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19.11.2019

Brose Arena setzt auf Mehrweg

Alle reden über Plastik – die Brose Arena wird jetzt aktiv: Mit Beginn der Saison 2019/20 im September hat die Bamberg Congress+Event Service GmbH (BSG) als Gastronomiepächter von recyclebaren PP-Einwegbechern auf Mehrwegbecher umgestellt. Damit orientiert sie sich am aktuellen Stand der Forschung zur umweltfreundlichsten Ausschankmethode bei Großveranstaltungen.
„Wir gehen davon aus, dass wir pro Jahr mindestens 100.000 Einwegbecher einsparen werden“, erklärt BSG-Geschäftsführer Horst Feulner den Schritt. „Da Glasbehältnisse in großen Versammlungsstätten nicht zulässig sind, greifen wir auf Kunststoff-Mehrwegbecher der Firma ,Cup Concept‘ zurück.“ Wie das System funktioniert? Die Becher werden vor jedem Event angeliefert und nach der Veranstaltung wieder abgeholt. Dazu fährt ein Transporter mehrere Hallen und Stadien in Franken an und tauscht benutzte Becher gegen frische aus. Die Becher werden nach der Benutzung gespült und dann wieder in den Kreislauf gegeben. Auf diese Weise können sie ohne Qualitätsverlust mindestens 150 Mal eingesetzt werden – ein echter Gewinn für die Umwelt.
Obwohl auch die in der Vergangenheit benutzten Einwegbecher mit Pfand belegt waren und nach dem Gebrauch dem Recycling-Kreislauf zugeführt wurden, ist die Ökobilanz der Mehrwegbecher trotz Transport und Reinigung deutlich besser. „Recycling ist gut, Abfallvermeidung ist aber erheblich besser“, ist auch die feste Überzeugung von Gastronomie-Leiter Dominik Nakic und seinem Team.

Besser als Bio-Einwegbecher

Aktuell kommen in vielen Veranstaltungsstätten Becher aus dem Biokunststoff Polymilchsäure (PLA) zum Einsatz, die auf der Basis von Mais hergestellt werden. Sie wurden lange Zeit für ihre Klimaneutralität und Kompostierbarkeit gehypt. Doch die Euphorie ist bereits etwas verflogen: Verschiedene Studien, u. a. des Bundesumweltamtes, haben ergeben, dass auch Bio-Einwegbecher gesamtökologisch betrachtet schlechter abschneiden als Mehrwegbecher – und somit keine echte Alternative darstellen. Zumal sie vom Hersteller zum Verbraucher oft eine halbe Weltreise hinter sich bringen und nach der Benutzung auch nur in industriellen Kompostieranlagen verarbeitet werden können.
„Die Entscheidung auf recyclebare Mehrwegbecher umzusteigen, war ganz sicher richtig“, zeigt sich Horst Feulner überzeugt und zieht nach zwei Monaten Testlauf eine erste zufriedene Bilanz:

„Die organisatorischen Abläufe funktionieren bereits einwandfrei, das Handling für unsere Mitarbeiter hat sich verbessert und auch unsere Besucher zeigen sich sehr zufrieden. Und das Wichtigste: Wir haben schon über 10.000 Einwegbecher gespart!“