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Datum: 19.05.2025

"Der Ackermann von Böhmen" und die Anfänge des Buchdrucks in Franken

Kurzführung in der Staatsbibliothek am 21. Mai

Zu einem kostenfreien Kunstsnack lädt Bibliotheksdirektorin Prof. Dr. Bettina Wagner am Mittwoch, 21. Mai, um 12.30 Uhr in die Staatsbibliothek Bamberg ein. Für eine halbe Stunde rückt ein Exponat der aktuellen Ausstellung „Schöner Schein“ in den Fokus: „Der Ackermann von Böhmen“ – eines der ältesten Bücher, die in Bamberg erschienen sind, und zugleich eines der ersten Bücher, die mit Holzschnitten illustriert wurden.

Nur wenige Jahre, nachdem Johannes Gutenberg in Mainz den Buchdruck mit beweglichen Lettern erfunden hatte, ließ sich auch in Bamberg ein Drucker nieder. In seiner Werkstatt entstand ein Nachdruck der lateinischen Bibel, die Gutenberg um 1455 auf den Markt gebracht hatte. Mit der gleichen Type wie die Bamberger Bibel ist um 1463 ein deutsches Streitgespräch gedruckt, in dem ein Ackermann von Böhmen den Tod anklagt, der ihm die geliebte Frau genommen hat. Autor des Dialogs war Johannes von Tepl, der im 14. Jahrhundert als Notar, Lehrer und Stadtschreiber im böhmischen Saaz wirkte. Viel spricht dafür, dass der erste namentlich bekannte Drucker in Bamberg Albrecht Pfister war.

Der Freundeskreis der Museen um den Bamberger Dom lädt alle Interessierten zur Kurzführung in der Mittagspause ein. Treffpunkt ist der Eingangsbereich der Staatsbibliothek Bamberg in der Neuen Residenz, Domplatz 8. Die Teilnahme an der Führung ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.