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18.10.2019

Das TiG wurde fulminant gefeiert

Stehende Ovationen bei der Verleihung des Kultur-Förderpreises an den Verein „TiG Theater im Gärtnerviertel“

Es war ein stimmungsvoller Abend in Wort, Gesang und kleinen schauspielerischen Beiträgen: Im Großen Haus des ETA Hoffmann Theaters wurde der Gewinner des diesjährigen Kultur-Förderpreises, „TiG Theater im Gärtnerviertel e.V.“, gefeiert. Das Publikum verlieh seiner Begeisterung während des Festaktes immer wieder Ausdruck. Der Kulturförderpreis wird im jährlichen Wechsel mit dem E.T.A.-Hoffmann-Preis verliehen und ist mit 7500 Euro dotiert.

 

„Das Alleinstellungsmerkmal des TiG ist die Sache mit dem Raum. Das TiG begreift Räume als Inspiration“ – so brachte Laudatorin Judith Aumüller-Kirchschlager es auf den Punkt. Gerade die wechselnden Spielorte des Ensembles seien „gelebte Quartiersentwicklung“. Im Quartier, dem Gärtnerviertel, entstand 2013 die Idee für ein Theaterprojekt an verschiedenen Orten. Initiativ waren hier Nina Lorenz, Theaterwissenschaftlerin mit vielfältiger Regieerfahrung, sowie Schauspieler und Szenenfotograf Werner Lorenz und der Schauspieler und Sprecher Stephan Bach. Seitdem ist das Ensemble mit weiteren Theaterprofis gewachsen. Es wird quasi überall gespielt – sei es im Bettengeschäft, einer Lagerhalle, oder einem Kino. Laudatorin Judith Aumüller-Kirchschlager ließ die Entwicklung des TiG Revue passieren und nannte Unterstützer und Weggefährten. Insgesamt 26 Produktionen hat das freie Theater in den vergangenen fünf Jahren auf die verschiedenen Bühnen gebracht. Die Künstlerische Leiterin des TiG, Nina Lorenz, bedankte sich für die große Ehre, die dem TiG durch die Verleihung des Kultur-Förderpreises zuteilwerde. „Dies ist Anerkennung und Wertschätzung für uns und unser Publikum“, sagte sie, und: Durch das TiG werde die Grenze zwischen Kunst-, Wirtschafts- und Alltagsleben durchbrochen. „Theater ist Austausch und kann uns aus unserer Filterblase herausholen.“

 Der Austausch mit dem Publikum entsteht bei den Aufführungen des TiG schon alleine durch die Nähe der Schauspieler zu den Gästen. Dieses enge Verhältnis wurde auch mit dem Publikum im ETA Hoffmann Theater, dem Ort der Preisverleihung, gepflegt.

Bambergs Oberbürgermeister Andreas Starke sprach in seiner Rede von einer „hohen Kulturdichte unserer Stadt – und Sie vom TiG gehören mit Ihrer innovativen Bühne, die Sie sich selbst geschaffen haben, selbstverständlich dazu“! Durch die Arbeit des TiG würden auch Menschen angesprochen, die mit Theater sonst noch nicht Berührung gekommen seien. Am Ende der Veranstaltung lud Starke schließlich das komplette Ensemble ein, sich im Goldenen Buch der Stadt Bamberg zu verewigen.