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23.01.2020

Ein Neustart für besonders schutzbedürftige Flüchtlinge

Das Bundesprogramm „NesT“ sucht Mentorengruppen aus der Zivilgesellschaft

Der Stadtrat der Stadt Bamberg hat im Juli 2019 einen „Bamberger Appell zur Aufnahme von aus Seenot geretteten Menschen aus dem Mittelmeerraum" beschlossen und sich damit zum „sicheren Hafen“ erklärt. Nun gibt es ein staatliches-zivilgesellschaftliches Programm der Bundesregierung für 500 besonders schutzbedürftige Flüchtlinge, die sich in Erstzufluchtsstaaten aufhalten. Wer helfen möchte, solche besonders Schutzbedürftigen in Deutschland aufzunehmen und ihnen das Ankommen zu erleichtern, kann die Teilnahme an einem neuen Bundesprogramm mit Namen „NesT – Neustart im Team“ beantragen. Darauf weist die Stadt Bamberg hin und ruft zugleich zur Teilnahme auf.

Mit dem Pilot-Programm „NesT“ wird eine stärkere Einbindung der Zivilgesellschaft bei der Unterstützung von sogenannten Resettlement-Flüchtlingen angestrebt. Resettlement ermöglicht besonders schutzbedürftigen Personen die legale und sichere Einreise aus einem Erstaufnahmeland in einen zu ihrer Aufnahme bereiten Drittstaat. Das Programm umfasst zunächst die Aufnahme von 500 Personen, wenn sich Mentorengruppen finden, die ideell und finanziell unterstützen. Flüchtlinge, die über „NesT“ nach Deutschland kommen, durchlaufen das Resettlement-Aufnahmeverfahren und werden noch vor der Einreise mit passenden Mentorengruppen auf deutscher Seite zusammengebracht.

Das NesT-Programm bietet die Chance, sich angesichts der vielen dramatischen Bürgerkriege und Krisen in der Welt zu engagieren. Die Verpflichtungen sind für die Mentorinnen und Mentoren zeitlich begrenzt und von vornherein kalkulierbar. Sie suchen eine geeignete Wohnung und finanzieren die Kaltmiete für zwei Jahre. Außerdem unterstützen sie die Schutzbedürftigen ein Jahr lang ideell auf ihrem Weg zur gesellschaftlichen Teilhabe.

Wie kann man am Programm teilnehmen?

Mentorinnen und Mentoren sind Gruppen aus mindestens fünf Personen, die sich gemeinsam bereit erklären, Schutzbedürftige für eine begrenzte Zeit zu unterstützen. Jeder kann mitmachen: Gruppen von Privatpersonen, aber auch örtliche Vereine, Kirchengemeinden oder Wohlfahrtsverbände.

Voraussetzung, um einen Antrag zu stellen, ist die Teilnahme an einer kostenfreien eintägigen Informationsveranstaltung, welche die Zivilgesellschaftliche Kontaktstelle (ZKS) organisiert und durchgeführt. Danach wird der Antrag zur Aufnahme auf die Vermittlungsliste eingereicht, über den das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) entscheidet.

Weitere Informationen zum Programm unter www.neustartimteam.de.