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30.07.2020

Biodiversität vor der Haustüre stärken

Alte Bamberger Blumensorten und Bamberger Kümmel gesucht

Wer kennt noch alte Bamberger Blumensorten und weiß sogar, wo diese heute noch wachsen? Der Bamberger Sortengarten, die Interessengemeinschaft Bamberger Gärtner und das Zentrum Welterbe Bamberg bemühen sich, alte Bamberger Sorten aufzuspüren und das Saatgut zu bewahren. Gemeinsam bitten sie um Unterstützung, um die Biodiversität vor der Haustüre zu stärken und Bambergs grünes Erbe zu bewahren.

Der Bamberger Erwerbsgartenbau blickt auf eine jahrhundertelange Geschichte zurück. Seit 2016 gehört er auf Grund seiner Einzigartigkeit zum immateriellen Kulturerbe Deutschlands. Lokaltypische Sorten wie das Bamberger Hörnla erfreuen sich überregionaler Bekanntheit. Auch der Bamberger Spitzwirsing und die Birnenförmige Zwiebel werden geschätzt. Viele Gärtnerfamilien und Freizeitgärtner hatten beziehungsweise haben bis heute ihre speziellen Haussorten. Daraus entwickelte sich eine große Pflanzenvielfalt.

Weitaus unbekannter als die Bambergs Gemüsesorten sind die alten Bamberger Blumensorten. Auch hier haben sich durch den begrenzten lokalen Anbau oft eigenständige Arten entwickelt wie die „Bamberger Nelke“, auch „Bauernnelke“ genannt. Oft wachsen diese alten Sorten unerkannt in den Gärten Bambergs und der Umgebung. Auch der Bamberger Kümmel mit seinem intensiven Geschmack galt lange als lokale Spezialität und ist heute kaum mehr zu finden.

Über Hinweise zu Bambergs alten Blumensorten oder dem Bamberger Kümmel freut sich das Zentrum Welterbe Bamberg unter info@welterbe.bamberg.de.