Seiteninhalt
29.10.2020

Bamberger Weihnachtsmarkt 2020 muss abgesagt werden

Corona-Fallzahlen lassen keine andere Entscheidung zu

Angesichts der schnell steigenden Corona-Fallzahlen hat der Bamberger Stadtrat in seiner gestrigen Vollsitzung (28.10.20) schweren Herzens entschieden, den Bamberger Weihnachtsmarkt von Dienstag,
24. November, bis Mittwoch, 23. Dezember 2020, abzusagen. „Ich bedauere außerordentlich, dass diese traditionsreiche Veranstaltung in diesem Jahr nicht stattfinden kann. Es ist besonders für die Marktbeschicker, mit denen wir immer einen engen Kontakt hatten, eine schwierige Situation. Wir haben alles versucht, aber die Infektionszahlen lassen keine andere Entscheidung zu. Auch der Nürnberger Christkindlesmarkt musste abgesagt werden. Es ist mein Herzenswunsch, dass wir uns trotzdem gemeinsam dafür einsetzen, die Existenzgrundlage von Schaustellern und Marktbeschickern zu erhalten,“ betont Oberbürgermeister Andreas Starke.

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen liegt über dem Schwellenwert von 100 und Infektionen innerhalb von sieben Tagen pro 100 000 Einwohner. Aktuell beträgt der Wert nach der Corona-Ampel des Bayerischen Gesundheitsministeriums 103,4 (Stand 29.10. 0.00 Uhr). „Vor diesem Hintergrund halten wir es für das falsche Signal, den Bamberger Weihnachtsmarkt zu veranstalten,“ so Starke weiter. Obwohl das städtische Ordnungsamt in Zusammenarbeit mit den Verbänden der Schausteller und der Marktkaufleute einen dezentralen Weihnachtsmarkt mit einem sehr strengen Hygiene-Konzept für die Corona-Zeit entwickelt hatte, sei diese Entscheidung unumgänglich gewesen. Um die Besucherströme zu entzerren und mehr Platz auf dem Hauptmarkt (Maxplatz) zu schaffen, hätte der Weihnachtsmarkt in diesem Jahr auf insgesamt drei Plätzen in der Bamberger Altstadt stattfinden sollen. Doch die rasant ansteigenden Zahlen ließen auch kein Alternativkonzept, „da es unweigerlich zu einer zusätzlichen Ansammlung von vielen Hundert Menschen in der Innenstadt geführt hätte,“ so das Stadtoberhaupt. Die Verbände der Schausteller und der Marktkaufleute wurden bereits von der Entscheidung der Stadt informiert.