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22.08.2019

Freie und sichere Fahrt für Radfahrer

Verkehrsversuch Friedrichstraße – 2 Meter breiter Fahrradweg ist fertig

Freie und sichere Fahrt für Radfahrer in Bamberg: Der „Verkehrsversuch Friedrichstraße“ zwischen Wilhelmsplatz und Schönleinsplatz, der für mehr Sicherheit für Radfahrerinnen und Radfahrer sorgen wird, kann starten. Der Umweltsenat hatte im Mai beschlossen, dass in der Friedrichstraße die Radler zukünftig nicht mehr im motorisierten Verkehr mitfahren müssen, sondern ihnen ein zwei Meter breiter Radfahrstreifen zur Verfügung steht. Die Asphalt- und Markierungsarbeiten sind nun rechtzeitig vor Beginn der Sandkerwa abgeschlossen worden.

Das Besondere: Der Radfahrstreifen ist nicht nur mit rund zwei Metern angenehm breit, sondern ist auch durch eine durchgezogene Linie vom motorisierten Verkehr abgetrennt. „Schutzstreifen mit gestrichelter Linie dürften von Autos überfahren werden“, so die Fahrradbeauftragte Dagmar Spangenberg: „Wir sind überzeugt, dass das Radfahren so auch ein Stück sicherer wird.

Die Markierung des Radwegs ist in gelber, also in Baustellenfarbe erfolgt. „Der Verkehrsversuch soll bewusst die Möglichkeit für weitere Verbesserungen offen halten,“ so Baureferent Thomas Beese. Zusätzlich wurde im Zuge des Verkehrsversuchs an der Fußgängerampel Friedrichstraße/Herzog-Max-Straße das veraltete Steuergerät ausgetauscht und zur Erhöhung der Fußgängersicherheit die Außenanlage auf LED-Signalgeber umgerüstet sowie ein zusätzlicher Fußgängerschutzblinker installiert.

Wie auch die Initiative Radentscheid mit Freude vermerkt, wurde mit der Friedrichstraße nun der erste extrabreite Radweg in Bamberg auf einer solchen Länge geschaffen, der auch die Vorgaben des Bürgerbegehrens zum Radentscheid Bamberg erfüllt. 2017 hatten rund 9.000 Menschen für bessere Radverkehrsbedingungen in der Welterbestadt unterschrieben und der Stadtrat im Januar 2018 die Ziele des Radentscheids übernommen und sich damit zur Umsetzung verpflichtet.

Individuelle Mobilität ist in Bamberg eine wachsende Herausforderung. Aufgrund der mittelalterlichen Stadtstruktur ist vor allem in der Innenstadt die Verkehrsfläche eng begrenzt. Die Stadt Bamberg will deswegen die Verkehrsmittel des Umweltverbunds aus Rad-, Bus- und Fußverkehr fördern.