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Fahrradparken

Ausbau von Radabstellanlagen sowie das Entfernen von Schrottfahrrädern

Mit der zunehmenden Fahrradnutzung wächst der Bedarf an Flächen für das Fahrradparken. In der Innenstadt sind bereits an zahlreichen Punkten Fahrradabstellanlagen vorhanden. Weitere Standorte sind erforderlich und müssen in das Stadtbild integriert werden, z.B. durch die Umwandlung von Pkw-Parkplätzen zu Fahrradabstellplätzen. Durch eine Verbesserung der Abstellmöglichkeiten für Fahrräder an Wohn- und Zielorten kann ein erhebliches Potential für die Fahrradnutzung im Alltag neu erschlossen werden.

Öffentliche Radabstellanlagen

Als Standardbügel wird im öffentlichen Raum ein verzinkter Radanlehnbügel mit Querholm verwendet. Bis 2017 wurden rund 1.400 Radabstellplätze verwirklicht, bis Ende 2019 konnten zusätzliche 1.200 Radabstellplätze im öffentlichen Raum geschaffen werden.

Fahrradparkhaus

Das im März 2012 eröffnete Fahrradparkhaus in Bamberg wurde in das denkmalgeschützte ehemalige Dienstgebäude der Deutschen Bahn an der Brennerstraße integriert. Das doppelstöckige, ADFC-zertifizierte Parksystem bietet Platz für 330 Räder. Zusätzlichen Komfort bieten 52 Schließfächer und eine manuelle Lufttankstation. Für Besitzer von E-Bikes sind Schließfächer mit Stromanschluss verfügbar zum Laden von Akkus. Der 24 Stunden Betrieb wird vollkommen automatisch durch eine Durchgangsschleuse kontrolliert und über einen Ticketautomaten abgerechnet.
Das Radhaus ist nicht nur wichtige Verkehrsdrehscheibe, die Umnutzung des denkmalgeschützten Betriebsgebäudes stellt ein innovatives Beispiel für die Bahnflächenkonversion dar und ist mit dem Bauherrenpreis 2014 ausgezeichnet worden.

Fahrradabstell-Satzung

Seit 9/2014 ist die „Satzung über die Herstellung und Bereithaltung von Kfz-Stellplätzen und Fahrradabstellplätzen der Stadt Bamberg“ rechtskräftig. Durch diese Satzung wird bei allen Neubauten und bei Nutzungsänderungen ein baulicher Nachweis von Radabstellplätzen notwendig (Nachweis kann auch mit 400 € je Radabstellplatz abgelöst werden). Vorgaben der Stellplatzsatzung haben zu spürbarer qualitativer und quantitativer Verbesserung der Radabstellanlagen bei Neubauvorhaben geführt.

Schrottfährräder

Durch den hohen Radverkehrsanteil ist die Nachfrage an Radabstellplätzen im Stadtgebiet enorm hoch. Aufgrund der konkurrierenden Flächenansprüche im öffentlichen Raum, kann der steigende Bedarf über den Neubau alleine nicht gedeckt werden. Zugleich müssen bestehende Radabstellplätze funktionstüchtig bleiben und dürfen nicht durch augenscheinlich aufgegebene Fahrräder oder Schrottfahrräder blockiert werden. Hierbei wird zwischen zwei Kategorien unterschieden:

  • Fundfahrrad – ein unversperrtes Fahrrad in einem technisch soliden Grundzustand auf öffentlichem Verkehrsgrund, kann vom Finder im Fundbüro abgegeben werden (ähnlich wie Geldbörsen, Schlüssel, etc.)
  • Schrottfahrrad – ein Rad das aufgrund seines technischen Zustandes nicht am Straßenverkehr teilnehmen kann (Fehlende Räder oder nur Rahmen vorhanden, keine Kette und kaputte Schaltung, etc.)

Fund- und Schrottfahrräder können entweder telefonisch (0951 87-1293) oder per E-Mail fundfahrrad@stadt.bamberg.de gemeldet werden. Innerhalb von 8-10 Werktagen werden diese Meldungen durch das Ordnungsamt vor Ort geprüft und - falls es sich tatsächlich um ein Fund- bzw. Schrottfahrrad handelt - mit einem Aufkleber gekennzeichnet.

Nach 3-8 Wochen werden die Fahrräder vom EBB abgeholt und in die Fundfahrradhalle gebracht. Nach Ablauf der Mindestaufbewahrungsfrist von 6 Monaten werden die Fundfahrräder in die jährliche Fahrradversteigerung aufgenommen.