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10.12.2019

Spielplatzpaten: Mehr als bloß Kümmerer

Traditionelles Austauschtreffen der Spielplatzpatinnen und -paten

Spielplatzpatinnen und -paten wirken als Bindeglied zur Verwaltung und melden kleinere Schäden ehe große daraus werden. Sie dienen aber auch den Kindern und Eltern und stehen bei Problemen aller Art mit Rat und Tat zur Seite. Einmal jährlich kommen die Ehrenamtlichen in gemütlicher Runde zum gemeinsamen Austausch zusammen.

In der Stadt Bamberg gibt es insgesamt 115 öffentliche Spiel- und Bolzplätze. Diese werden von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Garten- und Friedhofsamtes betreut – was bei der Vielzahl der Plätze nicht immer ganz einfach ist. Aus diesem Grund wurde im Jahr 2004 in Bamberg die Spielplatzpatenschaft ins Leben gerufen mit dem Ziel, für möglichst viele Plätze Spielplatzpaten zu finden. Dahinter steht folgender Ansatz: Kinder und Jugendliche benötigen Lebensräume und Spielorte im Freien, die sich an ihren Bedürfnissen orientieren, wo sie ungestört spielen können und wo sie vielfältige Erfahrungen sammeln können. Neben den Geräten, Anlagen und Freiflächen auf den Spielplätzen benötigen die Kinder und Eltern aber auch Ansprechpartner, die ihre Interessen, Probleme und Anregungen ernst nehmen und über direkte Kontakte zu Stadtverwaltung verfügen, um frühzeitig Probleme, defekte Spielgeräte oder verunreinigte Anlagen zu melden.

Wie wichtig Spielplatzpatinnen und -paten sind, das betonte Robert Neuberth, Amtsleiter des Garten- und Friedhofsamts der Stadt Bamberg, beim diesjährigen Zusammentreffen der Ehrenamtlichen. „Sie bringen sich aktiv ein, helfen bei der Pflege oder bei Erneuerungen und das finden wir gut“, sagt Neuberth und hebt weiter hervor, dass es schon beruhigend sei, zu wissen, dass die Paten ein Auge auf die Anlagen haben. Aktuell gibt es rund 40 Spielplatzpatenschaften, im Rahmen derer ein wichtigen Beitrag zur Verständigung und zum sozialen Miteinander in Bamberg geleistet wird.

Anschließend nannte Neuberth einige Spielplätze die erneuert bzw. saniert wurden. Beispielhaft sei hier die Einweihung der Sams-Ampel am ERBA-Spielplatz, die Erneuerungen am Spielplatz Adenauerufer Marienbrücke, oder die Sanierungen an den Spielplätzen Wacholderweg, Panzerleite und Wildensorg Eichelsee genannt.

Die Patinnen und -paten nutzten das Zusammentreffen, um von ihren persönlichen Erfahrungen im zuneige gehenden Jahr zu berichten. Vereinzelt habe man mit uneinsichtigen Hundehaltern auf den Grünflächen und Spielplätzen diskutieren müssen. Es gab aber auch viel Lob für die umgesetzten Maßnahmen und jede Menge kleine Anekdoten, wie z.B. das Erlebnis einer Patin, die von einem Kind als „Spielplatzpaten-Omi“ sehr ins Herz geschlossen wurde.

Eva Pfeil, Stadtjugendpflegerin, sprach stellvertretend für das Stadtjugendamt den anwesenden Ehrenamtlichen einen herzlichen Dank für das Engagement aus. Als Zeichen der Anerkennung überreichte sie abschließend allen Anwesenden ein gemeinsames Geschenk von Garten- und Friedhofsamt und Stadtjugendamt, für diese „nicht selbstverständliche tolle Tätigkeit.“

Auch wenn Vieles gut läuft, so gibt es immer noch ein bisschen Luft nach oben: Viele Spielplätze haben bislang noch keine „Paten“. Bei Interesse an der Übernahme einer Spielplatzpatenschaft kann Kontakt mit dem Garten- und Friedhofsamt (Rüdiger Frank, 0951 87-1357, ruediger.frank@stadt.bamberg.de) oder dem Stadtjugendamt (Eva Pfeil, 0951 87-1544, eva.pfeil@stadt.bamberg.de) aufgenommen werden.