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13.06.2018

Den Wandel gestalten

Besuch und Austausch im Werk Bamberg der Robert Bosch GmbH mit Stadt- und Kreisräten sowie Oberbürgermeister und Landrat

Oberbürgermeister Andreas Starke und Landrat Johann Kalb haben gemeinsam mit 26 Stadträtinnen und Stadträten sowie 48 Kreisrätinnen und Kreisräten das Werk Bamberg der Robert Bosch GmbH besucht. Wie das Werk mit dem Wandel in der Verbrennungstechnik umgeht und welche Zukunftsaussichten es gibt, konnten sie am 11. Juni 2018 bei einer Betriebsbesichtigung im Werkteil 4 im Industriegebiet Börstig erfahren. Der kaufmännische Werkleiter Dr. Martin Schultz und die technischen Werkleiter Dr. Stefan Schmitz und Thomas Weber luden gemeinsam mit dem Betriebsrat zu dem mehrstündigen Termin ein.

Der Wandel in der Antriebstechnik vom Verbrennungsmotor zum Elektroantrieb stellt eine große Herausforderung für viele Unternehmen in der Automobilindustrie dar. Neueste Studien gehen davon aus, dass das heutige Beschäftigungsniveau im Bereich der Technik für Verbrennungsmotoren sinken wird. Wie das Werk Bamberg der Robert Bosch GmbH mit den Herausforderungen umgeht, zeigte der Standort der Lokalpolitik in einer Betriebsbesichtigung.

Das Werk Bamberg der Robert Bosch GmbH mit rund 7.700 Mitarbeitern und einer Nutzungsfläche von über 235.000 Quadratmetern verteilt auf sechs Werkteile ist einer der größten Arbeitgeber der Stadt und bedeutender Industriebetrieb in der Region Oberfranken. Das Werk stellt heute ausschließlich Komponenten für die Verbrennungstechnik sowohl für Benzin- als auch Dieselmotoren her.

„Als einer der größten Arbeitgeber der Region sind wir uns unserer gesellschaftlichen und unternehmerischen Verantwortung absolut bewusst“, so Dr. Martin Schultz und Dr. Stefan Schmitz führte weiter aus: „Wir bei Bosch in Bamberg arbeiten schon heute an zahlreichen innovativen Lösungen, um diese Herausforderungen zu meistern.“ Ende April 2018 stellte Bosch in Stuttgart eine neue Dieseltechnik vor, mit der die Emissionen entscheidend verringert werden können. Daher zeigte sich Thomas Weber, technischer Werkleiter für den Diesel, optimistisch: „Wir sind überzeugt, dass der Diesel weiterhin seinen Platz im Antriebsmix der Zukunft behalten wird.“ Mario Gutmann, Betriebsratsvorsitzender Bosch Bamberg, appellierte an die Vertreter der Politik, sich aktiv für den Diesel und die Förderung neuer Technologien am Standort Bamberg einzusetzen, um die bestehenden Arbeitsplätze langfristig zu erhalten und die Ausbildung für eine gemeinsame Zukunft zu sichern.

Oberbürgermeister Andreas Starke stellte bei seiner Ansprache die große Verbundenheit der Stadt mit dem Unternehmen Bosch heraus: „Unsere Wirtschaftsregion braucht Bosch. Die Stadt Bamberg wird jede Initiative unterstützen, um die Zukunft des Standortes zu sichern.“ Bei einem Rundgang durch die Dieselfertigung konnten sich die Teilnehmer ein Bild von der technologischen Kompetenz und der hochmodernen Herstellung der Produkte machen. In einer abschließenden Fragerunde wurde vor allem auf die Maßnahmen zur Zukunftssicherung eingegangen. „Die Automobilindustrie steht in herausfordernden Zeiten. Es ist gut, dass sich unser Bamberger Bosch-Werk diesen Herausforderungen stellt und aktiv daran arbeitet, diese zu meistern!“, so Landrat Johann Kalb.

Der enge Austausch zwischen Politik und Wirtschaft wird fortgesetzt.