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05.12.2019

Denkmalpflege der Extraklasse

Förderpreis der Stiftung Weltkulturerbe Bamberg für die Sanierung des „Haus zur Goldenen Wappe“

Sie hat mit großem Sachverstand und viel Liebe zum Detail das Anwesen am Oberen Stephansberg 1 saniert und sich damit den mit 5.000 Euro dotierten Förderpreis der Stiftung Weltkulturerbe Bamberg mehr als verdient: Die Architektin, Bauherrin und Denkmalpflegerin Marion Zachert hat das „Haus zur Goldenen Wappe“ innerhalb knapp eines Jahres behutsam, aber mit großer Leidenschaft saniert. Dafür erhielt sie nun den Förderpreis 2019 zur Erhaltung historischer Bausubstanz der Stiftung Weltkulturerbe Bamberg. Oberbürgermeister Andreas Starke lobte als Vorsitzender des Stiftungsvorstands den Ideenreichtum und das großartige Engagement der Architektin: „Dem Weltkulturerbe Bamberg bleibt dank Ihrer Leistung ein kulturhistorisch wertvolles Gebäude erhalten“, so Starke.

Das Einzeldenkmal Oberer Stephansberg 1, der ehem. Chorherrenhof von St. Stephan, ist seit 1978 im Besitz der Familie Zachert, seit 2017 sind Marion und Michael Zachert in den Gesamtbesitz gekommen und haben die Sanierung des imposanten Einzeldenkmals in Angriff genommen. Die Außenfassade strahlt in Siena-Rot und in den Innenräumen wurden das imposante Treppenhaus, das Wappen, die Stuckdecken sowie Türblätter mustergültig restauriert. Und schließlich konnte im Rahmen des Bamberger Modells der Stiftung Weltkulturerbe die Restauration zweier besondere Architekturteile, nämlich das namengebende Wappen über dem Eingangsbereich sowie die Sonnenuhr im Innenhof, denkmalgerecht instand gesetzt werden.

Dankenswerterweise bekam die Bauherrin von vielen Stellen finanzielle Unterstützung: von der Stiftung Weltkulturerbe Bamberg, der Oberfrankenstiftung, dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege sowie der Bayerischen Landesstiftung. „Neben den zahlreichern Unterstützern gilt mein besonderer Dank auch den Fachplanern und den beteiligten Handwerkern – sie alle zusammen haben einfach eine tolle Arbeit geleistet“, betonte Marion Zachert in ihrer Dankesrede.

Das Ergebnis dieser Arbeit kann sich wirklich mehr als sehen lassen: Das „Haus zur Goldenen Wappe“ belebt das Ensemble am Stephansberg und wertet die direkte Umgebung rund um die Stephanskirche wunderbar auf.