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20.12.2018

Weihnachts- und Neujahrsgrußwort 2018

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

vor wenigen Tagen haben wir gemeinsam mit über 1500 Festgästen das silberne Welterbe-Jubiläum feiern können und damit an das wohl wichtigste Ereignis in der jüngsten Geschichte unserer Stadt erinnert. Zum Abschluss dieses stolzen Jubiläumsjahres 2018 ist auch wieder in das Bewusstsein gerückt, welchen positiven Schub die Ernennung der Altstadt von Bamberg zum UNESCO-Welterbe für die gesamte Stadt mit sich gebracht hat. Die Anziehungskraft Bambergs ist dadurch noch einmal gestiegen und wir erleben gegenwärtig das Wachstum einer attraktiven Stadt.

Die erfreulichen Ansiedlungswünsche zusätzlicher Unternehmen, der notwendige Ausbau von Infrastruktur, neue Wohngebiete, der sichtbare Anstieg von Arbeitsplätzen, die ungebrochene Beliebtheit der Universität sind belegbare Indikatoren für die dynamische Entwicklung unserer Stadt. Bamberg boomt. Die Einwohnerzahl steigt rasant auf aktuell bereits 77.800. Damit sind aber auch in vielerlei Hinsicht neue Aufgaben und Herausforderungen verbunden:

Wir brauchen mehr bezahlbaren Wohnraum, um den überhitzten Wohnungsmarkt zu entlasten. Wir brauchen aber auch attraktive Wohnmöglichkeiten, weil diese Nachfrage eindeutig vorhanden ist. Wenn mehr Familien in Bamberg leben, benötigen wir mehr KiTa-Plätze. Auch die medizinische Betreuung muss sich bei steigender Einwohnerzahl weiterentwickeln. Die Verkehrsdichte in der Stadt hat deutlich zugenommen und wir müssen umweltfreundliche Wege für eine moderne Mobilität finden. Unsere heimischen Betriebe, Firmen und Unternehmen erwarten von der Stadt Bamberg den Erhalt und den Ausbau unserer Infrastruktur und ein vernünftiges, bedarfsgerechtes Flächenangebot.

Kein Zweifel, wir haben 2018 vieles erreicht und erfolgreich angepackt. So zeigt die KiTa-Offensive des Stadtrates bereits Wirkung. Die Stadt Bamberg hat ihre Ausgaben in den letzten zehn Jahren für die Kindertagesstätten nahezu verdoppelt. In einem Jahr sollen mehr als 400 zusätzliche Plätze angeboten werden. Die Schulen werden Zug um Zug saniert: 2018 konnten die Teilsanierungen der Gangolfschule und der Buger Schule abgeschlossen werden, die lange ersehnte Sanierung der Graf-Stauffenberg-Schule steht in den Startlöchern. Gleiches gilt für die Luitpoldschule. Die „Blaue Schule“ wird jetzt saniert mit dem Einstieg beim Sporthallenbereich.

Für den dringend erforderlichen Ausbau des Wohnungsangebotes gelang es der Stadt im Jahr 2018, die ehemalige Offizierssiedlung an der Buchenstraße zu erwerben. Mit der Sanierung dieser Wohnanlage wird die Stadt Bamberg einen spürbaren Beitrag zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum für Familien mit Kindern leisten.

Ein weiterer Meilenstein bei der Weiterentwicklung der Konversionsflächen wurde auf dem Lagarde-Areal mit dem erfolgreichen Abschluss der beiden Investorenauswahlverfahren „Reithallen“ und „Südwest“ erreicht. Erkennbar auf dieser Konversionsfläche ist der 2018 begonnene Bau des Digitalen Gründerzentrums „Lagarde1“, ein Leuchtturmprojekt auch für das bedeutende Thema Digitalisierung. Das neue „Kulturzentrum“ hat den Wettbewerb hinter sich und kann dort in Angriff genommen werden.

Mehr als 300 Menschen werden nach der Fertigstellung des Ulanenparks in der Wunderburg eine neue Heimat finden. Seine offizielle Eröffnung feierte am 14. Dezember das „Quartier an den Stadtmauern“, mit dem zugleich ein Kernprojekt zur Stärkung der Innenstadt nach Jahren des Stillstands realisiert werden konnte.

Überall in der Stadt wurde 2018 fleißig gebaut: auf dem Michaelsberg, wo die Sanierung der Klosteranlage St. Michael gut vorankommt. Am Bruderwald, wo der Neubau eines 4. Bettenturms für das Klinikum am Bruderwald die Zukunftsfähigkeit unseres Krankenhauses unterstreicht. An den Unteren Mühlen, wo das neue Welterbebesucherzentrum einen städtebaulichen Schandfleck beseitigt. An der südlichen Promenade, wo das ehemalige Kreiswehrersatzamt zum neuen Bürgerrathaus umgebaut und im Frühjahr 219 eröffnet wird.

Eine wachsende Stadt auf begrenztem Raum erfordert vernünftige Lösungen für die Mobilität. Wir wollen Tabellenführer in Bayern beim Fahrradanteil bleiben und weiter investieren. Die sukzessive Umrüstung des Fuhrparks der Stadt auf Elektrofahrzeuge ist mit der Anschaffung von Pedelecs und Elektroautos erfolgreich auf den Weg gebracht worden.

Unsere begrenzte Stadtfläche macht deutlich, dass Gewerbeflächen zu einer knappen Ressource geworden sind. Die Bürgerinnen und Bürger haben sich am 18.11.2018 für das Bürgerbegehren „Für den Hauptsmoorwald“ ausgesprochen und damit das Bebauungsplanverfahren gestoppt, mit dem die Fläche der ehemaligen „Muna“ entwickelt werden sollte. Stadtrat und Verwaltung werden das Votum der Bürgerschaft selbstverständlich respektieren und sich nun gemeinsam mit allen Beteiligten neue Wege überlegen.

Wenn wir auf 2018 zurückblicken, erinnern wir uns auch an viele kulturelle Höhepunkte: Die Großplastikenausstellung „Seelenschatten“ von Rui Chafes war ein tolles Ereignis. Wir haben „25 Jahre Konzert- und Kongresshalle“ gefeiert und die Sandkerwa fand wieder statt. Gemeinsam mit dem Bürgerverein konnte eine gute Lösung gefunden werden. Bamberg ohne die Sandkerwa? – undenkbar!

Es ist uns ein besonderes Anliegen, uns bei all den Bürgerinnen und Bürgern zu bedanken, die sich auch 2018 in besonderem Maße für die Stadt Bamberg engagiert haben, vor allem bei den ehrenamtlich Tätigen. Ohne diese freiwilligen Leistungen und ohne die bereitwillige Übernahme von Ehrenämtern wäre unsere Stadtgesellschaft nicht in der Lage zusammen zu halten und sich gegenseitig zu unterstützen. Auch die bevorstehenden Aufgaben im Jahr 2019 wollen wir gemeinsam mit Ihnen für unsere einzigartige Welterbestadt anpacken.

 

Wir wünschen allen Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Bamberg ein frohes Weihnachtsfest und ein erfolgreiches, vor allem gesundes Neues Jahr 2019!

Andreas Starke                     

Dr. Christian Lange                    Wolfgang Metzner
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