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Sitzungsvorlage - VO/2017/1204-51  

Betreff: Online-Anmeldeportal webKITA
Status:öffentlichSitzungsvorlage-Art:Beschlussvorlage
Referent:Haupt Ralf
Federführend:51 Stadtjugendamt   
Beratungsfolge:
Jugendhilfeausschuss Kenntnisnahme
16.11.2017 
Sitzung des Jugendhilfeausschusses ungeändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n
Anlagen:
Antrag GAL 06.02.2017 PDF-Dokument

II.Beschlussvorschlag:

 

  1. Der Sitzungsvortrag der Verwaltung hat zur Kenntnis gedient.

 

  1. Die Anfrage der GAL-Stadtratsfraktion vom 06.02.2017 ist damit geschäftsordnungsmäßig behandelt

 

 


I.Sitzungsvortrag:

 

Mit Schreiben vom 06.02.2017 (Anlage) hat die GAL-Stadtratsfraktion eine Anfrage zur Evaluation des Programms webKITA zur transparenten Vergabe von Kinderbetreuungsplätzen in Bamberg gestellt. Aufgrund der Wichtigkeit des Themas wird die Anfrage im Jugendhilfeausschuss behandelt. Im Zuge dieser Anfrage wurde eine Reihe von Fragen gestellt, welche nachfolgend der Reihe nach beantwortet werden.

 

Vorab sollen jedoch zur Klarstellung noch ein paar grundsätzliche Ausführungen zum Programm webKITA erfolgen:

 

Das Programm webKITA, welches auch in den Großstädten Kassel und Frankfurt eingesetzt wird, dient vorrangig folgendem Zweck:

 

  • Die Eltern haben auf einfachem Weg die Möglichkeit, ihr Kind bei einer oder mehreren Kitas anzumelden, ohne dass sie den Weg zu jeder einzelnen KiTa gehen müssen.
  • Die Kommune/das Jugendamt hat auf einfachem Weg die Möglichkeit, herauszufinden, wie viele Kinder tatsächlich angemeldet sind (gezählt werden im Programm nicht die Anzahl der Wünsche der einzelnen Anmeldungen, sondern die Zahl der Kinder). Hieraus ergibt sich ein besseres Planungsinstrument im Vergleich zu den Wartelisten der Einrichtungen, in denen die Kinder mehrfach aufgetaucht, da angemeldet, sind.
  • Den Einrichtungen und Trägern sollen hiermit ebenfalls die einfachere Handhabung ihrer Wartelisten an die Hand gegeben werden. Außerdem fallen die Kinder, die einen Vertrag erhalten, automatisch aus den anderen Wartelisten weg.
  • Mit dem Programm webKITA wird nicht unmittelbar die Vergabe der Plätze gesteuert oder für Dritte transparenter gemacht.

 

 

  1. Zu den Kritikpunkten der GAL-Anfrage:
     
  1. Die Eltern haben mit und ohne webKITA die Möglichkeit ihre Kinder in verschiedenen Einrichtungen anzumelden.
  2. Die Stadt Bamberg kann den freien Trägern in Bezug auf organisatorische Maßnahmen keine Vorschriften machen, jedoch weisen wir immer wieder darauf hin, dass Wartelisten ausschließlich über webKITA zu führen sind und dies für die Einrichtungen auch transparenter ist. Allerdings gibt es auch bei den Einrichtungen Mitarbeiter/-innen, welche mit dem Umgang der EDV noch etwas Schwierigkeiten haben und deshalb lieber Papier verwenden. Doch auch diese Papierlisten stammen aus webKITA.
  3. Kitas machen keine mündlichen Platzzusagen!

Das wird regelmäßig von Eltern falsch interpretiert. Zusagen werden von den Einrichtungen regelmäßig nur schriftlich erteilt. In webKITA gibt es die Möglichkeit, Plätze zu kennzeichnen, die Eltern zugesagt wurden, auch wenn der Vertrag von den Eltern noch nicht unterzeichnet wurde. Diese Option ist noch nicht eingestellt, soll aber nach Gesprächen mit den Kita-Leitungen demnächst erfolgen;

  1. Für die Vergabe von Plätzen gibt es seitens der Einrichtungen Kriterien wie Alter des Kindes, Geschwisterkind, soziale Situation der Eltern, Wohnort, alleinerziehend, etc. Natürlich werden Eltern je nach Dringlichkeit versuchen, über persönliche Gespräche die Notwendigkeit darzulegen, wobei dies nicht das ausschlaggebende Kriterium für die Platzvergabe ist. Die Vergabe ist und bleibt aber eine Entscheidung der Träger/Einrichtungen.

 

  1. Zu den Fragen des GAL-Antrages:
     
    1. Die Investitionskosten sind keine einmaligen Anschaffungskosten, sondern in den jährlichen Wartungs-/Lizenzgebühren enthalten; diese betragen rund 10.000,00 €/Jahr.
      Im ersten Jahr fielen noch Kosten für die Einführung des Programmes und die Schulungen an.
    2. Für die Planung im Kindertagesstättenbereich ist die Software sehr effizient, da hiermit schnell unkompliziert und für die verschiedensten Zeiträume im Voraus Informationen über Bedarfe vorliegen;
    3. webKITA wird nur zu Zwecken der Bedarfsplanung und bei den Einrichtungen für die Belegung bzw. Platzvergabe benutzt. Die Stadt Bamberg hat kein Steuerungsrecht, da ja keine eigenen Einrichtungen betrieben werden.


a) bis g)

Diese Fragen können mit webKITA nicht beantwortet werden, sondern werden von der jährlichen Online-Elternbefragung erfasst; für diese Fragestellungen ist die Software auch nicht gedacht. Zudem stellt sich die Frage, wozu die Information über z.B. das durchschnittliche Kita-Eintrittsalter dienen soll.

  1. webKITA wird zur fortwährenden Bedarfsplanung verwendet, wobei dies, wie eingangs bereits erwähnt, nur eine von mehreren Funktionen ist.
  2. Die Rückmeldungen von Einrichtungen sind überwiegend positiv, wobei es natürlich immer wieder Optimierungsbedarf gibt, der regelmäßig an die Firma weitergegeben und von dort auch umgesetzt wird. In Zeiten, in denen die Nachfrage nach einem Betreuungsplatz das Angebot übersteigt, ist zu vermuten, dass Eltern jegliches System als unzureichend betrachten, da in einer solchen Situation auch kein anderes Programm Plätze schaffen kann. Dennoch kommen auch von Eltern im Rahmen der Elternbefragung positive Kommentare (auch von Eltern, die erst nach Bamberg ziehen werden) über diese Möglichkeit der Information und Anmeldung bezüglich der Betreuungsplätze für ihre Kinder
  3. Das Jugendamt steht im ständigen Austausch mit den Einrichtungen (auch über die jährlichen Arbeitskreise und in der Jugendhilfeplanung), um das System zu verbessern. Es wurden auch erst im letzten Jahr auch wieder kostenlose Fortbildungen für die Träger und Einrichtungen durchgeführt.
  4. Für Tagesmütter gibt es eine eigene Plattform; hierfür ist unseres Erachtens webKITA nicht geeignet und auch nicht notwendig.
  5. Die Vergabe von KiTa-Plätzen erfolgt alleine durch die jeweiligen Einrichtungsleitungen. Das Jugendamt ist nur dann involviert, wenn Eltern sich wegen ihres Rechtsanspruches bei der Stadt Bamberg melden. Dann wird eine Abfrage bei den Einrichtungen gestartet, ob Plätze verfügbar sind; aktuell ist das jedoch praktisch aussichtlos.
  6. Es gibt in Bamberg zum einen die Universität Bamberg und die Sozialstiftung sowie die Polizei zusammen mit der Agentur für Arbeit, die in KiTas über einige Belegplätze für Kinder von Mitarbeitern Vereinbarungen mit den Trägern geschlossen haben; daneben gibt es noch die Großtagespflege Sonnenkäfer als betriebliche Kinderbetreuung (Mediengruppe Oberfranken u. Medatixx).
  7. Diese Frage ist nicht sinnvoll zu diskutieren, da es hierbei viel subjektive Meinungen gibt; nach der aktuellen Elternbefragung waren die Werte der Eltern für die Gesamtzufriedenheit mit den Kindertageseinrichtungen in Bamberg zwischen 6,2 bis 6,9 Punkten von möglichen 7,0 Punkten.

 

 

 

 

 

 


III. Finanzielle Auswirkungen:

 

Der unter II. empfohlene Beschlussantrag verursacht

 

X

1.

keine Kosten

 

2.

Kosten in Höhe von  für die Deckung im laufenden Haushaltsjahr bzw. im geltenden Finanzplan  gegeben ist

 

3.

Kosten in Höhe von  für die keine Deckung im Haushalt gegeben ist. Im Rahmen der vom Antrag stellenden Amt/Referat zu bewirtschaftenden Mittel wird folgender Deckungsvorschlag gemacht:

 

4.

Kosten in künftigen Haushaltsjahren:  Personalkosten:  Sachkosten:

 

Falls Alternative 3. und/oder 4. vorliegt:

 

In das Finanzreferat zur Stellungnahme.

 

Stellungnahme des Finanzreferates:

 


 

Anlage/n:

Schreiben der GAL-Stadtratsfraktion vom 06.02.2017

 

 

 

 

Verteiler:

 

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Antrag GAL 06.02.2017 (577 KB) PDF-Dokument (388 KB)