit auch bei Eis und Schnee Verkehrswege gut und sicher genutzt werden können, räumen und streuen die Mitarbeiter des EBB die öffentlichen Verkehrsflächen. Aufgabe und Ziel des Winterdienstes ist es, dem Verkehrsteilnehmer eine möglichst hohe Sicherheit im Rahmen der Leistungsfähigkeit zu ermöglichen. Gleichzeitig soll die Umweltbelastung durch das Streuen möglichst gering gehalten werden.

Die Winterdienstarbeiten für Geh- und Radwege beginnen um 6.00 Uhr und enden um 20.00 Uhr.

Da der Radverkehr im Winter immer mehr zunimmt, werden Maßnahmen zur Optimierung des Winterdiensts auf Radverkehrsanlagen diskutiert und aktuell ein Winterroutennetz abgestimmt.